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Krefeld. Mit der Grundsteinlegung begann jetzt an der Petersstraße Ecke Neue Linner Straße in der Innenstadt die Bauphase für ein Gebäude mit vier Verwaltungsebenen, die für das Wohnungsunternehmen Wohnstätte Krefeld als neuer Hauptsitz vorgesehen sind, inklusive eines darüber liegenden Staffelgeschosses, in dem hochwertige Wohnungen entstehen sollen. Insgesamt investiert die Wohnstätte bei diesem Projekt rund 19,8 Millionen Euro. Die reinen Baukosten betragen 14,7 Millionen Euro. Die Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes der Wohnstätte ist für das 1. bis 2. Quartal des Jahres 2017 geplant. „In dem Gebäude werden die rund 80 Mitarbeiter neue zeitgemäße Arbeitsplätze erhalten, und wir haben noch eine kleine Platzreserve, falls neue Aufgaben dazukommen“, freute sich Wohnstätte Geschäftsführer Thomas Siegert.

Für den Aufsichtsrat erklärte Jürgen Wettingfeld: „Wir freuen uns, dass die Wohnstätte sich der Aufgabe gestellt hat, maßgeblich an der Weiterentwicklung der Krefelder Innenstadt mitzuwirken. Lassen wir unseren Blick auch zur benachbarten Baustelle schweifen, dann wird klar, wie wichtig das Engagement der Wohnstätte für die Entwicklung der Krefelder Innenstadt ist. Dieses Engagement macht sich nicht nur in Stein und Beton bemerkbar, sondern sorgt für eine wirtschaftliche Dynamik, von der Krefelder Unternehmen aktuell und der Krefelder Einzelhandel und die Krefelder Bürgerinnen und Bürger durch die Belebung der Innenstadt zukünftig profitieren werden. Wenn alles gut geht, dann treffen wir uns im Juni wieder zum Richtfest und können dann auch die Weiterentwicklung der Schwester-Baustelle, die zukünftige Ostwallpassage, bewundern“.

Als Vertreter des siegreichen Wettbewerbsentwurfs freute sich Dieter Blocher vom Unternehmen Blocher Blocher Partners über die Grundsteinlegung an der historischen Stätte: „Der symbolträchtige Akt der Grundsteinlegung geschah an dieser Stelle schon mal zu Beginn des 20. Jahrhunderts, genauer gesagt 1903. Zu einer Zeit, als an dieser Stelle menschlicher Gestaltungsdrang sich in Form einer eigenen Ausbildungsstätte für künstlerische Berufe etablierte. Und ob das Haus nun Handwerker- und Kunstgewerbeschule Crefeld hieß, wie in seinen Anfangstagen, erste Werkkunstschule Deutschlands oder, wie zuletzt, als Teil der Hochschule Niederrhein firmierte, immer ging es um die Frage, wie ästhetische und funktionale, aber auch ökologisch-ökonomische Prinzipien unseren Alltag durchdringen. Dass Fächer wie Architektur und Innenarchitektur aus politischen Gründen mit der Zeit vom Lehrplan verschwanden, erfährt 113 Jahre nach Aufnahme des Lehrbetriebs späte Genugtuung: Denn mit dem neu errichteten Verwaltungs- und Wohngebäude dürfen wir einen beispielhaften Beitrag zur örtlichen Baukultur leisten, nehmen nachhaltig Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung in sensibler Innenstadtlage und versuchen dabei gleichzeitig, die gemischt-genutzte Immobilie harmonisch in die Umgebung einzufügen“.

„Zum einen wird das historische und erhaltenswerte Fassadenfragment als Relikt aus Gründertagen wie selbstverständlich in den Neubau einbezogen, zum anderen empfiehlt dieser sich gegenüber dem expressiven Behnisch Bau zukünftig als ruhiges Gegenstück mit eigenständigem, eher klassischem Erscheinungsbild“, führt Blocher aus.

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