
Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe DB InfraGO AG erklärt dazu: „Unsere Mitarbeitenden sollen besser geschützt sein: Dafür können sie jetzt auch auf eine Bodycam als Teil der persönlichen Schutzausrüstung zugreifen. Nach dem Alkoholkonsumverbot ergänzen wir damit einen weiteren Baustein im Sicherheitskonzept der Bahnhöfe.“
Bevor die Bodycams als technisches Hilfsmittel zum Einsatz kommen, absolvieren die Mitarbeitenden der DB eine umfassende Schulung rund um Einsatzbedingungen, Rechtsgrundlagen, Kennzeichnungspflichten sowie praktische Bedienung und Umgang mit der Bodycam.
Bodycams haben eine präventive Wirkung, dienen der Deeskalation von Konfliktsituationen und verringern Gewalttaten gegen DB-Mitarbeitende. Mitarbeitende von DB Sicherheit sind bereits seit vielen Jahren mit Bodycams an den Bahnhöfen unterwegs.
Die Ausdehnung des Einsatzes von Bodycams ist ein Ergebnis des „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“, den die DB gemeinsam mit Bund, Ländern, Gewerkschaften und Verkehrsbranche beschlossen hat. Seit Jahren steigt die Anzahl der Angriffe auf Bahn-Mitarbeitende: Im ersten Halbjahr 2026 kam es zu 50 Übergriffen gegen Servicemitarbeitende in den Bahnhöfen. Rund 300-mal sind Sicherheitskräfte in Zügen oder am Bahnhof angegriffen worden.
In Regionalzügen kam es im gleichen Zeitraum zu 989 Angriffen auf Mitarbeitende der DB Regio. Darunter sind 781 Fälle von einfacher Körperverletzung (schubsen, greifen, bespucken) sowie 185 Fälle von versuchter Körperverletzung. Leider waren auch 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Opfer schwerer Körperverletzungen. Unvergessen bleibt der Tod von Serkan Çalar zu Beginn des Jahres.
Ende Juli hatte die Deutsche Bahn ein bundesweites Alkoholkonsumverbot an 5.400 Bahnhöfen angekündigt, das schrittweise bis zum 15. Oktober 2026 umgesetzt werden soll. Alkoholfreie Stationen sollen die Sicherheit der DB-Mitarbeitenden und der Reisenden erhöhen.
InfoKlick: Übergriffe steigen: DB Regio reagiert mit Tonaufnahmen bei Bodycams




























