Dr. med. Igor Milicevic (Foto: Helios)
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Duisburg. Experten des Helios Klinikum Duisburg beantworten anlässlich der Weltkontinenzwoche in einer Telefonaktion Fragen rund um ein tabubehaftetes Thema

Rund acht Millionen Deutsche haben Schwierigkeiten, ihren Urin oder ihren Stuhl zu kontrollieren – ob schon als junge Frau nach einer Schwangerschaft oder später im Leben, wenn die Muskulatur schwächelt. Selbst Kinder können betroffen sein. Viele Patienten warten aber aus Schamgefühl mit dem Arztbesuch, bis sie es fast nicht mehr aushalten. Dabei könnten bereits einfache Übungen im heimischen Wohnzimmer oder schonende Eingriffe eine Menge bewirken. Da viele Betrioffene aber nichts davon wissen, ist Aufklärung und Information ein wesentlicher Teil der Behandlungsstrategie.

Aus diesem Grund bieten die ExpertInnen am Helios Klinikum Duisburg nun anlässlich der Welt-Kontinenz-Woche eine Telefonaktion zum Thema an. „Wir möchten Ängste abbauen und Betroffenen die Möglichkeit bieten, die Hürde des Erstkontaktes unkompliziert und schnell zu nehmen“, so Dr. Igor Milicevic, Oberarzt der Gynäkologie an der Helios St. Johannes Klinik und Experte für Urogynäkologie. Er und drei weitere KollegInnen mit unterschiedlichen Schwerpunkten stehen am 23. Juni von 15 bis 16 Uhr telefonisch für Fragen zur Verfügung.

Ursachen für Inkontinenz gibt es viele. Kleine Risse in der Beckenmuskulatur nach einer Schwangerschaft, erschlaffendes Gewebe im Alter oder Druck aus der Bauchhöhle können dafür sorgen, dass Blase und Darm nur noch schwer zu kontrollieren sind. Betroffen von Harninkontinenz sind hauptsächlich Frauen ab 50, aber auch jüngere, die gerade entbunden haben oder sprungintensiven Sport wie Trampolin oder Leichtathletik betreiben. Bei Männern tritt die Krankheit etwas seltener auf und dann zumeist als Begleiterscheinung einer operativen Prostataentfernung. Stuhlinkontinenz wiederum ist insgesamt seltener und kann im Alter zum einen durch nachlassende Muskelkraft, aber auch im Zuge von anderen Erkrankungen wie einer chronischen Darmentzündungen oder eines Schlaganfalls auftreten. Auch bei Kindern kann es zu Kontinenzproblemen kommen, etwa wenn das Bettnässen auch im höheren Alter nicht in den Griff zu bekommen ist. Doch unabhängig von der Ursache, die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig und können die Lebensqualität der Betroffenen oftmals deutlich erhöhen.

 

Eckdaten zur Telefonaktion

23. Juni 2021 von 15 bis 16 Uhr

  • 0203 546 2163
    Dr. Igor Milicevic ist Oberarzt der Gynäkologie an der Helios St. Johannes Klinik. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt neben der Geburtshilfe insbesondere im Bereich der Urogynäkologie und Endoskopie. Denn besonders nach Schwangerschaften kann es bei Frauen zu Problemen mit der Kontinenz kommen.
  • 0203 546 2164
    Dr. med. Andreas Köhler ist Sektionsleiter der Coloproktologie an der Helios St. Johannes Klinik. Zu seinen besonderen Schwerpunkten gehören unter anderem die schonende Therapie bei Hämorrhoiden, Tumoren aber besonders auch bei Stuhlinkontinenz. Seine Abteilung ist zertifiziert als Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft.
  • 0203 546 2156
    Johanna Elisabeth Bremer ist Oberärztin und Urotherapeutin der Abteilung für Kindernephro- und urologie (KiNU) an der Helios St. Johannes Klinik. Sie ist spezialisiert auf die Behandlung von Blasen- und Nierenerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen.
  • 0203 546 2157
    Dr. med. Achim Rose ist leitender Oberarzt der Urologie an der Helios Marien Klinik und Sektionsleiter Kontinenz und Neurourlogie, also spezialisiert auf die Versorgung von Patienten mit Harninkoninenz.

 

Die World Continence Week oder Welt-Kontinenz-Woche ist eine jährliche Initiative, die vom Weltverband der Inkontinenzpatienten WFIP gemeinsam mit der International Continence Society ICS ins Leben gerufen wurde, um das Bewusstsein für die dahinterliegenden Erkrankungen zu schärfen.

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