Mehr als 72 Jahre nach ihrer Zerstörung wurde die Ölbergstation durch Weihbischof Rolf Lohmann (2. von rechts) eingesegnet (Foto: Bischöfliche Pressestelle / Christian Breuer)
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Xanten. Es sei, sagte Weihbischof Rolf Lohmann am 15. Oktober, ein historischer Moment. 72 Jahre nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist die mittelalterliche Ölbergstation nach einer umfangreichen Restaurierung eingesegnet worden. Neben dem Weihbischof durften auch Kinder aus Xanten die beeindruckenden Figuren aus Sandstein mit Weihwasser besprengen. „Wenn Ihr erwachsen seid, dann werdet Ihr Euch an den heutigen Tag erinnern, an dem Ihr diese Station mit eingesegnet habt“, wandte sich Lohmann an die Kinder.

Die Szene zeigt Jesus kurz vor dem Verrat und der folgenden Kreuzigung beim Gebet am Ölberg. Die Angst und Qual, die Jesus in diesem Moment verspürt, sind in seinem Gesicht gut zu erkennen. Sein Blick ist dabei gerichtet auf die Kreuzigungsgruppe vor dem Portal des Xantener Doms, aber auch auf Gott Vater im Eingang. Hilmar Müller, Steinbildhauer der Dombauhütte, hatte die Figuren in vielen Stunden restauriert. Ihm und allen anderen, die zur Verwirklichung des Projekts beigetragen hatten, dankten Weihbischof Lohmann und Propst Klaus Wittke.

Eingebettet war die Einsegnung in das Patronatsfest der St.-Viktor-Pfarrei. Nach dem festlichen Gottesdienst wurde in einer Prozession, Viktortracht genannt, der Schrein mit dem Reliquien des Heiligen vom Dom aus durch die Straßen getragen. Im Hof des Stiftsmuseums bestand anschließend die Gelegenheit, bei Gegrilltem und Getränken den sonnigen Herbsttag ausklingen zu lassen.

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