Klaus Paulus, Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs Duisburg (l.), Volker Müßig, Leiter des Schulschiffs Rhein (2. v. l.), Oliver Kratky, Prüfungssachbearbeiter der IHK (2. v. r.) und André Stäudtner, Vorsitzender des IHK-Prüfungsausschusses (r.), gratulieren dem Klassenbesten Maximilian Scheliga (3. v. l.) und dem Prüfungsbesten Nino Mura (3. v. r.) zu ihren hervorragenden Leistungen (Foto: Niederrheinische IHK/Zoltan Leskovar)
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Duisburg. Duisburg ist die Haupt-Anlaufstelle für Azubis

Aus dem gesamten deutschsprachigen Raum schicken Binnenschifffahrts-Betriebe ihre Auszubildenden nach Duisburg. Jetzt haben rund 60 angehende Binnenschiffer  ihre Prüfung bei der Niederrheinischen IHK erfolgreich absolviert. Am Freitag, 26. Juli, fand die Lossprechung auf dem Schulschiff Rhein in Duisburg statt. Die Azubis lernen in ihrer Ausbildung nicht nur, wie man Personen auf dem Wasser befördert und die Schiffsfracht lädt und löscht. Auch die Organisation der Zusammenarbeit an Bord stand auf dem Stundenplan.

Prüfungsbester wurde Nino Mura – seine Zeit als Auszubildender behält er in guter Erinnerung: „Das besondere an der Ausbildung zum Binnenschiffer ist, das Kopf und Körper gleichermaßen gefordert werden. Ob an Deck, im Maschinenraum, im Steuerhaus oder im Laderaum, man ist überall eingesetzt. Dabei lernt man alles, was man als zukünftiger Binnenschiffer wissen muss – von A wie Anker bis Z wie Zylinder.“ Nun freut er sich auf eine Festanstellung bei seinem Ausbildungsbetrieb, dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg-Rhein.

Auszubildenden kommen sogar aus der Schweiz

„Nur an zwei Orten bundesweit kann man die Prüfung zum Binnenschiffer ablegen – in Duisburg oder in Schönebeck an der Elbe – auch nur hier gibt es Berufsschulstandorte“, erklärt Oliver Kratky. Er ist bei der Niederrheinischen IHK zuständig für die Betreuung der bundesweiten Prüfungsteilnehmer. Dieses Jahr waren neben den Auszubildenden von Unternehmen vom Main oder der Donau auch Prüfungsteilnehmer aus der Schweiz dabei. „Wir freuen uns, dass unsere duale Ausbildung auch über die Landesgrenzen hinweg angesehen ist“, freut sich Kratky.

André Stäudtner, Vorsitzender des IHK-Prüfungsausschusses, überreichte den frisch gebackenen Binnenschiffern ihre Ausbildungszeugnisse. Vom Schulleiter des Schiffer-Berufskolleg Rhein, Klaus Paulus, erhielten sie ihr Schulzeugnis.

Duisburger Binnenschifffahrt in Zahlen

Der Niederrhein hat in Europa eine herausragende Stellung in der Binnenschifffahrt: Jedes Jahr passieren am Grenzübergang Emmerich am Rhein weit mehr als 100.000 Binnenschiffe die deutsch-niederländische Grenze. Duisburg ist Standort des größten Binnenhafen Europas. Die Stadt ist auch Bildungsheimat der Branche: Seit 1892 werden im Schiffer-Berufskolleg Rhein in Homberg angehende Binnenschiffer unterrichtet. Hier lernen jährlich rund 350 angehende Binnenschifferinnen und Binnenschiffer ihr Rüstzeug. Auch der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt betreibt in Duisburg sein Schulschiff Rhein, eine branchenweit einzigartige Fortbildungseinrichtung.

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