„Mercators Nachbarn“ während einer Probe (Foto: Mercators Nachbarn, Duisburg)
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Duisburg. Mercators Nachbarn treten am Samstag, 21. Oktober, um 15 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz im Innenhafen bereits zum dritten Mal mit ihrem Theaterstück über Gerhard Mercator in Duisburg auf. Da bisher alle Vorstellungen ausverkauft waren und nur begrenzt Plätze vorhanden sind, empfiehlt sich eine frühzeitige, telefonische Reservierung an der Museumskasse unter (0203) 283-2640.

In einer Abfolge von sechs Szenen werden turbulente und prägende Lebensstationen des Universalgelehrten Gerhard Mercator (1512-1594) lebendig, etwa seine Verhaftung durch die Inquisition in Rupelmonde, das Netzwerk humanistischer Gelehrter in Duisburg oder die Entstehung des Corputius-Stadtplans von 1566. Dass es in den Szenen nicht ohne Humor zugeht, wird beim fiktiven Gelehrten-Stammtisch im „Versoffenen Finken“ deutlich.

Der berühmte Kartenmacher und Globenbauer wuchs in Flandern auf und zog im Alter von 40 Jahren nach Duisburg, wo er neben anderen großen Werken die nach ihm benannte Mercator-Projektion entwickelte, die heute noch Grundlage aller Navigation ist. Ein Student Mercators, Johannes Corputius, fertigte 1566 die bekannte Stadtansicht von Duisburg an. Auch diese Geschichte wird in einer Szene lebendig.

Die Aufführung dauert etwa 90 Minuten. Bei der Lesung in sechs Szenen treten Mercators Nachbarn in nachgeschneiderten zeitgenössischen Gewändern auf, die nach und nach über Spenden angeschafft werden. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von historisch interessierten Duisburgern. Diese sind vielfältig verbunden mit dem Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen, wo in der Mercator-Schatzkammer eine der schönsten kartografischen Sammlungen Europas aufbewahrt. Mit ihren Auftritten werben sie auch für den Bau eines neuen Mercatorhauses an der Oberstraße.

Der Eintritt kostet 4,50 Euro (Eintrittspreis fürs Museum).

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