Charco Azul (Foto: © Turismo de Islas Canarias)
Anzeige

Las Palmas de Gran Canaria (ESP). La Isla Bonita: La Palma, die nordwestlichste Insel der Kanaren, trägt nicht umsonst den Spitznamen “Die schöne Insel”. In den letzten Jahren und Jahrhunderten hat die vulkanische Natur die immergrüne Idylle stark beeinflusst. Die tiefgreifenden Veränderungen in der Landschaft haben der Schönheit der Insel keinen Abbruch getan, im Gegenteil: Sie haben La Palmas Oberfläche vergrößert und die Insel noch interessanter gemacht. Unterschiedlichste Gesteinsschichten, Vulkankegel und Lavafelder erzeugen eine eindrucksvolle Atmosphäre und machen die Kraft der Natur hautnah erlebbar. Und die Insel hat noch einiges mehr zu bieten – neben unzähligen Wanderwegen beherbergt La Palma eines der bekanntesten Observatorien weltweit und eines von drei Meeresschutzgebieten der Kanaren. Das Beste daran: Dank des stets angenehmen Klimas ist das Eiland das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel.

Der größte Schatz der Insel

Ein Ausflugsziel, an dem die ganze Schönheit der Insel an einem Ort versammelt ist, ist der Nationalpark La Caldera de Taburiente, der zurecht als größter Schatz der Insel gilt. Er zählt zu den spektakulärsten Naturräumen der Kanaren und beheimatet einen riesigen Vulkankrater, an dessen Rändern sich bis zu 2.000 Meter hohe Felswände erheben. Ein breitgefächertes Wegenetz ermöglicht es Wanderern, in aller Ruhe durch den Nationalpark zu streifen und dabei den Duft der dichten Kiefernwäldern aufzusaugen. Der Weg ganz ins Innere der Caldera ist anspruchsvoll, lohnt sich aber für alle, die schon einmal der unbändigen Kraft eines Vulkans ganz nahe sein wollten. Um zu erahnen, wie groß der Krater wirklich ist, ist es ratsam, die umgebenden Gipfel zu besteigen. Hier befindet sich auch das weltberühmte Astrophysikalische Observatorium Roque de Los Muchachos, von wo aus man einen grandiosen Blick auf den Nationalpark und zu den Sternen genießt.

Wandern, soweit die Füße tragen

Nicht nur im Nationalpark La Caldera de Taburiente lässt es sich hervorragend Wandern – generell ist La Palma ein Paradies für Aktivurlauber. Die zahlreichen Routen führen durch unterschiedlichste Landschaftsformen – von kargen Vulkanfeldern über schroffe Küsten bis hin zu üppigen Kiefer- und Lorbeerwäldern ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Wälder auf La Palma beheimaten seltene Baumarten, die teils Millionen von Jahre alt sind und die es heutzutage nur noch auf der Insel gibt. Ein ausgiebiger Spaziergang durch diese mystischen Biotope ist ein echtes Highlight – nicht nur für (Hobby-)Botaniker.

Den Sternen so nah

Wenn die Sonne über La Palma untergeht, beginnt die Magie auf La Palma erst so richtig. Die Insel bietet als offiziell zertifiziertes Sternenreservat einen unvergleichlich klaren Blick auf die Sterne und ins Universum. Nicht umsonst befindet sich hier mit dem Astrophysikalischen Observatorium Roque de los Muchachos eine der renommiertesten Sternwarten weltweit. Die Inselregierung hat den Himmel über La Palma sogar per Gesetz unter strengen Schutz gestellt. Das Verordnung regelt potenzielle Störfaktoren wie eine zu helle Beleuchtung in der Nacht, elektrostatische Störungen der Atmosphäre sowie die Freizone von Flugrouten. Wer einen Blick ins All riskieren möchte, bucht am besten eine geführte Tour oder sucht einen der vielen Aussichtspunkte auf der Insel auf. Nicht vergessen – wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen.

Das klarste Wasser der Kanaren

So unberührt wie der Himmel präsentiert sich auch der Atlantik rund um die Küste von La Palma.  Eine Vielzahl an zauberhaften Vulkanstränden – von einsamen, wilden Orten wie der Playa Nogales bis zu Familienstränden wie der Playa Los Cancajos – lädt aufgrund des milden Klimas ganzjährig zum (Sonnen)Baden ein. Auch für Schnorchler und Taucher gibt es jede Menge zu entdecken.  Zudem ist La Palma auch die Heimat zahlreicher, reizvoller Naturpools. Bei den sogenannten Charcos handelt es sich um natürlicherweise entstandene Schwimmbecken, die durch vulkanische Felsen vom Meer getrennt und vor den Wellen geschützt sind und in denen es sich nach Herzenslust plantschen lässt. Zu den Bekanntesten zählen der Charco Azul und der Charco La Fajana, die beide auch mit sehr guter Infrastruktur und vielen Restaurants und Cafés locken.

Unbedingt probieren: Almendrados und Principe Albertos

Zu guter Letzt noch ein heißer kulinarischer Tipp: Wer auf der Insel unterwegs ist, sollte unbedingt die beiden süßen Köstlichkeiten Almendrados (Mandelgebäck) und Principe Albertos (Schokoladenmousse). Die Spezialitäten gehören zu den berühmtesten Desserts auf La Palma und runden jede Mahlzeit perfekt ab. Guten Appetit!

Beitrag drucken
Anzeigen