Das Quarantäneschiff liegt unterhalb der Rheinterrasse (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer)

Düsseldorf. Untergebracht werden dort Menschen aus Gemeinschaftsunterkünften, bei denen das Coronavirus festgestellt wurde sowie deren Kontaktpersonen, die ebenfalls in Quarantäne gehen müssen

Die Landeshauptstadt Düsseldorf nutzt ab sofort das Hotelschiff “Bellejour” als Quarantäneeinrichtung für Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften wie Flüchtlingsunterbringungen oder Notschlafstellen leben und bei denen eine Corona-Infizierung festgestellt wurde. Zudem werden dort deren Kontaktpersonen untergebracht, die ebenfalls in Quarantäne gehen müssen. Bisher wurden dafür seitens der Stadt Hotelkapazitäten sowie eine Jugendherberge angemietet. Da die Hotels von ihren Betreibern nun wieder vermehrt für touristische Zwecke oder Geschäftsreisende genutzt werden, suchte die Stadt nach einer Alternative, die zudem möglichst schnell in Betrieb genommen werden konnte – und mietete das Hotelschiff an. Familien, die sich in Quarantäne begeben müssen, werden weiterhin in der Quarantäneeinrichtung an der Blanckertzstraße untergebracht.

Das Hotelschiff bietet Platz für bis zu 180 Personen, die in 90 Kabinen untergebracht werden können. Zunächst werden die Kabinen allerdings einzeln belegt. Durch die Einrichtung der Quarantäneunterkunft auf dem Hotelschiff soll verhindert werden, dass sich das Coronavirus in Gemeinschaftsunterkünften weiter verbreitet, sollte eine Infektion bei einem Bewohner bzw. einer Bewohnerin festgestellt werden.

Die Verpflegung wird von einem beauftragten Cateringunternehmen gewährleistet, dabei wird auch auf Wünsche der Betroffenen Rücksicht genommen. Ebenso wie in den bereits in Betrieb genommenen Quarantänestationen wird auch auf der “Bellejour” die kontinuierliche medizinische Versorgung sichergestellt. Zudem wird ein Sicherheitsdienst engagiert und den geordneten Zutritt und das Verlassen des Schiffes gewährleisten.

Das Hotelschiff hat seinen Platz am Steiger 1 in Höhe der Rheinterrassen und wird dort voraussichtlich bis zum Ende des Jahres als Quarantäneunterkunft genutzt werden. Die knapp 127 Meter lange Schiff wurde 2004 in Betrieb genommen und wird üblicherweise für Flußkreuzfahrten, unter anderem auch auf der Donau, touristisch genutzt. Die 90 Außenkabinen haben eine Größe von jeweils knapp 17 Quadratmeter.

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