(Foto: privat)
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Moers. Patienten mit einer Krebserkrankung bedürfen einer besonderen Behandlung und haben besondere Bedürfnisse. Hier geht es nicht nur um eine Erkrankung, die zum Beispiel nach der Operation im Allgemeinen geheilt ist, sondern um eventuelle Rezidive oder auch ums Sterben.

Aber wie geht man mit krebskranken Menschen um? Welche besondere Unterstützung wird hier gebraucht? Sennur Köksal ist Gesundheits- und Krankenpflegerin am St. Josef Krankenhaus und hat jetzt mit Erfolg eine zweijährige onkologische Fachweiterbildung abgeschlossen. Bereits 1987 wurde diese Weiterbildung im Rahmen einer Kampagne der Europäischen Gemeinschaft „Europa gegen Krebs“ eingeführt. Zunächst handelte es sich um einen einjährigen, berufsbegleitenden Weiterbildungskurs, heutzutage umfasst die Ausbildung 2 Jahre und wird berufsbegleitend durchgeführt.

„Mittlerweile gibt es in der Bundesrepublik 30 Weiterbildungsstätten für diese Ausbildung“, berichtet Pflegedirektor Thomas Weyers, „der demographische Wandel hat leider als Konsequenz auch eine Zunahme von Krebserkrankungen, dem tragen wir mit der Weiterbildung unserer Mitarbeiter Rechnung.“ Voraussetzung für eine onkologische Fachweiterbildung ist eine abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege sowie Berufserfahrung in der Pflege Krebskranker.

„Zu meinem Curriculum in der Ausbildung gehörte die Patientenberatung onkologisch Erkrankter und deren Angehörige, aber auch die Sterbebegleitung sowie die Anleitung für Kollegen auf den Stationen“, so Sennur Köksal. Hier geht es nicht nur um die Palliativ- und Intensivstation, sondern um alle Fachrichtungen.

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