Berlin/Düsseldorf/Kreis Viersen/Köln. Zum Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erklärt Henning Höne, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion und der Freien Demokraten NRW:
„Der abscheuliche Anschlag auf den CSD in Berlin macht mich wütend und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und Freunden. Der Staat versagt bei zentralen Sicherheitsaufgaben, wenn es immer wieder das gleiche Bild gibt: Der Verdächtige ist den Sicherheitsbehörden bekannt und wird dem islamistischen Milieu zugerechnet. Deutschland muss wieder ein Land werden, in dem wir uns an jedem Ort und zu jeder Zeit sicher fühlen. Statt Symbolpolitik wie Messerverbotszonen oder Grenzkontrollen muss dazu unter anderem Islamismus gezielt bekämpft werden: Mit gut ausgestatteten Sicherheitsbehörden, einer handlungsfähigen Justiz und einem Rechtsstaat, der auch bei Abschiebungen konsequent ist.“
Kreis Queersen e. V.: „Love always wins – Hass wird unsere Gemeinschaft nicht brechen.“
Der Kreis Queersen e. V. aus dem Kreis Viersen zeigt sich tief erschüttert über die Ereignisse beim Christopher Street Day in Berlin. Die Gedanken des Vereins gelten den Angehörigen der getöteten Person, den Verletzten sowie allen, die diesen schrecklichen Angriff miterleben mussten.
„Wer Menschen angreift, die für Liebe, Freiheit und Menschenwürde zusammenkommen, greift weit mehr an als eine Veranstaltung“, erklärt der Vorsitzende des Kreis Queersen e. V., David Neil Nethen. „Angegriffen wird die Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat, frei, sichtbar und ohne Angst zu leben.“
Der Verein betont zugleich, dass Gewalt ihr eigentliches Ziel nicht erreichen werde.
„Das stärkste Band zwischen Menschen ist nicht Angst. Es ist Liebe. Es ist Solidarität. Es ist die Erfahrung, füreinander einzustehen – gerade dann, wenn es schwierig wird. Niemand wird jemals die Kraft von Liebe, Freiheit und Zusammenhalt brechen.“
Christopher Street Days seien Ausdruck einer offenen und demokratischen Gesellschaft. Sie stünden für Sichtbarkeit, gegenseitigen Respekt und die Freiheit, unterschiedlich sein zu dürfen. Gerade deshalb dürfe Gewalt niemals bestimmen, wie Menschen ihre Identität leben oder für ihre Rechte eintreten.
„Hass kann verletzen. Er kann Angst säen. Aber er kann niemals das zerstören, was Menschen in gegenseitigem Respekt miteinander verbindet. Wer versucht, unsere Gemeinschaft auseinanderzutreiben, wird das Gegenteil erreichen: Unsere Solidarität wächst. Unsere Entschlossenheit wird größer.“
Der Kreis Queersen e. V. ruft dazu auf, den gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zu stärken und sich jeder Form von Menschenfeindlichkeit, Hass und Gewalt entschlossen entgegenzustellen. Die Antwort auf Einschüchterung sei nicht Rückzug, sondern Menschlichkeit, Zusammenhalt und die tägliche Entscheidung, die Würde jedes Menschen zu schützen.
„Love always wins.“ Dieser Satz ist weit mehr als ein Motto. Er sei Ausdruck einer Haltung, die sich weder durch Gewalt noch durch Hass brechen lasse.
Pantisano zum Anschlag auf den Berliner CSD: Hass darf niemals siegen
Zu dem Anschlag auf den Berliner CSD sagt der Vorsitzende Luigi Pantisano, der selbst vorher am CSD teilgenommen hat: “Gestern Abend erreichte mich die Nachricht, dass Menschen, mit denen ich am selben Tag noch gefeiert habe, angegriffen und verletzt wurden. Heute morgen erfahre ich, dass mindestens ein Mensch gestorben ist. Das erfüllt mich mit Entsetzen und tiefer Trauer. Meine Gedanken sind bei den Opfern. Bei denen, die gerade noch um ihr Leben kämpfen. Bei denen die das Erlebte verarbeiten müssen. Bei den Angehörigen. Bei der queeren Community, die sich wieder einmal tödlichem Hass ausgesetzt sieht.
Hass darf niemals siegen. Ich wünsche allen Kraft, weiter für ihr Recht auf Leben und Freiheit und Glück einzustehen. Die Linke wird dabei immer an ihrer Seite sein. Egal ob der Hass aus religiösem Fanatismus kommt oder die Angriffe und Anfeindungen aus einer anderen Ecke kommen. Wir müssen zusammenstehen und uns nicht einschüchtern lassen.
Heute ist ein Tag der Trauer und nicht der schnellen Rufe nach Konsequenzen. Wir müssen früher ansetzen. Hinschauen, wo Hass entsteht und wie man es verhindern kann. Im Gespräch bleiben und bessere soziale Bedingungen schaffen, auch wo es weh tut.
Man wird damit nicht die Hassenden zum Verschwinden bringen. Aber man kann das Umfeld austrocknen, auf dem sie wachsen. Wenn Sie uns Angst machen wollen, dann antworten wir mit Hoffnung und Liebe.”
Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester äußert sich zu Geschehnissen in Berlin
Oberbürgermeister Torsten Burmester: „Der Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diesen schrecklichen Angriff miterleben mussten.
Ein solcher Angriff richtet sich nicht nur gegen die Menschen vor Ort, sondern gegen die Werte, für die der Christopher Street Day steht: Freiheit, Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander. Hass und Gewalt dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben.
Köln steht fest an der Seite der queeren Community. Als Stadt der Vielfalt werden wir auch künftig alles dafür tun, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität frei, sicher und ohne Angst leben und feiern können. Berlin kann sich unserer Solidarität sicher sein.“
Anschlag auf CSD in Berlin: Statement von ver.di-Bundesvorstandsmitglied Silke Zimmer
Zum Anschlag auf den Christopher-Street-Day in Berlin erklärt Silke Zimmer, Mitglied im Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di):
„Wir sind erschüttert, entsetzt und fassungslos über den Anschlag auf den Umzug zum Christopher-Street-Day in Berlin. Wir sind mit unseren Gedanken bei den Opfern des Anschlags, den Hinterbliebenen und Angehörigen und hoffen inständig, dass alle Verletzten möglichst schnell genesen. Unser Dank richtet sich an die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei, die so schnell wie möglich für Hilfe gesorgt haben.
Dieser Anschlag richtet sich gegen uns alle: gegen eine offene, vielfältige, inklusive, demokratische und solidarische Gesellschaft, die Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder sexuellen Orientierung einschließt. Diese Gesellschaft ist stärker Hass und Intoleranz.“
CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Unser Mitgefühl gilt den Opfern
Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Throm, erklärt zum Anschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin:
„Der Anschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin erfüllt mich mit tiefer Trauer. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen der Getöteten und allen Verletzten. Diesen feigen Angriff auf unsere Freiheit verurteile ich auf das Schärfste.
Er führt uns die anhaltend hohe Bedrohung durch den Islamismus erneut schmerzhaft vor Augen. Diese Koalition betreibt entschlossen eine konsequente Sicherheitsoffensive mit weitreichenden Befugnissen für unsere Sicherheitsbehörden. Gerade an einem so traurigen Tag wird deutlich, wie notwendig dieser Kurs ist. Wir stellen die Sicherheitsinteressen der Bevölkerung in den Vordergrund.“





















