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Pater Tobias beim Training in der Wu00fcste (Foto: privat)

Duisburg/Eilat. Begegnungen, Telefonate und Chats mit Pater Tobias aus Hamborn sind nie gewöhnlich, er ist stets bedacht Kindern und sozial schwächeren Mitbürgern zu helfen. Sie sind ihm alle ans Herz gewachsen, um Ihnen zu helfen, nimmt er gerne Strapazen auf sich.

Im Duisburger Umland ist der sympathische Pater, der auch Kämmerer der Hamborner Abtei und Pastor der Gemeinde Herz-Jesu in Neumühl ist, unter dem Spitznamen “Marathonpater” bekannt. Seit 10 Jahren ist Tobias Andreas Breer, so ist der bürgerliche Name des einzigartigen Paters, als Spendenläufer für arme Kinder und seine Sozialprojekte unterwegs. Über 260.000 Euro hat er bereits für arme Kinder erlaufen.

Per Chat kam an diesem Abend ein Gruß vom Pater aus Eilat, auch Elat und Elath genannt. An der Südspitze Israels im Süden der Wüste Negev sind zu dem Zeitpunkt gegen 22.30 Uhr immerhin noch 23 °C. Selbst gegenüber Menschen, die den in Werne geborenen Pater seit längerem an der Tastatur und mit dem Auge am Sucher sowie dem Finger am Auslöser begleiten, gelingt dem engagierten Christen immer noch eine Überraschung. “Ich werde am Freitagmorgen ab 6 Uhr am Wüstenmarathon teilnehmen”, kam als Chatantwort auf die Frage, was ein Duisburger Pater denn im Norden des Roten Meeres mache.

Seinen 55. Marathon insgesamt und 8. Marathon in diesem Jahr, läuft der Ordensmann am 18.11. in der Wüste von Eilat in Israel. Mit seinen internationalen und nationalen Läufen macht er seit 2006 auf die Kinderarmut im Ruhrgebiet, in Deutschland, aber auch weltweit aufmerksam. Pater Tobias sammelt so im wahrsten Sinne des Wortes laufend Spenden für sein Kinderhilfsprojekt “KiPa-cash-4-kids” (siehe auch www.kipa-cash-4-kids.de). Einige seiner bisherigen 54 Spendenlauf-Stationen sind New York, Oman, Athen, Boston, London und Berlin, wo er 2016 seine persönliche Bestzeit 3:34:10 lief. Aber das steht für Pater Tobias nicht im Vordergrund. Er finanziert seine Reisen privat und nimmt dafür seinen Urlaub. Er denkt vielmehr bei seinen Läufen immer an die bedürftigen Kinder.

Flüchtlinge laufen Marathon
Seit einem Jahr laufen mit dem Pater syrische und afrikanische Männer Marathon, um armen Kindern zu helfen. “Weil aber auch das Leid syrischer Kinder im Krieg und auf der Flucht uns alle betroffen macht, ist es nun an der Zeit, für diese Kinder etwas zu tun“, so Pater Tobias. Er ist Geschäftsführer der Projekt LebensWert gemeinnützige GmbH, zu der das Kinderhilfsprojekt „KiPa-cash-4-kids“ gehört. Die geflüchteten Männer und Pater Tobias starteten im letzten Jahr gemeinsam bei 5 Marathons, zuletzt in Berlin und in München. “Ein guter Coach und Seelsorger”, so Yamen Kadour, einer seiner Läufer, der aus Syrien stammt und seit dem 1. Oktober im vom Pater Tobias gegründeten Cafè “Offener Treff mit Herz” eine Ausbildung als Koch absolviert. Die Spenden, die dieses Mal unter dem Stichwort „Marathon” bzgl. des Wüstenlaufs in Eilat eingehen, werden zur Unterstützung von syrischen Kindern im Libanon weitergeleitet. “Ein nicht ganz so ‘leichter’ Marathon in der Wüste”, so Pater Tobias.

Der Wüstenlauf wird morgens am Start um 6 Uhr bei ca. 23 Grad beginnen und dann an die 40 °C und mehr in der Sonne steigen. “Also Kopfbedeckung und Schulter bedecken. 250 Meter Höhenunterschied/Steigungen sind zu bewältigen”, erklärt der Duisburger Pater. “Es sind nur ‘Verrückte’, die da mitlaufen. Ca. 300 Marathonläufer gehen an den Start.” Der Wüstenmarathon ist kein leichter Lauf, zumal man nur auf Sand läuft. Wegen dem Treibsand muss man auf der Strecke bleiben. “Ich hoffe, dass ich es schaffe. Zeit ist egal”, beschließt der Pater um kurz vor Mitternacht Ortszeit den Chat.

Über die Unterstützung dieser Aktion würden sich die Kinder sehr freuen:
Projekt LebensWert/KiPa-cash-4-kids
Stichwort „Marathon“
Spendenkonto: Bank im Bistum Essen,
BIC: GENODED1BBE und IBAN: DE34360602950010766036
Spendenquittungen werden ausgestellt.

 

 

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