Nicole Leven (stehend li.), Erzieherin in der inklusiven Kita im stups KINDERZENTRUM, und 17 weitere neue Mitglieder wurden von Oberin Diane Kamps (stehend re.) in die DRK-Schwesternschaft Krefeld aufgenommen (Foto: DRK-Schwesternschaft Krefeld / Nadia Joppen)
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Krefeld. Die Aufnahme neuer Mitglieder und ein Rückblick auf ihre ersten zehn Jahre als Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld waren für Diane Kamps Hauptpunkte der diesjährigen Mitgliederversammlung der Schwesternschaft am 23. Juni. Kamps begrüßte offiziell 18 neue Mitglieder, die in verschiedensten Bereichen arbeiten – im Kinder- und Jugendhospiz, im ambulanten Pflegedienst, im Hospiz sowie im Medimobil. Hinzu kam die Aufnahme von sechs außerordentlichen Mitgliedern, die in der inklusiven Kita, der Hauswirtschaft oder auch im Hausmeisterdienst im Hospiz arbeiten.

Der Rückblick auf die ersten zehn Jahre ihrer Oberinnen-Tätigkeit war ausführlich: „Es waren schöne und spannende Jahre. Das Team um mich herum in der Schwesternschaft steht hinter und wir haben gemeinsam sehr viel bewegt “, so das Fazit von Diane Kamps. Wichtige Aufgaben in diesen zehn Jahren waren der Neubau / Umzug des Mutterhauses, der Ausbau der Digitalisierung und neue Themen wie die Professionalisierung des Projektes „Pflege im Bevölkerungsschutz“ in einem bundesweiten Netzwerk, die Übernahme und Bestandssicherung des Pflegedienstes „Medimobil“ und die Vorbereitungen zur Gründung der Anneliese-Hinrichs-Stiftung, so Kamps. Die Nachbarschaft Mutterhaus/Kinderzentrum habe viele Synergie-Effekte und Vereinfachungen für alle Bereiche gebracht. Beim Thema „Bevölkerungsschutz“ wurde jetzt eine Art „Feuerprobe“ erfolgreich bewältigt: Rotkreuzschwestern aus Krefeld und auch aus Bonn waren mit anderen Rotkreuz-Einheiten bei der Evakuierung eines Krankenhauses und eines Seniorenstiftes mit mehr als 650 Bewohnern und Patienten Ende Mai in Moers im Einsatz. Da galt es, von jetzt auf gleich ein Kulturzentrum und eine Sportstätte so auszustatten, dass die Senioren und Patienten bis in den frühen Morgen des nächsten Tages gut versorgt waren. Auch die Stiftungsgründung, die vor knapp zwei Monaten offiziell verkündet wurde, ist in Krefeld auf positive Resonanz und Interesse gestoßen, so ihre Beobachtung. „Womit ich überhaupt nicht gerechnet habe, war die Tatsache, dass Wasserschäden uns lange und durchaus kostspielig beschäftigen würden – durch die Starkregen-Ereignisse in Fischeln und auch im früheren Mutterhaus an der Hohenzollernstraße“, erwähnt die Oberin ein Thema mit leichtem Galgenhumor. Was ihr wichtig ist: „Unsere Arbeit wird geprägt von den Werten des Roten Kreuzes sowie dem Gedanken der Schwesternschaft, Beruf, berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Familie miteinander verbinden zu können. Das vermitteln wir in unserem täglichen Handeln immer“, so Diane Kamps. Sie habe es in ihren ersten Berufsjahren selbst erfahren: „Ich hatte mich zu Beginn meiner Ausbildung für den Beitritt in die Schwesternschaft entschieden und bin immer unterstützt und in meiner beruflichen Entwicklung gefördert worden“, beschreibt sie. Für die Schwesternschaftsmitglieder – die seit Jahren auch Männer umfassen – sei es ein wichtiger Mehrwert, dass sie in verschiedensten Bereichen arbeiten können, ohne den Arbeitgeber zu wechseln. Das könne zum Beispiel sein, dass eine Pflegefachkraft aus der Krankenpflege im Krankenhaus in die hospizliche Arbeit oder die ambulante Pflege wechseln wolle, weil sich Interessen im Laufe eines Berufslebens entwickeln.

Finanziell ist die Schwesternschaft solide aufgestellt – wobei allerdings auch jede Spende wichtig ist: „Für Zusatzangebote etwa in der Kinder- und Jugendhospizarbeit, für Eltern- oder Geschwister- und Trauerangebote oder alternative Pflegeanwendungen erhalten wir keine Refinanzierung – hier liegt der Spendenbedarf jährlich bei rund einer Million Euro“, erklärt Diane Kamps

Nach der Mitgliederversammlung fand dann am Mutterhaus das Sommerfest der Schwesternschaft statt.

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