Düsseldorf. Das wunderbare Jugendsinfonieorchester der Tonhalle nimmt sich mit Tschaikowsky 5 einen echten Klassiker vor – und pustet ihm mit jugendlicher Energie den Staub vom Notenpult. Die Musik ist voller großer Gefühle, entfaltet schicksalhafte Wucht und bringt Melodien mit Ohrwurmpotenzial mit, die auf den frischen Blick junger Musikerinnen und Musiker treffen. So klingt ein Klassiker, wenn eine neue Generation ihn sich zu eigen macht. Mit Bizets feuriger »Carmen«-Ouvertüre und Mozarts Oboenkonzert beginnt der Abend mit Esprit, Eleganz und reichlich musikalischem Funkenflug. Nach der Premiere in der Tonhalle geht Big Bang on Tour, und das JSO präsentiert das Konzertprogramm am 23. Oktober ein zweites Mal bei einem Gastspiel in Ingelheim.
Am Pult des JSO steht der lettische Dirigent Vilmantas Kaliunas, der heute in Hamburg zu Hause ist. Er absolvierte sein Dirigierstudium an der Hochschule für Musik »Franz Liszt« in Weimar. Vilmantas Kaliunas arbeitete bereits mit renommierten Klangkörpern wie dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig, der Deutschen Radiophilharmonie, den Bochumer Symphonikern, den Symphonikern Hamburg, dem Litauischen Nationalorchester und dem Elbphilharmonieorchester.
Solist des Oboenkonzerts ist der gerade einmal 17-jährige Guo Yu, der im vergangenen Jahr beim Aeolus Bläserwettbewerb den Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks gewann. Er studiert Oboe bei Professor Jin Jingchun und besucht die Oberstufe der Mittelschule des Zentralen Konservatoriums für Musik in Peking. Trotz seines jungen Alters hat er sich bereits durch bemerkenswerte Wettbewerbserfolge und künstlerische Leistungen als vielversprechender Nachwuchsmusiker profiliert. Mit seiner technischen Brillanz, musikalischen Reife und außergewöhnlichen Ausdruckskraft zählt Guo Yu zu den vielversprechendsten jungen Oboentalenten seiner Generation.
Die Tonhalle Düsseldorf ist nicht nur die Heimat der »großen« Düsseldorfer Symphoniker. Unter ihrem Dach musizieren auch drei Orchester speziell für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene: das Kinderorchester, das U 16-Orchester und das Jugendsinfonieorchester (JSO). In den jungen Orchestern entdecken Kinder und Jugendliche die Welt der Musik – spielerisch, aber auch mit Anspruch. Auf dem Programm stehen große Meisterwerke des klassischen Repertoires, teils in pädagogisch angepassten Bearbeitungen und mit differenziertem Notenmaterial, das individuell auf das Können der jungen Orchestermitglieder zugeschnitten ist. Auch Filmmusik, Videospielmusik, Popularmusik oder Neue Musik werden gespielt. Nicht wenige Kinder unternehmen in der Tonhalle eine echte »Orchesterreise«: Sie starten ganz jung im Kinderorchester, wechseln dann als Jugendliche ins U 16, und die Besten spielen als junge Erwachsene schließlich im JSO.
Die Freude am Musizieren und das musikalische Miteinander stehen immer im Mittelpunkt. Neben musikalischen Fähigkeiten wachsen Schritt für Schritt auch Teamgeist und Selbstvertrauen: Die jungen Orchestermitglieder lernen, aufeinander zu hören, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam etwas Großes zu schaffen. Proben, Konzerte und gemeinsame Orchesterfahrten stärken den Zusammenhalt und sorgen für viele schöne Erlebnisse. Seit Herbst 2025 begleitet ein neues Leitungsteam die Kinder und Jugendlichen mit frischen Ideen, großem Engagement und viel (Spiel-)Freude: Beim Kinderorchester geben Jenny Heilig und Frieder Ziemendorf den Takt vor, das U 16-Orchester leiten Jenny Heilig und Luke Pan, und das JSO arbeitet ganz wie die Profis mit wechselnden namhaften Gastdirigenten, unterstützt von Assistenzdirigentinnen und Tutorinnen.
Tonhalle Düsseldorf gGmbH, Ehrenhof 1, 40479 Düsseldorf, www.tonhalle.de
Big Bang: Tschaikowsky 5
Sonntag, 11. Oktober 2026, 18:00 Uhr
Mendelssohn-Saal
Tickets: 12 – 28 Euro, Studierende und Schüler*innen 50 % Rabatt in PK 1 bis 3, 8 Euro in PK 4 und 5





















