(Foto: Verkehrswacht Mülheim)
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Mülheim an der Ruhr. Kurz vor dem Beginn des neuen Schuljahres haben Vorschulkinder der KiTa Auf den Hufen und der KiTa St. Mariae Himmelfahrt gemeinsam mit der Verkehrswacht Mülheim an der Ruhr auf die besondere Situation von Schulanfängern im Straßenverkehr aufmerksam gemacht. Auf einer Brücke über die B1 forderten die Kinder mit lautstarken Rufen mehr Achtsamkeit und Rücksicht – nicht nur zum Schulanfang.

In wenigen Tagen starten in Mülheim an der Ruhr fast 2.000 i-Dötzchen in ihre Schulzeit. Damit kommen zahlreiche junge und noch unerfahrene Verkehrsteilnehmer hinzu. Für die Schulanfänger beginnt damit auch die Herausforderung, ihren täglichen Schulweg sicher zu bewältigen. Gleichzeitig sind Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gefordert, besonders aufmerksam auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer zu achten.

Vorbereitung beginnt bereits in der Kita

Die Verkehrswacht Mülheim bereitet Kinder und Eltern bereits frühzeitig auf den Schulstart vor. Seit dem vergangenen Jahr werden an Mülheimer Kindertagesstätten Warnwesten und Broschüren zum sicheren Verhalten im Straßenverkehr verteilt. Die seit vielen Jahren durchgeführte Aktion wird beziehungsweise wurde durch Sponsoren wie DEKRA, die Sparkasse Mülheim, Gottfried Schultz Automobile, Beierlorzer und Hagebau unterstützt.

Mit dem Auftakt der diesjährigen Banneraktion nutzte die Verkehrswacht die Gelegenheit, erneut für einen sicheren Schulweg zu werben.

„Besonders wichtig ist, dass Eltern und Großeltern mit den Erstklässlern den sicheren Schulweg einüben“, betonte Gunter Zimmermeyer von der Verkehrswacht.

Polizei warnt vor dem „Elterntaxi“

Auch Carsten Zbick, stellvertretender Polizeidirektor, unterstützte den Appell und richtete gleichzeitig einen Hinweis an die Eltern. Kinder sollten möglichst nicht mit dem Auto direkt bis vor das Schultor gebracht werden.

„Die Kinder sollen zumindest das letzte Stück zu Fuß gehen, damit sie soziale Kontakte knüpfen und Sicherheit im Straßenverkehr gewinnen“, so Zbick.

Der Verzicht auf das sogenannte Elterntaxi soll damit nicht nur zur Verkehrssicherheit beitragen. Kinder erhalten zugleich die Möglichkeit, ihren Schulweg zunehmend selbstständig kennenzulernen und praktische Erfahrungen im Straßenverkehr zu sammeln.

Bezirksbürgermeisterin lobt Aktion

Auch Bezirksbürgermeisterin Elke Oesterwind hob die Bedeutung der jährlichen Aktion hervor. Sie bezeichnete die Banneraktion als wichtige Maßnahme für die Sicherheit der Mülheimer Schulkinder. Gleichzeitig verwies sie auf die Entwicklung der Unfallzahlen.

„Leider steigen die Unfallzahlen bundesweit und auch in Mülheim“, erklärte Oesterwind. Umso wichtiger sei es, die Aufmerksamkeit für die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr immer wieder neu zu schärfen.

Vorschulkinder als Botschafter

Im Mittelpunkt der Aktion standen jedoch die Kinder selbst. Mit ihren Rufen machten die Vorschulkinder insbesondere Autofahrer darauf aufmerksam, auf Schulkinder zu achten und ihnen im Straßenverkehr die notwendige Rücksicht entgegenzubringen.

Nach dem gemeinsamen Einsatz ging es für die Kinder über die Brücke weiter – am anderen Ende wartete bereits eine große Kiste mit Bananen. Marc-André Lenk hatte die Verpflegung vorbereitet und begleitete die Aktion nach Angaben der Verkehrswacht als Vater mit besonderem Engagement.

Die Botschaft der Aktion bleibt auch nach dem Schulstart sichtbar: An weiteren Brücken im Stadtgebiet hängen Banner mit dem Aufruf „Sicher zur Schule“ und dem Appell gegen das Elterntaxi – soweit entsprechende Flächen von der Stadt angemietet werden konnten.

Verkehrswacht appelliert an Eltern

Die Verkehrswacht Mülheim ruft insbesondere die Eltern der Schulanfänger dazu auf, den Schulweg gemeinsam mit ihren Kindern frühzeitig zu trainieren. Dabei sollten Kinder Schritt für Schritt lernen, Gefahrenstellen zu erkennen, Straßen sicher zu überqueren und sich selbstständig im Straßenverkehr zu bewegen.

Informationen und Anleitungen zum Einüben des sicheren Schulwegs stellt die Verkehrswacht Mülheim nach eigenen Angaben über ihre Social-Media-Kanäle und ihre Internetseite zur Verfügung.

Das Ziel der Aktion geht dabei über den ersten Schultag hinaus: Die Freude und Begeisterung der Kinder am neuen Lebensabschnitt soll möglichst ungetrübt bleiben – und der tägliche Weg zur Schule sicher gelingen.

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