Kreis Wesel. Die FDP/BZD-Kreistagsfraktion will wissen, wie die vom Kreistag bereitgestellten 20.000 Euro für die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse bislang verwendet wurden und in welchem Umfang künftig Landesfördermittel die Belastung des Kreishaushalts reduzieren können.
Der Kreistag hatte im Dezember 2025 zusätzliche 20.000 Euro für die Bekämpfung der invasiven Art bereitgestellt. Die FDP/BZD-Fraktion hatte sich bereits damals gegen die freiwillige Leistung ausgesprochen und darauf hingewiesen, dass die Finanzierung entsprechender Maßnahmen nicht dauerhaft Aufgabe des Kreises sein sollte.
„Die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse ist wichtig. Das bedeutet aber nicht, dass der Kreis bei der Finanzierung auf Landesmittel verzichten darf“, erklärt Fraktionsvorsitzender Constantin Borges. „Wenn inzwischen ein Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen existiert, muss geprüft werden, welche Kosten darüber übernommen werden können.“
Mit einer aktuellen Anfrage an den Landrat verlangt die Fraktion deshalb eine detaillierte Aufstellung über die bisherige Verwendung der 20.000 Euro. Unter anderem soll offengelegt werden, welche Ausgaben für Bekämpfungstechnik, Schutzkleidung, Dienstleistungen und weitere Maßnahmen entstanden sind und wie viel der bereitgestellten Mittel noch zur Verfügung steht.
Darüber hinaus fragt die FDP/BZD nach der Zahl der eingegangenen Meldungen und tatsächlich bestätigten Nester sowie nach der Zahl der beseitigten Embryonal-, Primär- und Sekundärnester. Auch die dabei entstandenen Gesamtkosten und durchschnittlichen Kosten je Nesttyp sollen transparent dargestellt werden.
Besonders im Fokus steht für die Fraktion die neue Förderrichtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen vom 14. Juli 2026. Diese eröffnet unter anderem Fördermöglichkeiten für Schutzausrüstung, Bekämpfungstechnik sowie die Beseitigung von Primär- und Sekundärnestern.

„Wir wollen wissen, ob für die Maßnahmen im Kreis Wesel bereits Fördermittel beantragt wurden und falls nicht, warum nicht“, so Borges. „Sollte der Kreis selbst nicht antragsberechtigt sein, muss zumindest sichergestellt werden, dass der zuständige Imkerverband über die Fördermöglichkeiten informiert ist und diese für Maßnahmen im Kreis Wesel nutzt.“
Aus Sicht der FDP/BZD-Fraktion geht es dabei nicht darum, die Bekämpfung der Asiatischen Hornisse infrage zu stellen. Vielmehr müsse die Finanzierung auf eine nachhaltige und für die Bürgerinnen und Bürger möglichst kostengünstige Grundlage gestellt werden.
„Freiwillige Kreismittel sollten nicht einfach weiterlaufen, wenn andere staatliche Ebenen die entsprechenden Maßnahmen fördern“, betont Borges. „Wir erwarten deshalb auch eine Einschätzung der Kreisverwaltung, in welchem Umfang die bisherigen Kreismittel künftig durch Landesförderung ersetzt werden können und ob eine weitere Bereitstellung von 20.000 Euro im Haushalt 2027 überhaupt noch erforderlich ist.“
Die FDP/BZD-Fraktion sieht die Anfrage damit auch als Beitrag zu mehr Haushaltsdisziplin und Transparenz bei freiwilligen Leistungen des Kreises.























