Die Fotomontage zeigt Boote in einer Gracht vor dem Koblenzer Tor (Foto: marcjohn.de/IHK)
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Bonn. Ein innovatives Ergebnis der gemeinsamen Reise nach Utrecht präsentierten heute (1. April 2024) Oberbürgermeisterin Katja Dörner und IHK-Präsident Stefan Hagen. Inspiriert von der niederländischen Stadt Utrecht, wo die Oudegracht auch für den innerstädtischen Transport genutzt wird, haben Stadtverwaltung und IHK das Projekt „Konrad-Adenauer-Kanal“ vorbereitet. Heute erhielten sie dafür die Förderzusage aus dem Bundesprogramm „Emissionsfreie und nachhaltige Mobilität in Ballungsgebieten“.


April! April! – Sie haben es sicher bemerkt, diese Meldung war ein gemeinsamer April-Scherz der Stadt Bonn und der IHK Bonn/ Rhein-Sieg

Offiziell trägt der künftige Kanal den Namen „Bundeswasserstraße B9“. Das Bundesministerium für Nachhaltige Mobilität fördert das Projekt mit 1.111.111,11 Euro. „Ich freue mich über diesen historischen Kompromiss, der völlig neue Perspektiven mit Blick auf den Modal Split eröffnet und den vermeintlichen Konflikt zwischen Auto und Fahrrad elegant überwindet”, sagte Bonns Oberbürgermeisterin Katja Dörner. „Bonn ist bundesweit die erste Stadt, die einen Zuschlag aus diesem neu aufgelegten Förderprogramm erhält. Ich freue mich sehr darüber, dass IHK und Stadt diese Idee zur nachhaltigen Mobilität, die bei der gemeinsamen Studienreise nach Utrecht im September 2023 entstanden ist, so gut und vertrauensvoll erarbeitet haben und nun in die Realität umsetzen werden.“ Wie der Konrad-Adenauer-Kanal aussehen soll, zeigt eine erste Visualisierung.

Oberbürgermeisterin Katja Dörner und IHK-Präsident Stefan Hagen mit dem Förderbescheid (Foto: Sascha Engst/Bundesstadt Bonn)

„Manchmal muss man um die Ecke denken, um die Dinge nach vorne zu bringen“, sagte IHK-Präsident Stefan Hagen. „Mit diesem Kanalprojekt zeigt Bonn, was mit Dialog und innovativen Konzepten möglich ist. Wir schaffen hier frei von Ideologien und technologieoffen etwas wirklich Neues. Für die regionale Wirtschaft ist besonders attraktiv, dass der Kanal nicht nur die innerstädtische Mobilität verbessern, sondern sicherlich auch zu einem touristischen Anziehungspunkt werden wird.“

Der Konrad-Adenauer-Kanal soll hinter dem Bertha-von-Suttner-Platz in Richtung Belderberg beginnen und den Verkehr künftig emissionsarm durch das Koblenzer Tor in Richtung Bundeskanzlerplatz führen. Im Zuwendungsbescheid des Bundes heißt es: „Das innovative Gemeinschaftsprojekt der Bundesstadt Bonn und der Industrie- und Handelskammer Bonn/ Rhein-Sieg ist wegweisend für die künftige Mobilität in unseren Städten.” Langfristig ist ein weiterer Ausbau des Kanals zum Beispiel bis nach Bad Godesberg denkbar.

Das Projekt ist nicht nur eine Lösung für die Mobilitätswende und den Klimaschutz, sondern es bietet vielversprechende Ansätze für weitere wirtschaftliche Aspekte. So wird nun parallel ein bundesdeutscher Gondoliere-Führerschein erarbeitet. Erste Fahrschulen wollen eine Abteilung Wasserfahrschule gründen und haben bereits Interesse für die Ausbildung künftiger Gondolieri angemeldet.


Eine gemeinsame Pressemitteilung der Bundesstadt Bonn und der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg
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