Nettetal/Kreis Viersen. Mit einer gemeinsamen Feierstunde im Hinsbecker Friedenspark hat die Stadt Nettetal am Flaggentag der internationalen Initiative „Mayors for Peace“ ein deutliches Zeichen für Frieden, Verständigung und eine Welt ohne Atomwaffen gesetzt. Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der Städte und Gemeinden des Kreises Viersen sowie Landrat Bennet Gielen hisste Nettetals Bürgermeister Christian Küsters die Flagge der Mayors for Peace und unterstrich damit die gemeinsame Verantwortung der Kommunen für eine Kultur des Friedens.
„Frieden ist ein Anliegen, das uns alle verbindet“, begrüßte Bürgermeister Christian Küsters die Gäste auf dem Friedensplatz. In seiner Ansprache erinnerte er an das Gutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996, in dem die Androhung und der Einsatz von Atomwaffen grundsätzlich als völkerrechtswidrig eingestuft wurden und alle Staaten zur nuklearen Abrüstung aufgefordert wurden. Diese Botschaft habe angesichts zunehmender internationaler Spannungen und der weltweiten atomaren Aufrüstung nichts von ihrer Aktualität verloren.
Küsters machte deutlich, dass Kommunen internationale Konflikte zwar nicht lösen könnten, es aber umso wichtiger sei, Haltung zu zeigen und sich klar für Frieden und Menschlichkeit einzusetzen. Frieden beginne im Alltag – in Familien, Schulen, Vereinen, Städten und in der internationalen Begegnung mit den Partnerstädten.
Die Veranstaltung wurde von einem abwechslungsreichen und zugleich bewegenden Programm begleitet. Nach dem Hissen der Flagge gestalteten die Kinder der Katholischen Grundschule Hinsbeck einen eindrucksvollen Beitrag zum Thema Frieden. Sie hatten sich intensiv mit den Themen Zusammenhalt, Respekt und friedliches Miteinander auseinandergesetzt. Mit ihren Gedanken, Texten und dem Lied „Wir ziehen in den Frieden“ von Udo Lindenberg berührten die Grundschulkinder die Anwesenden und machten deutlich, wie selbstverständlich der Wunsch nach Frieden bereits für die Jüngsten ist.
Auch die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Nettetal setzten sich in ihrem Beitrag mit den Herausforderungen einer friedlichen Zukunft auseinander, regten mit ihren Worten zum Nachdenken an und bastelten zudem 170 Origami-Kraniche, die seit vielen Jahren in Japan als Friedens- und Hoffnungssymbol dienen.
Einen weiteren eindringlichen Akzent setzte Herbert Hochheimer von der Internationalen Ärzteorganisation zur Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). In seiner Rede machte er die verheerenden humanitären Folgen eines Atomwaffeneinsatzes eindrucksvoll deutlich und warb nachdrücklich für nukleare Abrüstung sowie eine konsequente Friedenspolitik.
Abgerundet wurde die Feierstunde durch Beiträge der Friedensgruppe sowie gemeinsame Friedensgebete der christlichen Kirchen. Mit der Teilnahme am Flaggentag bekräftigt die Stadt Nettetal erneut ihr Engagement innerhalb des weltweiten Netzwerks „Mayors for Peace“. Die Initiative verbindet Städte auf der ganzen Welt mit dem gemeinsamen Ziel, sich für Frieden, Dialog und die Abschaffung von Atomwaffen einzusetzen. Die Veranstaltung im Hinsbecker Friedenspark machte deutlich: Frieden beginnt vor Ort – und jede Generation kann ihren Beitrag dazu leisten.


















