Oberhausen. Auf Einladung vom BUND Oberhausen stellte Umweltaktivist Dieudonné Agnama aus Togo am 23.07.2026 seine Projekte im Rahmen einer Veranstaltung der VHS vor.
Auch in Togo verursacht der Klimawandel sowohl weniger Niederschläge als auch Starkregen mit heftigen Überschwemmungen. Hinzu kommt der Anstieg des Meeresspiegels an der Küste.
Die natürlichen Ressourcen sind stark bedroht. Mit staatlicher und kommunaler Unterstützung können Fehlentwicklungen aufgefangen werden. Dieudonné Agnama berichtete über wichtige Naturschutzprojekte, wie z. B. Aufforstung der Mangrovenwälder, Schutz und Aufzucht der großen Meeresschildkröten, Anpflanzungen öffentlich genutzter Wälder, Vermeidung der Küstenerosion durch Wellenbrecher und einem Verbot von Sand- und Kiesabbau.
Brigita Trzeczak vom Verein Togo-Projekte e.V. übersetzte den Vortrag und erläuterte die Situation in Togo aus ihrer Perspektive als Initiatorin und Unterstützerin mehrerer Kindergarten- und Schulprojekte in Togo. Sie berichtete über das bisher noch ungelöste Müllproblem, das es keine flächendeckende staatliche Müllentsorgung gibt.
Auch sei die traditionelle Lebensweise, wobei das Holz der Wälder für die Kochstellen genutzt wird, während Solarkocher mit Skepsis betrachtet würden, eine Herausforderung,
Mit Interesse wurden die Ausführungen und Videos von den Teilnehmenden aufgenommen, Gäste aus England, Luxemburg und Belgien, die angereist waren, um den Vortrag von Dieudonné Agnama zu hören, trugen mit Fragen und Kommentaren zu einer lebhaften Diskussion bei.
Cornelia Schiemanowski, Sprecherin des BUND Oberhausen, bedankte sich für den Vortrag und den interessanten Austausch. Sie machte deutlich, dass angesichts der Klimakrise, deren Auswirkungen global erkennbar seien, ein globales Umdenken und nachhaltige Gegenmaßnahmen nötig wären. Deshalb sei der BUND e.V. Mitglied in dem internationalen Dachverband ‘Friends of the Earth International’ (FoEI), dessen Mitgliedsverband ‘Les Amis de la Terre’ im Togo aktiv sei. Sowohl in Togo wie auch bei uns sei es auch dem ehrenamtlichen Engagement zu verdanken, dass Klimaschutz und Naturschutz voran gebracht würden.



















