
Dortmund. Ein Thema, über das viele Betroffene nur ungern sprechen – obwohl Millionen Menschen darunter leiden: Blasen- und Darmfunktionsstörungen. Umso wichtiger sind medizinische Zentren, die ihre Expertise bündeln und Patientinnen und Patienten umfassend begleiten. Das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum am St. Josefs Hospital Dortmund-Hörde wurde von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft als „Zertifiziertes Kontinenz- und Beckenbodenzentrum der Komplexversorgung“ ausgezeichnet. Damit ist das St. Josefs Hospital das einzige von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum innerhalb des gesamten Verbundes der Kath. St. Paulus Gesellschaft. Die Zertifizierung bestätigt die hohe Qualität der interdisziplinären Zusammenarbeit sowie die Erfüllung anspruchsvoller Qualitätsstandards in Diagnostik, Therapie und Versorgung.
„Die erfolgreiche Zertifizierung ist für uns weit mehr als ein Qualitätssiegel – sie bestätigt unseren gemeinsamen Anspruch, Patientinnen und Patienten auf höchstem medizinischen Niveau zu versorgen“, betonen die Verantwortlichen des Zentrums. „Sie zeigt, dass unsere enge Zusammenarbeit zwischen Gynäkologie, Urologie und Chirurgie hervorragend funktioniert und den Menschen, die sich uns anvertrauen, unmittelbar zugutekommt.“
Das zertifizierte Zentrum vereint die Kompetenzen der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Christoph Hemcke, der Klinik für Urologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Oliver Moormann sowie der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. Heiner Wolters. Ergänzt wird das Netzwerk durch die Physikalische Therapie im Haus sowie das MVZ Prof. Uhlenbrock und Partner. Gemeinsam bieten die Kooperationspartner eine umfassende Diagnostik und individuell abgestimmte Behandlung für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen des Beckenbodens sowie Blasen- und Darmfunktionsstörungen.
Der Bedarf ist groß: Nach Angaben der Deutschen Kontinenz Gesellschaft sind in Deutschland rund zehn Millionen Menschen von Harn- oder Stuhlinkontinenz betroffen. Dennoch suchen viele aus Scham erst spät ärztliche Hilfe – obwohl moderne Behandlungsmöglichkeiten in den meisten Fällen eine deutliche Verbesserung der Beschwerden oder sogar Heilung ermöglichen können.
Gerade weil die Ursachen von Kontinenz- und Beckenbodenerkrankungen so vielfältig sind, braucht es häufig den Blick mehrerer Fachdisziplinen. Das komplexe Zusammenspiel von Organen, Muskulatur, Bindegewebe und Nerven im Beckenboden macht eine interdisziplinäre Diagnostik und Therapie oft unverzichtbar.
Genau hier liegt die besondere Stärke des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums am St. Josefs Hospital Dortmund-Hörde. Gynäkologinnen und Gynäkologen, Urologinnen und Urologen sowie Allgemein- und Viszeralchirurginnen und -chirurgen entwickeln gemeinsam für jede Patientin und jeden Patienten ein individuelles Behandlungskonzept. Nach den ambulanten und vorstationären Untersuchungen werden alle komplexen Fälle innerhalb einer Woche in interdisziplinären Fallkonferenzen besprochen. Die beteiligten Expertinnen und Experten legen gemeinsam die optimale Therapiestrategie fest, dokumentieren diese und übermitteln sie den einweisenden Ärztinnen und Ärzten. So entsteht eine lückenlose Versorgung, bei der alle Beteiligten eng zusammenarbeiten und die Betroffenen jederzeit in die Therapieentscheidung eingebunden sind.
„Inkontinenz und Beckenbodenbeschwerden bedeuten für viele Menschen einen erheblichen Verlust an Lebensqualität – und dennoch wird viel zu selten darüber gesprochen“, so die Verantwortlichen weiter. „Unser Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen und Betroffenen Mut zu machen, frühzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dank der engen Zusammenarbeit unserer Fachbereiche können wir auch komplexe Erkrankungen ganzheitlich beurteilen und individuelle Behandlungskonzepte aus einer Hand anbieten.“
Mit der erfolgreichen Zertifizierung setzt das St. Josefs Hospital Dortmund-Hörde ein deutliches Zeichen für qualitätsgesicherte Medizin und patientenorientierte Komplexversorgung. Als einziges von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifizierte Kontinenz- und Beckenbodenzentrum innerhalb der Kath. St. Paulus Gesellschaft unterstreicht das Hospital seine besondere Expertise in der interdisziplinären Behandlung von Kontinenz- und Beckenbodenerkrankungen und stärkt seine Rolle als regionales Kompetenzzentrum – mit einem klaren Ziel: mehr Lebensqualität für Menschen mit Kontinenz- und Beckenbodenbeschwerden.




















