Neben dem in Reken tätigen Netzbetrieb sowie den vor Ort agierenden Planerinnen und Planern unterstützen weitere zentrale Teams der Westnetz bei der Steuerung der Aktivitäten in der Region. Alle freuen sich gemeinsam über das 25-jährige Jubiläum der Betriebsstelle (Foto: Westnetz)

Reken. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westnetz-Betriebsstelle in Reken gab es in der vergangenen Woche einen besonderen Anlass zum Feiern: Ihr Standort am Rudolf-Diesel-Ring wurde 25 Jahre alt. Das Jubiläum bot die Gelegenheit, die Bedeutung der Betriebsstelle für die Region zu würdigen.

Bei einer kleinen Jubiläumsfeier kamen neben Westenergie- und Westnetz-Mitarbeitenden auch Vertreterinnen und Vertreter aus den Kommunen, die seitens der Betriebsstelle Reken betreut werden, zusammen. Gemeinsam mit den Mitarbeitenden blickten sie auf die vergangenen 25 Jahre zurück. Auch der Bürgermeister der Gemeinde Reken, Manuel Deitert, gratulierte zum Jubiläum. „Die Zusammenarbeit mit dem Team der Westnetz vor Ort funktioniert seit vielen Jahren sehr gut. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitenden herzlich bedanken“, sagte er und unterstrich damit die Bedeutung der Betriebsstelle für Reken und die umliegenden Kommunen.

Bereits vor dem Einzug im Jahr 2001, der den offiziellen Start der Betriebsstelle Reken markierte, lohnt sich ein Blick zurück: Mit dem ersten Spatenstich am Rudolf-Diesel-Ring wurde 1999 der Grundstein für den heutigen Standort gelegt. Schon damals kümmerte sich das Team der Betriebsstelle Reken unter der Flagge der RWE um die zuverlässige Versorgung der Kommunen Velen, Reken, Heiden, Raesfeld und Gescher, in denen Westnetz bis heute als Verteilnetzbetreiber tätig ist. Unter der Leitung von Maria Allnoch vereinte der Standort die Bereiche Netzbetrieb, Planung, Netzvertrieb, Bauwesen und Zählerwesen. Heute sind dort das Netzbetriebsteam sowie Kolleginnen und Kollegen der Netzplanung aktiv.

Einer, der die Entwicklung der Betriebsstelle von Anfang an begleitet hat, ist Ludger Roß. Er erlebte den Umzug in das neue Gebäude als zweiter Betriebsmeister, wurde 2010 Netzbetriebsmeister und war bis zu seinem Ruhestand im September 2023 am Standort tätig. „Wenn ich auf die vergangenen 25 Jahre zurückblicke, bin ich vor allem stolz auf die Menschen, die hier gearbeitet haben. Technik und Strukturen haben sich verändert, aber die Verlässlichkeit, die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern und der starke Zusammenhalt im Team sind geblieben.“ Die Betriebsstelle war von Beginn an oftmals die erste Anlaufstelle für die Anliegen der Menschen. Auch wenn einige Aufgaben zentralisiert worden sind, ist das bis heute zum großen Teil so geblieben. Zudem trägt das Westnetz-Team die Verantwortung für die Netze, sorgt für einen sicheren Netzbetrieb und hält so die Versorgungssicherheit hoch.

Unvergessene Momente

Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen das Schneechaos im Münsterland Anfang 2005. Extreme Schneemassen führten damals zu erheblichen Schäden an Freileitungen und verursachten großflächige Stromausfälle. Auch die Mannschaft in Reken war über viele Stunden und Tage hinweg im Dauereinsatz, um die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen. „Dieser Fall hat gezeigt, was ein starkes Team leisten kann. Darüber sprechen viele Kolleginnen und Kollegen heute noch“, erinnert sich Ludger Roß. Weit über die Region hinaus Beachtung fand einige Jahre später das europäische Forschungsprojekt Grid4EU, an dem auch das Netzbetriebsteam der Betriebsstelle Reken beteiligt war. Ziel des Projekts war es, intelligente Stromnetze unter realen Bedingungen zu testen. Viele der damals erprobten Ansätze können als Vorläufer der aktuellen Digitalisierungsmaßnahmen verstanden werden und bilden eine wichtige Grundlage für die durchgreifende Smartifizierung der Netze.

Bedeutender Standort für die Region

Für den heutigen Netzmeister Alexander Wübbeling steht fest, warum die Betriebsstelle Reken auch nach 25 Jahren eine große Bedeutung für die Region hat: „Unsere Stärke ist die Nähe zur Region. Bei Störungen oder Fragen sind wir schnell vor Ort. Die Menschen kennen uns und wissen, an wen sie sich wenden können. Gleichzeitig treiben wir die Digitalisierung des Netzes und die Energiewende aktiv mit voran.“ Auch der Leiter des Regionalzentrums Münster, Michael Wilch, würdigt die Arbeit des Standorts: „Die Betriebsstelle Reken steht seit 25 Jahren für Verlässlichkeit, Kompetenz und Kundennähe. Gerade in Zeiten der Energiewende brauchen wir engagierte Teams vor Ort, die Herausforderungen annehmen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Ich danke allen Mitarbeitenden, die den Standort in den vergangenen Jahren geprägt haben.“

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