Düsseldorf. Die Anforderungen an Unternehmen wachsen. Auch deshalb gehören Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeitenden heute zu den wichtigsten Zukunftsentscheidungen von Betrieben.
Wenn Unternehmen in die Gesundheit ihrer Belegschaft investieren, lohnt sich das gleich aus mehreren Gründen: Die Arbeitsunfähigkeit sinkt, die Mitarbeitenden sind zufriedener, der Wert der Unternehmensmarke steigt. Die AOK Rheinland/Hamburg zeichnet gemeinsam mit ihrem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF-Institut) jährlich Firmen aus, die sich besonders für die Gesundheit ihrer Beschäftigten engagieren. In diesem Jahr gehört die Landeshauptstadt Düsseldorf dazu.
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat den AOK-BGF-Gesundheitspreis in der Kategorie „Innovation & Engagement“ bekommen. Er wurde am Donnerstag, 9. Juli 2026, an Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, an den Düsseldorfer Personaldezernenten Olaf Wagner sowie an Sascha Martini, Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, verliehen. Dotiert ist die Auszeichnung mit 5.000 Euro Preisgeld für gesundheitsfördernde Maßnahmen allgemein und mit 3.000 Euro für Maßnahmen des BGF-Instituts. „Eine gesunde Unternehmenskultur entsteht nicht zufällig, sie ist das Ergebnis einer klaren Entscheidung und konsequenten Handelns. Die Landeshauptstadt Düsseldorf beweist mit ihrem Engagement, dass betriebliche Gesundheitsförderung ein strategischer Erfolgsfaktor ist“, sagt Sabine Deutscher, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg.
Mentale Gesundheit: 300 Beschäftigte zu Ersthelfenden ausgebildet
Mit rund 12.000 Mitarbeitenden in 46 Ämtern und Instituten sei die Landeshauptstadt so vielfältig wie die Gesellschaft selbst. Der Stadt Düsseldorf gehe es nicht um möglichst viele Maßnahmen, sondern um die richtigen. „Ein strukturiertes System, klare Ziele und Kennzahlen, regelmäßige Evaluationen bis hin zu einem eigenen Controlling-Bericht zeigen, dass Gesundheit hier aktiv gemanagt wird“, so Sabine Deutscher, die den Preis gemeinsam mit Michael Wenninghoff, Geschäftsführer des BGF-Instituts, im Düsseldorfer Rathaus überreicht hat.
Auch die Verbindung von Digitalisierung und Gesundheit überzeugt: KI-gestützte Ergonomie-Coaches, Virtual-Reality-Angebote oder eine E-Sport-Betriebssportgemeinschaft stehen für zeitgemäßes Gesundheitsmanagement. Zudem engagiert sich die Stadt Düsseldorf im Bereich der mentalen Gesundheit: Rund 300 ausgebildete Ersthelfende kümmern sich um psychische Gesundheit, Supervisionen und professionelle Kriseninterventionen.
Die weiteren Preisträger sind in diesem Jahr das Seniorenzentrum St. Anna aus Alsdorf (Kategorie Newcomer) und die Firma Jokey SE aus Wipperfürth (Kategorie Ganzheitlichkeit).
„Gesundheit am Arbeitsplatz ist heute kein ‚Nice to have‘ mehr, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor. Mitarbeitende erwarten ein gesundes Arbeitsumfeld – und das zu Recht. Wer in Gesundheit investiert, gewinnt motivierte, leistungsfähige Beschäftigte und schafft zugleich die Grundlage für ein stabiles, zukunftsfähiges Unternehmen. Gerade in einer zunehmend dynamischen und schnelllebigen Zeit stärkt das die Resilienz auf beiden Seiten“, sagt Sabine Deutscher.
Prävention und Gesundheitsförderung in allen Lebenswelten
Klar ist aber auch, dass Prävention und Gesundheitsförderung nicht allein auf das Berufsleben beschränkt werden dürfen, sondern in allen Lebenswelten gefördert und praktiziert werden müssen. Nur wenn es ein ganzheitliches und nachhaltiges System der Gesundheitsförderung gibt, das Lebenswelten verbindet, gesundes Aufwachsen ermöglicht und gesundes Leben fokussiert, können Gesundheitsförderung und Prävention erfolgreich sein.
Mit zahlreichen Programmen führt die AOK Rheinland/Hamburg Kinder ab dem Kita-Alter an die Themen mentale und psychische Gesundheit, Resilienz, Ernährung und Bewegung heran. In Kooperation mit dem Bund, den Ländern Nordrhein-Westfalen und Hamburg, Schulen, Hochschulen und weiteren Trägern ermöglicht die Gesundheitskasse Präventionsangebote entlang aller Lebensphasen, bis ins hohe Alter.





















