v.l. Hans-Gerhard-Rötters (Vorstandsvorsitzender der ENNI Stadt & Service AöR), René Schneider (MdL), Nils Malzahn (Beratungsunternehmen innowise) und Wolfgang Baum (Unternehmensentwicklung ENNI Stadt & Service AöR) (Foto: heicer)

Moers/Neukirchen-Vluyn/Kamp-Lintfort/Rheinberg. Datenkabel machen vor Stadtgrenzen keinen Halt. Deshalb arbeiten die Wirtschaftsförderer der Kommunen Moers, Neukirchen-Vluyn, Kamp-Lintfort und Rheinberg eng zusammen und ziehen in Sachen Breitbandausbau an einem Strang. „Und das hat Vorzeigecharakter“, sagt Landtagsabgeordneter René Schneider, der sich nun mit Hans-Gerhard Rötters, Vorstandsvorsitzender der ENNI Stadt & Service (ENNI), über den Stand der Dinge des Breitbandausbaus in den Wir4-Kommunen austauschte.

Als Koordinatorin für den Ausbau des Glasfasernetzes akquiriert die ENNI derzeit Fördermittel, um die ermittelte Wirtschaftlichkeitslücke von 28 Millionen Euro zu schließen. Nachdem das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bereits eine Unterstützung von 14 Millionen Euro zugesagt hat, warten die Verantwortlichen aktuell auf die in Aussicht stehende Finanzspritze des Landes. „Hier sind wir optimistisch, bald einen Förderbescheid in Händen zu halten“, erklärt Rötters, der auf die Unterstützung von René Schneider setzen kann. „Ein flächendeckender Ausbau des Breitbandangebotes auch in ländlichen Gebieten ist die Existenzgrundlage hier ansässiger Betriebe und steigert dort auch die Lebensqualität der Menschen“, sagte Schneider und betonte, wie wichtig auch der Anschluss der Schulen an das Glasfasernetz sei. „Sie sollen auch in unserer Region ein Treiber der Digitalisierung sein.“

Sobald die Förderzusage des Landes vorliegt und die Finanzierungslücke damit gänzlich geschlossen ist, wird ENNI in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ein geeignetes Telekommunikationsunternehmen für den schnellen Netzausbau suchen. „Dazu haben wir uns bereits die Unterstützung einer spezialisierten Anwaltskanzlei gesichert, die das anstehende Vergabeverfahren begleiten wird“, so Rötters.

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