
Krefeld. Das Thema verbreitet sich immer mehr: Bei der DRK-Schwesternschaft Krefeld fand jetzt der zweite Basiskurs „Pflege im Bevölkerungsschutz“ statt. Die zwölf Teilnehmerinnen kamen aus Krefeld, Düsseldorf, Köln, Wiesbaden und Wien.
Der Hintergrund: Die DRK-Schwesternschaft Krefeld kooperiert mit der DRK-Schwesternschaft Bonn als Trägerin des „Kompetenzzentrums Pflege im Bevölkerungsschutz“. Dieses Kompetenzzentrum wurde unmittelbar nach der Ahrtal-Katastrophe vor fünf Jahren gegründet und steht nachhaltig für die Durchführung dieses Bildungsangebots, das in den kommenden Jahren noch mehr Bedeutung gewinnen wird. Der Kurs bereitet die Teilnehmenden intensiv auf die Anforderungen vor, die Pflegefachpersonen in Krisen- und Katastrophenlagen zu erwarten haben. Auf dem Lehrplan standen unter anderem die Themen Aufbau des Katastrophenschutzes, mögliche Szenarien / Einsatzlagen und Lagebeurteilung sowie praktische Themen wie die Kommunikation per Funk bei gestörten Handy-Netzen oder Planspiele. Wichtig für die Pflegefachpersonen sind zudem Fragen der Hygiene Promotion, der psychosozialen Unterstützung und rechtliche Grundlagen im Bevölkerungsschutz.
„Für mich als Vorstandsvorsitzende der DRK-Schwesternschaft Krefeld ist es wichtig, das Thema Pflege im Bevölkerungsschutz stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und auch der Pflege-Fachwelt zu rücken. Experten rechnen mit einer Zunahme von Klimafolgen wie Sturm und Starkregen, aber auch ein Massenanfall von Verletzten ist nicht mehr so weit weg von uns wie noch vor zehn Jahren“, so Diane Kamps. Pflegefachpersonen spielten in Krisenlagen eine Schlüsselrolle. Umso wichtiger sei es, sie gezielt auf außergewöhnliche Einsatzsituationen vorzubereiten und die notwendigen Kompetenzen nachhaltig zu vermitteln. Jüngstes Einsatzbeispiel für zwölf basisgeschulte Rotkreuzschwestern, davon sechs Krefelder, war die große Evakuierungs-Aktion einer Senioren-Einrichtung und des Bethanien Krankenhauses im Rahmen einer Bombensprengung in Moers vor etwa einem Monat.
Das Kurskonzept wurde vor knapp drei Jahren (2024) entwickelt. Mittlerweile sind bundesweit rund 210 Pflegefachkräfte qualifiziert – ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der Resilienz des Gesundheitswesens. Kamps gratuliert allen Absolventinnen herzlich und wünscht ihnen viel Erfolg dabei, die erlernten Inhalte und wichtigen Bausteine des Bevölkerungsschutzes in ihren Einrichtungen zu verankern. „Jede qualifizierte Pflegefachperson trägt dazu bei, unsere Gesundheitsversorgung auch in Krisenzeiten widerstandsfähiger zu machen“ betont sie.
Die DRK-Schwesternschaft Krefeld finanziert diese Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter/-innen aus eigener Tasche. Daher wäre sie für Spenden aus der Bevölkerung dankbar.
Das Spendenkonto findet sich auf www.drk-schwesternschaft-kr.de / Stichwort Bevölkerungsschutz.


















