Das erste städtische Kolumbarium Düsseldorfs eröffneten Gründezernentin Helga Stulgies (Mitte), Doris Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamts (r.), und Doreen Kerler, Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement, auf dem Friedhof Itter (Foto: © Landeshauptstadt Düsseldorf/Ingo Lammert)
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Düsseldorf. Ein heller, lichtinszenierter Raum eröffnet sich beim Betreten der umgestalteten “Alten Kapelle” auf dem Friedhof Itter. Er ist das Zentrum des neuen und ersten städtischen Kolumbariums der Landeshauptstadt Düsseldorf und bietet Angehörigen einen Ort der stillen Einkehr, an dem sie ihren Verstorbenen nahe sein können. Umweltdezernentin Helga Stulgies, Doris Törkel, Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes und Doreen Kerler, Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement, haben das neue Kolumbarium am Donnerstag, 13. Juni, offiziell eröffnet.

Umweltdezernentin Helga Stulgies erklärt: “Jahrzehntelang – von 1953 bis 1980 – diente die ‘Alte Kapelle’ auf dem Friedhof Itter als Trauerraum. Um der sich verändernden Bestattungskultur gerecht zu werden, wurde die Kapelle nun zu einem Kolumbarium umgestaltet. Denn der Trend geht weg von der Erd- und hin zur Feuerbestattung und die bereits große Nachfrage nach pflegefreien Bestattungsformen wächst stetig. Die moderne Architektur und die neue Funktion entsprechen diesem Wunsch der Angehörigen.”

Gartenamtsleiterin Doris Törkel erläutert: “Mit dem Kolumbarium, das wir heute auf dem Friedhof Itter eröffnen, erhält Düsseldorf einen besonderen Bestattungs- und Erinnerungsort. Gemeinsam mit dem Amt für Gebäudemanagement konnten wir dieses wichtige Projekt verwirklichen. Der Innenausbau wurde für rund 200.000 Euro realisiert. Dadurch wurde ein Ort geschaffen, an dem Angehörige in Ruhe trauern können.”

Doreen Kerler, Leiterin des Amtes für Gebäudemanagement schildert: “Auch für das Amt für Gebäudemanagement ist der Umbau der Kapelle zu einem Kolumbarium ein ganz besonderes Projekt, denn die Architektur von Sakralbauten weist eine besondere Formensprache auf. Auf Grundlage des Entwurfes wurden Trennwände entfernt und die Tragkonstruktion des Daches überarbeitet. So entstand die Voraussetzung für eine besondere Raumatmosphäre. Im Ergebnis ist es durch Sanierung und Umbau der alten Kapelle Itter gelungen, ein Bestandsgebäude mit Hilfe moderner Innenraumarchitektur einer neuen, zeitgemäßen Nutzung zuzuführen.”

Gemeinsam mit dem Amt für Gebäudemanagement hat das Gartenamt der Stadt Düsseldorf die ursprüngliche “Alte Kapelle” in der Nähe des Haupteinganges als Begräbnisort saniert und umgebaut. Der Entwurf für den Innenausbau der Kapelle stammt vom Düsseldorfer Architekten- und Planungsbüro “Meyer Architekten”.

Das Kolumbarium bietet insgesamt 184 Urnennischen. Der rund 70 Quadratmeter große Innenraum besteht aus sechs Bereichen, die durch Urnenkammerwände gebildet werden. Jede dieser Wände ist vier Urnenkammern hoch. In eine Urnenkammer können bis zu zwei Urnen gestellt werden. Der Korpus der Urnenkammern besteht aus dem Verbundstoff “Corian” und ist mit einer mattierten Grab- oder Glasplatte abgedeckt. In der Mitte des Raumes dienen zwei Bänke als Ruheplätze für Trauernde.

Der Kontrast von Hell und Dunkel, Licht und Schatten, bestimmt den gesamten Raum. Durch den gezielten Einsatz von Licht wird die Kapelle zum geschützten und schützenden Raum für Angehörige und bietet so einen Ort der Ruhe, der Einkehr und der Erinnerung. Leuchtbänder verbinden die Urnenkammern vertikal und horizontal miteinander. Die Lichtinstallationen heben sich  so vom dunklen Boden in der Mitte der Kapelle ab, der sich an der hinteren Stirnseite fortführt und dort ein – ebenfalls beleuchtetes – Kreuz formt.

Das Kolumbarium auf dem Friedhof Itter ist täglich von 8 bis 20 Uhr (Oktober bis März: 8 bis 17 Uhr) geöffnet und barrierefrei erreichbar.

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