Rund 120 Unternehmen konnten sich umfassend über das Thema informieren und bei Probefahrten mit verschiedenen eAutos einen persönlichen Eindruck gewinnen (Foto: medl)
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Mülheim. Am Mittwoch veranstaltete der örtliche Energieversorger medl einen Informationstag zum Thema eMobilität. Rund 120 Unternehmer aus unserer Stadt konnten sich umfassend über das Thema informieren und bei Probefahrten mit verschiedenen eAutos einen persönlichen Eindruck gewinnen.

Elektromobilität ist ein angesagter und globaler Megatrend – aber was passiert hier bei uns in Mülheim an der Ruhr, mitten im Ruhrgebiet? Diese Frage beschäftigte auch die beiden Geschäftsführer des lokalen Energieversorgers medl, Dr. Hendrik Dönnebrink und Dr. Hans-Jürgen Weck, bereits vor einigen Monaten. Spätestens am eMobilitätstag wird die Verbindung zwischen dem mülheimer Energieunternehmen zur innovativen eMobilität deutlich.

„Die Anzahl der eAutos, auch hier in Mülheim, wird in naher Zukunft, auch vor dem Hintergrund der aktuellen Dieselproblematik, einen viel höheren Anteil im Stadtbild ausmachen, als es heute noch der Fall ist. Wir verstehen diese neue Technologie als echte Alternative zu konventionellen Verbrennern, auch wenn der Umstieg nicht für alle Nutzungsmöglichkeiten infrage kommen wird.“ erläutert Dr. Hans-Jürgen Weck. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Unternehmen im noch recht frühen Marktstadium bereits mit unterschiedlichen Produktideen und richtet sich sowohl an die lokalen Geschäftskunden als auch an die technologiebegeisterten Privatkunden. „Als zuverlässiger Partner, insbesondere für die lokal ansässigen Unternehmen hier in Mülheim, führen wir heute gerne den Dialog mit unseren Kunden, um unsere Produkte noch mehr anpassen zu können“, betont Jan Hoffmann, Vertriebsleiter der medl, die Wichtigkeit der Veranstaltung.

Bei dem Entschluss eine Flotte von Dienstwagen schrittweise für den zukunftsorientierten Einsatz im innerstädtischen Bereich auf eMobile umzurüsten, bietet medl nicht nur die Beratung und Planung sondern auch die Realisierung zum Aufbau der dafür erforderlichen Ladeinfrastruktur für den eigenen Firmenstandort an. Firmeneigene Stellplätze, großflächige Parkplätze oder Tiefgaragen können mit Ladestationen in Form von Ladesäulen oder platzsparenden Wallboxen ausgerüstet und mit regional erzeugtem Grünstrom aus Mülheim versorgt werden. Je nach Unternehmensstandort kann der Strom auch direkt auf dem jeweiligen Betriebshof mittels Photovoltaik- oder effizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt werden. Auf diesem Weg können Kunden ihre eAutos sogar mit selbsterzeugtem Sonnenstrom laden. „Wir haben bereits Erfahrungen bei der Installation von Ladesäulen in Verbindung mit einer hocheffizienten KWK-Anlage machen können. Beispielsweise wird am Standort von Audi Wolf die Stromversorgung der beiden Ladesäulen zukünftig auf dem eigenen Betriebsgelände durch eine KWK-Anlage erfolgen, die zugleich auch für die Wärmeversorgung bei Audi Wolf sorgt“ – so Volker Weißhuhn, Leiter der Abt. Ingenieursdienstleistung bei der medl. Von den technischen Besonderheiten und vor allem von den wirtschaftlichen Vorteilen dieses Projektes konnten sich die Besucher einen konkreten Eindruck anhand eines Modells verschaffen.

Ebenfalls an die technologisch begeisterten Privatpersonen wurde gedacht. Wer sich heute ein eAuto bestellt, kann die Wartezeit nutzen, medl mit der Installation einer eigenen Ladestation in der Garage, unter dem Carport oder auf dem eigenen Stellplatz zu beauftragen. Einfach und unkompliziert – so wie es der Titel der aktuellen Informationsbroschüre zum Thema eMobilität verrät „medl-eMobilität – Innovation komfortabel genießen“. Das Angebot soll neben der reinen „Hardware“ in Form einer Ladebox, auch Wallbox genannt, auch die Abrechnung des zukünftig genutzten Autostroms zu guten Konditionen beinhalten. Zusätzlich wird eine Lösung für das Laden für unterwegs in Form einer Ladekarte angeboten, mit welcher das Laden an über 2.200 Ladepunkten in Deutschland möglich ist. „Gerade für die Nutzung von Zweitwagen, für den zumeist innerstädtischen Bereich, lohnt sich die Betrachtung des Themas“ gibt Herr Dr. Hendrik Dönnebrink zu bedenken. Die durchschnittliche Tagesnutzung eines Zweitwagens liegt statistisch bei rund 35 km pro Tag. Bei einer aktuellen Reichweite von mindestens 150 km können diese Tagesdistanzen schon heute unkompliziert bewältigt werden. Und obendrein erübrigt sich der Weg zur Tankstelle zwischendurch – denn Parken, zumindest für längere Zeitabschnitte, wird dann zum Laden, zum Beispiel beim Arbeitgeber oder auch zuhause.

medl geht noch einen Schritt weiter und macht sich nicht nur Gedanken um Konzepte für die Ladeinfrastruktur für Privat- oder Gewerbekunden oder der möglichen eigenen Erzeugung von Strom mittels KWK- oder PV-Anlagen sondern bietet den ersten 15 interessierten zukünftigen eMobilisten in Mülheim ein besonders attraktives Leasingangebot für einen innovativen BMW i3. In Zusammenarbeit mit dem Startup electriclease GmbH will medl auch in diesem Bereich einen innovativen Schritt wagen. Erste Probefahrten konnten bereits gemacht und werden. „Das Fahrgefühl ist völlig neu. Leise, komfortabel, mit einem sehr guten Drehmoment und darüber hinaus auch noch umweltschonender“ teilt Herr Noy, vom Hotel Noy erstaunt mit.

medl will mit diesem ersten eMobilitätstag ein deutliches Signal setzen erläutert Jan Hoffmann, Vertriebsleiter der medl: „In den nächsten Wochen werden wir unsere Aktivitäten im Stadtgebiet noch weiter ausbauen und bleiben gespannt, in welcher Geschwindigkeit weitere eAutos auf Mülheimer Straßen rollen werden.“

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