Mülheim an der Ruhr. Die Camera Obscura zeigt vom 20. September bis 8. November eine neue Wechselausstellung. Unter dem Titel: „Gjakmarrje – In the Blood“ sind 25 Fotografien zu sehen, die den Alltag einer albanischen Familie, die in Blutrache lebt, zeigen. Birte Kaufmann hat die Familie, die seit dem Jahr 2000 in dieser Situation lebt, von 2015 bis 2017 fotografisch begleitet.
Der Ursprung der Blutrache liegt im Kanun, einem alten nordalbanischen Gesetz, das nur mündlich überliefert ist und vom Staat verboten ist. Der Kanun berührt alle Aspekte des täglichen Lebens in der Bergregion. Nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktatur erlebte dieser in der gesetzlosen Interimszeit allerdings eine Wiederkehr.
Wer Blut nimmt, muss Blut geben: Jeder männliche Angehörige über 14 Jahre kann zum Opfer werden. Der einzig sichere Platz ist das Haus.
Birte Kaufmann hatte bereits 2006 mit ihrer Fotografie-Abschlussarbeit (Folkwang Universität der Künste) über ein Dorf in Nigeria den Ausstellungsreigen in der Camera Obscura eröffnet.
Die Eröffnung zur aktuellen Ausstellung ist am Sonntag, 20. September, um 11 Uhr im Wechselausstellungsbereich der Camera Obscura.
Der Eintritt zur Vernissage ist frei, danach gilt in Verbindung mit der Dauerausstellung der reguläre Eintrittspreis von 6 € / 4,50 € (mit Ermäßigungsanspruch). Die Öffnungszeiten des von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betriebenen Museums sind mittwochs bis sonntags von 10 bis 17 Uhr.
InfoKlick: camera-obscura-muelheim.de




















