
Neunkirchen/Köln. In diesem Jahr haben deutschlandweit insgesamt 845 Teams am Deutschen Gründerpreis für Schüler:innen teilgenommen. 72 davon wurden von der Kreissparkasse Köln durch den Wettbewerb begleitet.
Paulina Ermert, Greta Haas, Diana Sajbel, Arsema Schuster und Lena Weihe vom Antoniuskolleg Neunkirchen haben es als Team Neurovia unter die besten zehn im gesamten Rheinland geschafft und wurden am 24. Juni 2026 bei der Siegerehrung des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands (RSGV) auf Schloss Eller in Düsseldorf für ihren siebten Platz verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro geehrt.
Die Schülerinnen entwickelten eine App, die Eltern neurodivergenter Kinder im Alltag unterstützt und sie bei typischen Herausforderungen wie plötzlichen Meltdowns, Reizüberflutung, stark wechselnden Emotionen sowie fehlender oder schwer umsetzbarer Alltagsstruktur entlastet. Diese Situationen führen häufig zu hohem Stress, Unsicherheit und Überforderung im Familienalltag.
Die Anwendung bietet unter anderem einen Meltdown-Manager, flexible Wochenpläne sowie ein KI-basiertes Unterstützungstool. Ergänzend gibt es einen spielerischen Modus für Kinder, in dem sie ihre Gefühle mithilfe eines Oktopus-Charakters ausdrücken können. Ziel ist eine alltagsnahe digitale Lösung, die Familien stärkt, Orientierung gibt und bestehende Unterstützungsangebote sinnvoll ergänzt.
„Das Team Neurovia zeigt großes unternehmerisches Können und ein ausgeprägtes Verständnis für ein wichtiges gesellschaftliches Thema. Mit ihrer Idee greifen die Schülerinnen eine immense Herausforderung im Familienalltag auf und entwickeln einen sehr zeitgemäßen digitalen Lösungsansatz“, sagte Peter Schaffrath, Regionaldirektor der Kreissparkasse Köln. Ebenfalls gratulierte Sabrina Cremer, die bei der Kreissparkasse Köln den Wettbewerb leitet und das Team während des gesamten Wettbewerbs unterstützt hatte.
Der Wettbewerb
Der Deutsche Gründerpreis für Schüler:innen ist eines der größten bundesweiten Wirtschaftsplanspiele für Jugendliche. Gemeinsame Veranstalter sind die Sparkassen, das ZDF, Porsche und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. In dem digitalen Wettbewerb entwickeln Teams über mehrere Monate hinweg eine eigene Geschäftsidee und durchlaufen dabei alle zentralen Schritte einer Unternehmensgründung – von der Analyse des Marktes über die Entwicklung eines Geschäftsmodells bis hin zur Pitch-Präsentation vor einer Jury. Der Wettbewerb vermittelt wirtschaftliche Grundlagen praxisnah und fördert zugleich Teamarbeit, Kreativität und Problemlösungskompetenz.
In die Top Ten des Rheinlands schafften es neben dem Team aus Neunkirchen zudem drei Teams aus dem Rhein-Erft-Kreis und eines aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis.



















