
Oberhausen. Die Oberhausener SPD teilt die Kritik am geplanten Auftritt der nordirischen Rapper „Kneecap“ und appelliert an den Veranstalter, das für den 20. August in der Turbinenhalle geplante Konzert noch einmal zu überdenken. Grund sind unter anderem konkrete Vorfälle bei früheren Auftritten der umstrittenen Band, auf denen „Kneecap“ Fahnen der Terror-Organisationen Hamas und Hisbollah präsentierten. Die nordirische Band beruft sich dabei auf eine „anti-koloniale“ Solidarität mit Palästinenserinnen und Palästinensern.
„Es gibt eine klare Trennlinie zwischen legitimer Kritik an der israelischen Regierung sowie Solidarität mit den Palästinenserinnen und Palästinensern auf der einen Seite und Terrorverherrlichung, Israelfeindlichkeit und Antisemitismus auf der anderen“, so die SPD-Vorsitzende und Stadtverordnete Denise Horn. Die öffentliche Unterstützung von terroristischen Organisationen lasse sich nicht so einfach mit einem allgemeinen Hinweis auf die notwendige Unterscheidung zwischen Israelkritik und Antisemitismus beiseiteschieben, wie dies der Veranstalter im Gespräch gegenüber einer regionalen Tageszeitung getan habe. „Vor dem Hintergrund der dokumentierten Vorfälle halten wir es für nicht verantwortbar, Kneecap in Oberhausen eine Bühne zu bieten“, erklärt auch der Fraktionsvorsitzende Manuel Prohl: Als Antikolonialismus verbrämter Antisemitismus darf auf Oberhausener Bühnen kein Platz haben.


















