Teilnehmer aus Bulgarien, Italien, Ungarn, der Slowakei und Deutschland Stellen ihre Gedanken zu Zukunftsszenarien rund um KI auf der Bühne vor (Foto: Alumniverein der SchulBrücken e.V.)
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Mönchengladbach. Das internationale Projekt “Die Quadratur des Kreises: Deus ex machina?” vereinte Schüler und Studierende aus acht europäischen Ländern in Berlin, um die Herausforderungen und Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz zu erkunden. Mit dabei eine Gruppe aus Mönchengladbach. Durch Workshops und das preisgekrönte HANGARMUSIK-Projekt förderte die Veranstaltung die Vernetzung junger Europäer und regte zu tiefgründigen Diskussionen über KI an.

Vom 10. bis zum 12. November fand in den Räumen des International Alumni Center (iac Berlin) das Projekt “Die Quadratur des Kreises: Deus ex machina?” statt. Organisiert vom europäischen Alumniverein der SchulBrücken e.V., brachte es junge Menschen aus Österreich, Bulgarien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Rumänien, der Slowakei und Ungarn zusammen. Diese Veranstaltung mit Begegnungscharakter bot eine Plattform, um die Vernetzung junger Europäer zu stärken und gemeinsam die Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Gesellschaft zu diskutieren. Die Teilnehmenden vertieften ihr Verständnis durch drei interaktive Workshops:

Im Workshop „Vom Abstrakten zum Konkreten: Ein geerdeter Blick auf KI“, unter der Leitung von Kathrin Rösch, setzten sich die Teilnehmenden mit den Grundlagen künstlicher Intelligenz auseinander und erforschten, was notwendig ist, damit ein „kluger Lautsprecher“ mit uns interagieren kann.

In der Gruppe „Design Fiction: KI-Zukünfte kritisch diskutieren“, moderiert von Julian Kamphausen, Absolvent des Hugo-Junkers-Gymnasium in Mönchengladbach, versetzten sich die Teilnehmer mithilfe von selbstgestalteten Requisiten und szenischen Spielen in die Zukunft der Arztsprechstunde oder der Leitung genossenschaftlich organisierter Unternehmen.

Im Forum „Visuelle Reisen: KI-Zukünfte zwischen Vision und Albtraum“, geleitet von Marvin Kamphausen, lernten die Teilnehmer etwas darüber, Geschichten graphisch zu erzählen und setzten sich mit positiven und negativen Aspekten der KI auseinander und präsentierten ihre Vorstellungen den Teilnehmenden.

Ein besonderes Highlight war der Besuch des Projekts Hangarmusik in den Räumen der Alexander und Renata Camaro Stiftung. Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen, insbesondere Geflüchtete, lernen ohne musikalische Vorkenntnisse das Musizieren klassischer Orchestermusik. Das Musikprojekt hat für das Engagement in diesem Jahr für den Förderpreis der Deutschen Nationalstiftung erhalten. Unter der Leitung von Leila Weber und Andreas Knapp erlebten die Teilnehmer des internationalen Projekts „Die Quadratur des Kreises“ die integrative Kraft der Musik und spielten gemeinsam in einem Orchester – ohne Vorkenntnisse.

Nach dem Erfolg der ersten “Quadratur des Kreises” im Jahr 2021, die sich mit der Kombination von repräsentativer und direkter Demokratie befasste, war auch diese Veranstaltung ein großer Erfolg. „Die Tage hier in Berlin haben den Teilnehmern aus ganz Europa und mir gezeigt, dass KI mehr als nur Code und Daten sind. Sie ist nicht nur eine technische, sondern auch die zentrale kulturelle, ethische und philosophische Herausforderung der Zukunft“, sagte Kathrin Rösch, Vorsitzende des Alumnivereins.

Das Projekt wurde durch den Mönchengladbacher Alumniverein der SchulBrücken e.V. konzipiert und durchgeführt und erhielt Unterstützung von der Deutschen Nationalstiftung, der Stadtsparkasse Mönchengladbach, der Leipziger Debattier- & Disputations-Gesellschaft sowie dem iac Berlin, in dessen Räumen das Projekt stattfand. Der Alumniverein ist Teil des Bosch Alumni Networks. Die Förderungen unterstreichen die Bedeutung der Initiative zur Förderung des kritischen Dialogs über zukunftsträchtige Technologien und zur Stärkung der europäischen Gemeinschaft in Form von Begegnung und Austausch. Der Alumniverein bedankt sich herzlich bei allen Förderern. Wir freuen uns auf die Fortsetzung dieser wichtigen Arbeit.

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