v.l. Johannes Vogel, Petra Hermann, Hans-Peter Schöneweiß (Foto: CLAUDIA ANDERS, ESSEN "ANDERS fotoqrafiert)
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Essen. Bereits zum 16. Mal lud die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Essen zu ihrem traditionellen Kartoffelpuffer-Essen ein. Im Saal Dresden des Hotels „Essener Hof“ in der Innenstadt kamen über 100 Gäste aus Politik, Vereinen und Verbänden sowie der lokalen Wirtschaft zusammen und lauschten der Festrede des arbeitsmarktpolitischen Sprechers der FDP-Bundestagsfraktion Johannes Vogel MdB. Dieser erörterte u.a. die Auswirkungen des Digitalzeitalters auf die bestehende Arbeitswirklichkeit und die aus Sicht der Liberalen nötige Flexibilisierung im deutschen Rentensystem. “Die ewig gleiche Debatte über das starre Rentenalter sollten wir endlich durchbrechen und ein flexibles Renteneintrittsalter nach schwedischem Vorbild einführen“, sagte der FDP-Rentenexperte. “Nicht mehr Politiker sollten darüber entscheiden, wann jemand in Rente geht, sondern jeder Mensch individuell selbst. Das macht Sinn, weil die Lebenswege heutzutage so vielfältig sind.“

Essens FDP-Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Schöneweiß begründete in seiner Ansprache die Ablehnung der örtlichen FDP zur geplanten Umweltspur auf der Schützenbahn. „Das Beispiel Düsseldorf zeigt eindrucksvoll, wie gutgemeinte aber falsch konzipierte Verkehrsmaßnahmen in eine Aufstauung mit katastrophalen Umweltauswirkungen enden.“ Auch an die jüngsten Debatten rund um die Innenstadtentwicklung erinnerte Schöneweiß: „Sowohl bei den Kündigungen der Markstände als auch bei den Großevents hat sich gezeigt, dass die Bevölkerung mitgenommen werden muss und nicht über die örtliche Presse vor Fakten gestellt werden darf.“

In den anschließenden individuellen Tischgesprächen zeigten sich die anwesenden Freien Demokraten gut gerüstet für die im nächsten Herbst anstehende Kommunalwahl. Nach den überzeugenden Ergebnissen im Superwahljahr 2017 will man auch vor Ort wieder erstarkt in den Stadtrat und die Bezirksvertretungen einziehen.

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