
Duisburg. Im Rahmen der bundesweiten Sommertour „Soziale Ungleichheit bekämpfen“ besuchten Michael Groß, Vorsitzender des Präsidiums des AWO Bundesverbandes, Britta Altenkamp, stellvertretende Vorsitzende des Präsidiums, sowie Katrina Pfundt, Referentin für Altenhilfe, die AWO-Integration auf dem Lernbauernhof Ingenhammshof im Duisburger Norden. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bedeutung präventiver und niedrigschwelliger Unterstützungsangebote sowie die Auswirkungen zunehmender finanzieller Unsicherheiten auf die soziale Infrastruktur. Der AWO-Ingenhammshof verbindet als historischer Bauernhof Natur und Umweltbildung mit sozialer Arbeit und vereint Jugendhilfe, Integrationsarbeit, Gesundheitsförderung sowie Bildungs- und Begegnungsangebote. Damit steht er beispielhaft für den ganzheitlichen Ansatz der AWO-Integration.
Neben dem Lernbauernhof wurden auch die Schuldner- und Insolvenzberatung, die psychosoziale Betreuung sowie die Clearingstelle für Menschen ohne Krankenversicherung vorgestellt. Die Fachkräfte berichteten über steigende Herausforderungen – von Überschuldung über psychische Belastungen bis hin zu erschwerten Zugängen zur Gesundheitsversorgung ihrer Klientinnen und Klienten. Michael Groß betonte: „Der Ingenhammshof zeigt, wie soziale Infrastruktur funktioniert: Menschen erhalten frühzeitig Unterstützung, bevor aus kleinen Problemen große Krisen werden. Wer sozialen Zusammenhalt stärken will, muss solche präventiven Angebote dauerhaft sichern.“
Auch Dirk Franke, Geschäftsführer der AWO-Integration, warnte vor Kürzungen im sozialen Bereich: „Präventive Hilfen schaffen Teilhabe, stabilisieren Lebenslagen und verhindern, dass sich soziale Probleme verfestigen. Eine verlässliche soziale Infrastruktur ist eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Mit ihrer Sommertour macht die AWO bundesweit auf die Bedeutung einer starken sozialen Infrastruktur aufmerksam und fordert eine langfristige Absicherung präventiver Angebote.



















