Wesel. Die Gewinnerin des Erna-Suhrborg-Preises 2026, Bettina Hachmann, präsentiert ihre Arbeiten ab Freitag, 18. September, in der Hauptstelle der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe (Nispa) in Wesel. Unter dem Titel „Lebenslinien“ sind ihre Werke bis zum 6. November 2026 in den Räumen an der Bismarckstraße 1 zu sehen.
Die Ausstellung wird am Freitag, 18. September, eröffnet. Einlass ist ab 17 Uhr, die Eröffnung beginnt um 17.30 Uhr. Interessierte Besucherinnen und Besucher haben dabei die Gelegenheit, Bettina Hachmann und ihre künstlerische Arbeit persönlich kennenzulernen.
Hachmann beschäftigt sich in ihrer Malerei mit Spuren, Erfahrungen und Veränderungen, die das Leben hinterlässt. Auf ihrer Internetseite beschreibt die Künstlerin ihre Arbeiten als Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Verletzlichkeit, aber ebenso mit Neubeginn und Heilung. Charakteristisch sind vielschichtige Farbaufträge und feine Linien, die in die noch feuchte Farbe eingearbeitet werden. Teilweise wird die Leinwand geöffnet, sodass verborgene Ebenen sichtbar werden. Auf diese Weise entstehen Werke, die zum genaueren Betrachten und zur persönlichen Auseinandersetzung einladen.
Der Titel „Lebenslinien“ verweist damit nicht nur auf die sichtbaren Linien und Strukturen in den Bildern, sondern auch auf die individuellen Spuren des Lebens. Hachmann verbindet dabei eine reduzierte Farbigkeit mit unterschiedlichen Grau- und Farbabstufungen sowie einer bewusst vielschichtigen Bildoberfläche.
Erna-Suhrborg-Preis fördert autodidaktische Künstlerinnen
Der Erna-Suhrborg-Preis wird vom Städtischen Museum Wesel alle drei Jahre vergeben. Gestiftet wurde die Auszeichnung von Gabriele und Hans-Dieter Suhrborg. Sie richtet sich an bildende Künstlerinnen, die keinen Hochschulabschluss im Bereich der bildenden Kunst besitzen, sich aber bereits durch Ausstellungserfahrung und eine hohe künstlerische Qualität ausgezeichnet haben.
Der Preis erinnert an die Weseler Malerin Erna Suhrborg (1910–1995), die selbst ohne akademisches Kunststudium eine eigenständige künstlerische Position entwickelte. Die Förderung von Künstlerinnen außerhalb des klassischen akademischen Ausbildungsweges gehört deshalb zum besonderen Profil der Auszeichnung. Der Wettbewerb wurde erstmals 2017 vergeben.
2026 setzte sich Bettina Hachmann gegen zahlreiche Mitbewerberinnen durch. Der Hauptpreis ist mit 2.000 Euro dotiert und beinhaltet zudem die Möglichkeit einer Einzelausstellung in den Räumen der Niederrheinischen Sparkasse RheinLippe in Wesel.
Auch Siegerbild des Nachwuchspreises wird gezeigt
Neben den Arbeiten der aktuellen Preisträgerin wird bei der Ausstellungseröffnung auch das Siegerbild von Emma Marie Kunst präsentiert. Kunst wurde 2023 mit dem Erna-Suhrborg-Nachwuchspreis ausgezeichnet. Die damals 18-jährige Schülerin des Andreas-Vesalius-Gymnasiums in Wesel hatte bereits seit ihrer Kindheit eine besondere Verbindung zur Kunst. Ihr Siegerwerk wird nun gemeinsam mit den Arbeiten der diesjährigen Preisträgerin in der Nispa-Hauptstelle zu sehen sein.
Damit schlägt die Ausstellung zugleich eine Brücke zwischen den verschiedenen Generationen von Künstlerinnen, die durch den Erna-Suhrborg-Preis und den Nachwuchspreis gefördert werden.
Ausstellung bis zum 6. November
Die Ausstellung „Lebenslinien“ ist vom 18. September bis zum 6. November 2026 in der Nispa-Hauptstelle, Bismarckstraße 1, 46483 Wesel, zu sehen. Die regulären Öffnungszeiten sind montags von 9 bis 16.30 Uhr, dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr, mittwochs von 9 bis 16.30 Uhr sowie freitags von 9 bis 14 Uhr.
Für die Ausstellungseröffnung am 18. September ist aufgrund der begrenzten Platzkapazitäten eine Anmeldung erforderlich. Diese ist noch bis Donnerstag, 17. September, per E-Mail an oeffentlichkeitsarbeit@nispa.de oder über die Kunstseite der Nispa möglich.























