
Nettetal. Statistisch ist es viel wahrscheinlicher, dass wir “Letzte Hilfe” leisten müssen, als dass wir in die Situation kommen “Erste Hilfe” leisten zu müssen. Für letzteres haben die meisten Menschen schon einmal einen Kurs besucht, mindestens für die Führerscheinprüfung. Das Sterben und der Tod sind hingegen häufig noch Tabuthemen, dabei ist auch die Sterbebegleitung ein Akt der Mitmenschlichkeit. Es erfordert nur ein bisschen Mut und Wissen.
Im Nettetaler Krankenhaus haben sich mehrere erfahrene Palliativexpertinnen als zertifizierte Kursleiterinnen des bundesweiten Projektes „Letzte Hilfe“ ausbilden lassen. In so genannten Letzte Hilfe Kursen vermitteln sie interessierten Bürgerinnen und Bürgern, wie man nahestehende Menschen am Ende des Lebens unterstützen kann. Im Sinne eines kleinen 1×1 der Sterbebegleitung werden Basiswissen und Orientierungen sowie einfache Handgriffe vermittelt. „Wir möchten ermutigen, die Normalität des Sterbens als Teil des Lebens anzuerkennen und sich Sterbenden zuzuwenden“, erklärt Kursleiterin Gertrud Bollessen. In den Kursen werden mögliche Leiden als Teil des Sterbeprozesses thematisiert und wie man diese lindern kann. Es wird über das Abschiednehmen und über persönliche Grenzen gesprochen, ebenso über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.
Die nächsten beiden Kurse finden am 15. August sowie am 7. November jeweils von 10 bis 15 Uhr im Nettetaler Krankenhaus statt. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Eine Anmeldung unter teamletztehilfe@krankenhaus-nettetal.de ist erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei, das Krankenhaus freut sich jedoch über eine Spende an den Förderverein zugunsten der Palliativstation.
Vorschau Kurstermine “Letzte Hilfe” 2027 im Nettetaler Krankenhaus:
- März 2027
- Juni 2027
- September 2027
- November 2027
jeweils 10 bis 15 Uhr
- Anmeldung unter teamletztehilfe@krankenhaus-nettetal.de
- Bei hoher Nachfrage wird eine Warteliste geführt.
- Weitere Termine werden unter www.krankenhaus-nettetal.de bekannt gegeben.



















