Krefeld. Volleyball mit Britta, Badminton mit Daniel oder auch Basketball mit Benjamin: Sobald das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Stadt Krefeld die neue monatliche Übersicht des After-Work-Programms intern veröffentlicht, sind die Plätze schnell vergeben. Das Projekt „Mitarbeitende für Mitarbeitende“ kommt in der Stadtverwaltung gut an.

Immer dienstags von 18.30 bis 20 Uhr bieten städtische Beschäftigte Sport- und Fitnesskurse in der Sporthalle des Hauses der Bildung an und bringen dabei ihre eigene Expertise als Kursleiterinnen und Kursleiter ein. „Über die Mitarbeitenden-App Mika erreicht das Sportangebot unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der gesamten Verwaltung – auch die Beschäftigten ohne festen Büroarbeitsplatz, zum Beispiel in den Kitas oder im Kommunalen Ordnungsdienst“, sagt die Beigeordnete Cigdem Bern, auf deren Initiative das Projekt zurückgeht. „Ich freue mich sehr, dass das Programm in der gesamten Verwaltung mit durchweg positivem Feedback und wachsender Begeisterung angenommen wird.“

Für die Abendkurse stellt das BGM-Team im Fachbereich Verwaltungssteuerung und -service seit Januar monatlich ein ausgewogenes Angebot aus Beweglichkeit, Krafttraining, Fitness und Entspannung zusammen – überwiegend geleitet von städtischen Kolleginnen und Kollegen. Da der Fachbereich Sport mit der Fertigstellung des Hauses der Bildung eine feste Hallenzeit neben Schul- und Vereinssport in der städtischen Turnhalle anbieten konnte, können die Kurse nahezu kostenneutral angeboten werden. „Mit den wechselnden Schnupperangeboten möchten wir die Kolleginnen und Kollegen ermutigen, neue Sportarten auszuprobieren“, erklären Kerstin Beging und Gina Schulte, die das Programm jeden Dienstagabend begleiten. „Eine dauerhafte individuelle Betreuung können wir nicht leisten – Gesundheit bleibt letztlich Eigenverantwortung –, aber wir wollen Impulse setzen und zur Bewegung motivieren.“ Entscheidend sei dabei weiterhin die persönliche Ansprache der Mitarbeitenden durch die Kolleginnen im BGM – mit Erfolg: In den vergangenen Monaten waren fast alle Kurse ausgebucht. Viele Teilnehmende kommen regelmäßig wieder, probieren unterschiedliche Kurse aus und empfehlen das Angebot weiter.

Kursleiterin Britta Fabian ist Sachbearbeiterin in der Verwaltung des Fachbereichs Feuerwehr und Zivilschutz. Im After-Work-Programm des BGM bietet sie VolleyballKurse und Kurse für „Kraft und Beweglichkeit“ an. Für sie ist das Anleiten von Kolleginnen und Kollegen nicht neu, auch beim Dienstsport der Feuerwehr übernimmt sie verschiedene Übungseinheiten. „Den Übungsleiterschein habe ich bereits als Schülerin in der Oberstufe absolviert“, berichtet die städtische Mitarbeiterin. „Bei der Feuerwehr habe ich ihn dann aufgefrischt, um neben der Planung des Dienstsports für die Mitarbeitenden regelmäßig auch die Leitung des Koordinationstrainings oder des Circuit-Trainings zu übernehmen.“

Auf die Anfrage aus dem Fachbereich Verwaltungssteuerung und -service hin biete sie nun gerne auch Kurse für das BGM an, so Britta Fabian. „Dabei kann ich ebenfalls Kolleginnen und Kollegen zum Sport motivieren, wenn auch nicht aus dem unmittelbaren Umfeld. Da mir die Teilnehmenden zumeist nicht bekannt sind, muss ich hier allerdings darauf achten, dass die Übungen für alle möglich sind.“ Beim Volleyball gehe es um Technik, Koordination und gemeinsames Spiel: „Perfekt für alle, die Lust auf ein lebendiges Teamtraining haben“, sagt die erfahrene Kursleiterin. Der Kurs „Kraft und Beweglichkeit“ verspricht ein funktionelles Training, das Kraft, Stabilität und Flexibilität kombiniert.

Neben der Gesundheitsförderung sehen die Organisatorinnen einen weiteren großen Mehrwert im After-Work-Programm. Hier treffen ganz unterschiedliche Mitarbeitende aus den verschiedenen Fachbereichen der Stadtverwaltung aufeinander, die sich oft nur aus dem Arbeitskontext kennen – vielleicht sogar nur vom Telefon. In ihrer Freizeit haben sie nun die Gelegenheit, sich ungezwungen kennenzulernen. Die damit verbundene Stärkung des Wir-Gefühls sollte auch in den Ferienzeiten nicht verloren gehen, in denen die Schulsporthalle geschlossen ist, so das BGM. Für die Sommerferien hatte das Team deshalb ein Programm mit Kursen an alternativen Orten zusammengestellt. Das umfasste zum Beispiel OutdoorAktionen im Kaiser-Wilhelm-Park, am Elfrather See und auf dem Sonnendeck am Bleichpfad-Quartier. Für Yoga-Meditationen am Morgen sowie Abend-Meditationen hat das Deutsche Textilmuseum Räume zur Verfügung stellt. Perspektivisch sollen auch die neu entstehenden Bewegungsangebote am Elfrather See einbezogen werden – mit einem Outdoor-Programm aus Basketball, Fußball und Laufangeboten.

Seit vielen Jahren fördert das Betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadt Krefeld mit unterschiedlichen Sport- und Bewegungsangeboten die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der städtischen Mitarbeitenden. Dazu zählen präventive Kurse am Arbeitsplatz, zum Beispiel mit Sportkursen, Kooperationen im Bereich Fitness, ergonomische Beratungen sowie gemeinsame Teamevents wie den Charity-Run oder den Krefelder Hospizlauf für den guten Zweck. Auch im Rahmen des Stadtradelns fanden BGM-Aktionen statt, darunter eine Rennradtour für sportlich Ambitionierte sowie eine Entdeckertour auf Krefelder Routen.

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