Anke Tobies vom Umweltteam (l.) und Claudia Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek (Foto: privat)

Dormagen. Nach den ersten warmen, sonnigen Tagen sind auch wieder die ersten Insekten zu entdecken. Damit die Bienen und Co genügend Lebensraum finden, benötigen sie insektenfreundliche Pflanzen. Diese fehlen jedoch in vielen Gärten und Vorgärten. An der Stadtbibliothek Dormagen ist deshalb ein Bienenfutterautomat angebracht, der in diesen Tagen frisch befüllt worden ist. Alle Bürgerinnen und Bürger können mit dem Pflanzen der Blühmischungen dem Insektensterben entgegenwirken.

Nach dem langen Winter sind die Pollen- und Nektarvorräte leer und Honigbienen müssen diese wieder auffüllen. Viele Wildbienenarten schlüpfen im Frühjahr und machen sich auf die Nahrungssuche. „Deshalb ist der Frühling die beste Zeit zum Aussäen“, sagt Anke Tobies vom Umweltteam. „Bienen und Bestäuber sind auf ein vielfältiges Angebot an pollen- und nektarreichen Pflanzen angewiesen, um ihren Nachwuchs aufzubauen.“

Mit dem Bienenfutterautomaten macht das Bienenretten besonders Spaß: Für 50 Cent können Passantinnen und Passanten aus den ehemaligen Kaugummiautomaten eine Kapsel mit regional und saisonal angepasstem Saatgut ziehen und bei sich zuhause einpflanzen. Damit möchte Dormagen die Nahrungsvielfalt für Insekten erhöhen. „Seit Herbst 2021 hängt der gelbe Automat bei uns und lockt regelmäßig zahlreiche Bienenfreunde an“, sagt Claudia Schmidt, Leiterin der Stadtbibliothek.

Der Bienenfutterautomat wird saisonal mit Saatgut bestückt. Im vergangenen Herbst war er mit Frühlingskrokussen bestückt. Die aktuellen Saatgutkapseln aus dem Automaten sind mit bunten Blühmischungen bestückt und können ab sofort im Hausgarten oder Balkonkasten ausgesät werden. „Nur mit einem ganzjährigen Angebot an pollen- und nektarreichen Pflanzen können wir Bienen und andere Insekten langfristig unterstützen“, so Tobies abschließend.

Beitrag drucken
Anzeigen