Rees. Cybermobbing, Cyber-Grooming und andere Formen digitaler Gewalt gehören für viele Kinder und Jugendliche mittlerweile zum Alltag. Doch wie lassen sich Gefahren im Internet frühzeitig erkennen? Was können Eltern und Lehrkräfte tun, wenn Kinder betroffen sind? Und wo erhalten Betroffene konkrete Unterstützung?
Diesen Fragen widmet sich ein kostenloser Informations- und Elternabend der FDP Rees am Dienstag, 13. Oktober 2026, im Bürgerhaus Rees, Marktplatz 2. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Wir müssen reden“ statt und beginnt um 18 Uhr. Das Ende ist gegen 21 Uhr vorgesehen. Eingeladen sind Eltern, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Der Eintritt ist frei.
Unter dem Titel „Was tun gegen Mobbing im Netz?“ beleuchten drei Referenten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: der praktischen Opferhilfe, der Politik sowie der Medien und Gesellschaft. Ziel ist es, über Risiken digitaler Gewalt aufzuklären, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und konkrete Hilfsangebote vorzustellen.
Unterstützung für Betroffene und Angehörige
Den Auftakt macht um 18.10 Uhr Horst Groß, Leiter der Außenstelle Wesel des WEISSEN RINGS. Aus seiner praktischen Arbeit in der Opferhilfe berichtet er über das Erkennen von Cybermobbing und Cyber-Grooming, mögliche psychische Folgen sowie Warnsignale bei Kindern und Jugendlichen.
Darüber hinaus stellt er Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige vor und erläutert, welche Möglichkeiten zur Prävention im schulischen und familiären Umfeld bestehen. Auch die Orientierung im Beratungs- und Hilfenetzwerk wird thematisiert. Im Anschluss ist ab 18.45 Uhr Gelegenheit für Fragen und Austausch.
Politische Verantwortung und Schutz im digitalen Raum
Um 19 Uhr folgt die politische Perspektive. Nadja Zaya, Mitglied im Präsidium der FDP und Rechtsreferendarin am Oberlandesgericht Braunschweig, wird digital zugeschaltet.
Sie beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen Schulen und Familien beim Umgang mit digitaler Gewalt begegnen, sowie mit bereits bestehenden Maßnahmen von Politik und Bildungseinrichtungen. Zudem geht es um weiteren Handlungsbedarf und die Frage, wie ein wirksamer Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum gelingen kann.
Auch hier ist im Anschluss, ab 19.40 Uhr, eine Fragerunde vorgesehen.
Warum Konflikte im Internet eskalieren
Den Abschluss der Vortragsreihe gestaltet ab 19.55 Uhr der freie Journalist Stefan Laurin. Unter der Überschrift „Was passiert wirklich im Netz?“ beleuchtet er Mechanismen und Dynamiken digitaler Konflikte sowie die Rolle von Medien und Öffentlichkeit bei Cybermobbing.
Dabei geht es unter anderem um die Frage, warum Konflikte im Internet häufig schnell eskalieren, welchen Einfluss soziale Netzwerke, Reichweite und Gruppendynamiken haben und welche Folgen die Verbreitung von Screenshots und Videos haben kann. Auch die Rolle von Medien und Journalismus sowie Erkenntnisse aus konkreten Fallbeispielen werden thematisiert.
Ab 20.40 Uhr besteht erneut Gelegenheit zum Austausch mit dem Referenten. Gegen 21 Uhr endet die Veranstaltung.
Informieren, sensibilisieren und gemeinsam vorbeugen
Der Informationsabend soll verständlich und praxisnah aufzeigen, wie Eltern erkennen können, ob ihr Kind von digitaler Gewalt betroffen ist, welche Schritte im Ernstfall sinnvoll sind und wo Hilfe erhältlich ist. Zugleich soll er Möglichkeiten aufzeigen, wie Schulen, Familien und gesellschaftliche Akteure gemeinsam vorbeugen können.
Die Vorsitzenden der FDP Rees, Tanja Hinz und David Kimmig, laden dazu ein, die Veranstaltung auch im schulischen, Vereins- und persönlichen Umfeld bekannt zu machen.
Veranstaltungsdetails:
- Was: „Was tun gegen Mobbing im Netz?“ – Prävention und Hilfe bei Cybermobbing und Cyber-Grooming
- Wann: Dienstag, 13. Oktober 2026, 18 bis ca. 21 Uhr
- Wo: Bürgerhaus Rees, Marktplatz 2, 46459 Rees
- Eintritt: Frei
- Veranstalter: FDP Rees im Rahmen der Reihe „Wir müssen reden“



















