(Foto: Michael Zajuntz)

Moers. 100 % Zustimmung für den Kastellplatz auf der Jahresversammlung

Vor rund drei Wochen endete der Weihnachtsmarkt auf dem Moerser Kastellplatz mit der Jahresversammlung der Weihnachtsmarkthändler. Und die Betreiber der Stände haben das Gefühl „es dann doch richtig gemacht“ zu haben. Trotz widrigster Umstände in diesen Pandemiezeiten haben die Aussteller:innen, geleitet von der MoersMarketing GmbH, einen Weihnachtsmarkt im Herzen von Moers präsentiert, der von vielen Besuchern:innen wertgeschätzt wurde. Jetzt wenden sich die Händlerinnen und Händler nach einem gemeinsamen Austausch auf der Jahresversammlung an die Stadt Moers.

„Endlich seid ihr wieder da. Es ist so schön, dass ihr euch das getraut habt“, waren häufige Kommentare der Kundinnen und Kunden. „Sicherlich war es ein Wagnis“, stellt Philipp Traber mit seiner neuen Almhütte heraus, “aber mit einem guten Corona-Konzept, mit der Unterstützung der Ordnungsbehörden und mit dem guten Willen der Stadtverwaltung und der Politik, wurde all das wieder möglich.“ Jedenfalls waren die Händlerinnen und Händler auf ihrer Jahresversammlung im Zuge des Weihnachtsmarktes in diesem Punkt sehr zufrieden und hoffen nun auf zukünftige Jahre.

Sorgenfalten haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Moerser Weihnachtsmarktes jedoch für die Zukunft. Denn wie schon im Vorjahr hier und da zu hören war, könnte der Kastellplatz im Zuge der geplanten großen Kanalsanierung der Innenstadt schon bald und über viele Jahre hinweg zum Baustellenlager werden. Zum Entsetzen der Budenbetreiber, denn der Moerser Weihnachtsmarkt und der Kastellplatz ist für sie eine gewachsene Einheit und hat Tradition.

„Einerseits auf separatem Platz und dennoch unmittelbar an die Innenstadt angebunden, weist die Stadt Moers mit ihrem Kastellplatz einen optimalen Spielort aus, den sich umliegende Großstädte sehnsüchtig herbeiwünschen. In Größe und Zuschnitt perfekt für einen schönen Weihnachtsmarkt geeignet, verführt dieser Platz auch mit seiner einzigartigen Kulisse die Besucherinnen und Besucher in ein kleines Weihnachtsmärchen“, unterstreicht der langjährig mitwirkende Kerzenhändler Elmar Stertenbrink. Einen solchen Platz für mehrere Jahre als Baustellenlager in Anspruch zu nehmen und damit den Weihnachtsmarkt zu verdrängen, wäre eine Katastrophe.

Die Händler:innen beteuern zudem, dass ihnen ihre Gemeinschaft auf diesem einen Platz sehr wichtig ist. Sie möchten sich nicht auseinanderdividieren lassen, denn jeder weiß, dass die Weihnachtsmarkttradition für die Moeser Bevölkerung eine Bedeutung hat, vielleicht sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist, auf dass dann wiederum die großen Nachbarstädte neidisch Richtung Moers gucken.

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