Ibrahim Yetim freute sich über den Besuch der Mitarbeitenden der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (Foto: privat)
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Moers/Düsseldorf. Der SPD-Landtagsabgeordnete Ibrahim Yetim begrüßte am Freitag, den 31. März, Bewohnerinnen und Bewohner der Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) im nordrhein-westfälischen Landtag. Die Gruppe erlebte eine spannende Führung durch das Hohe Haus und kam anschließend zur gemeinsamen Diskussionsrunde zusammen.

„Wir brauchen ein neues Denken für mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderung. Als erstes Bundesland haben wir bereits die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt und einen Aktionsplan für ein inklusives NRW aufgesetzt. Am wichtigsten ist aber ein Bewusstsein in Wirtschaft und Gesellschaft für ein inklusives NRW, in dem Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt am Leben teilhaben können“, erklärt Yetim im Gespräch mit den interessierten Gästen. An diesem Bewusstsein mangele es oft, erklären die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Insbesondere Menschen mit geistiger Behinderung würden regelmäßig unterschätzt.

Deshalb käme es darauf an, so Yetim, mehr Menschen mit Behinderung in Arbeit zu bekommen. Ein Schritt in die Richtung seien die Integrationsbetriebe, die inzwischen rund 7.500 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung in NRW geschaffen haben. Allein die Caritas Wohn- und Werkstätten verfügen über rund 150 betriebsintegrierte Arbeitsplätze und wären damit rheinlandweit an der Spitze. Ziel müsse es aber sein, Menschen auch in reguläre Arbeitsverhältnisse zu bekommen. Deshalb fördern Land und Bund Unternehmen, die inklusive und barrierefreie Arbeitsplätze schaffen wollen. Auch aus den CWWN würden jährlich etwa fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse außerhalb der Einrichtung vermittelt.

Yetim freute sich über den Besuch: „Das Thema Inklusion ist wichtig für ein gleichberechtigtes Miteinander in unserem Land. Das haben auch die Besucherinnen und Besucher deutlich gemacht. Durch unsere gesetzlichen Regelungen sind wir bereits Spitzenreiter unter den Bundesländern. Aber im Alltag müssen wir die Inklusion noch weiter voran bringen.“

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