Luca Zamhöfer vom SF Katernberg (Foto: Bernd Rosen/SFK)
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Essen. Einige Highlights des Sportwochenendes: TUSEM siegt, Katernbergs Schachjugend erfolgreich, erneute Heimschwäche am Horster-Eck und ETB chancenlos.

Jugendschach: Sensationeller Erfolg für Nils Berresheim – U16 erneut Vizemeister im Revier

Beim vor allem in der Spitze stark besetzten Jugendturnier in Oberhausen landete Nils Berresheim (SF Katernberg) einen sensationellen Erfolg: Mit 6 Punkten aus 7 Partien teilte er den 1. Platz mit der amtierenden Deutschen U14-Meisterin Luisa Bashylina (Solingen) und überflügelte mit dem FIDE-Meister Alexander Krastev (Hessen, ELO 2343) sogar den Deutschen U14-Meister. Erst wenige Tage zuvor hatte der 11-jährige Katernberger einen Freiplatz für die NRW-Meisterschaft 2020 erhalten.

Bei der Ruhrgebietsmeisterschaft für U16-Mannschaft in Dortmund konnte die Auswahl der Schachfreunde Katernberg den im Vorjahr errungenen Titel eines Vizemeisters erfolgreich verteidigen: Zwar gingen die Partien gegen die Bochumer Mannschaft klar verloren, aber zwei ebenso deutliche Siege gegen Mitfavorit Dortmund Brackel sowie 3:1 Punkte gegen Werden genügten, um sich mit dem 2. Platz sicher für die NRW-Jugendliga U16 zu qualifizieren. Die Schachfreunde Werden mussten mit dem 4. Platz vorlieb nehmen, erkämpften in der Rückrunde aber immerhin Unentschieden gegen Katernberg und Dortmund Brackel.

 

Erneute Heimschwäche: BF Horster-Eck : BG Rot-Weiß Krefeld 4:4

Die Billard-Freunde Horster-Eck tun sich zu Hause schwer. Während der Oberligist am letzten Wochenende in Schwelm mit einem 8:0 Sieg noch überzeugte, gelang ihm im zweiten Heimspiel der Saison erneut kein Sieg. Gegen die BG Krefeld reichte es nur zur Punkteteilung, obwohl mehr drin gewesen wäre. Dazu hätte es allerdings eines besseren Startes bedurft. Weder Detlev Rahmfeld gegen Markus Nehring (30:37) noch Hans Bechert gegen Thomas Albers (29:31) konnten in der ersten Spielrunde punkten, wobei selbst eine 7er Serie dem Teamsenior nicht half, die knappe Niederlage abzuwenden. Auf das Horster Spitzenduo war Verlass. Uwe van den Berg war gegen Benno Pompetzki eindeutig der bessere Akteur und hielt den Krefelder mit 40:29 auf Distanz. Spieler des Tages war Dirk Rosteck, der Cüneyt Altunok keine Chance ließ. Mit 40:17 in 35 Aufnahmen erzielte er einen exzellenten Durchschnitt von 1,142 und rettete seiner Mannschaft den ersten Heimpunkt.

 

TUSEM feiert klaren Sieg gegen Konstanz

Der TUSEM konnte am Freitagabend im Heimspiel gegen die HSG Konstanz das nächste Ausrufezeichen setzen. Mit dem klaren 32:21(15:10)-Heimsieg bleibt das Team von Trainer Jaron Siewert weiter ungeschlagen und kletterte zumindest über Nacht auf Platz 1 in der 2.Handball-Bundesliga.

Die Vorzeichen waren vor dem dritten Heimspiel der Saison klar. Das Unentschieden gegen den HC Elbflorenz Dresden aus der Vorwoche wollte der TUSEM so schnell wie möglich vergessen machen. Auf der anderen Seite stand die HSG Konstanz, die nach dem Sieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau mit breiter Brust ins Ruhrgebiet reiste.

Und entsprechend motiviert gingen die Gäste in die Partie. Beide Teams wirkten dabei in der Anfangsphase des Spiels hochkonzentriert und die HSG Konstanz ließ sich bis zum zwischenzeitlichen 4:4 nach knapp zehn Minuten nicht abschütteln. In der Folge konnte sich der TUSEM allerdings durch einen überragend aufgelegten Sebastian Bliß im Tor und ein starkes Kreisläuferspiel von Tim Zechel in einen regelrechten Lauf spielen (9:5, 15.).

Die Gäste aus Konstanz zeigten allerdings große Leidenschaft und kämpften sich fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff noch einmal auf drei Tore heran (11:8). Insgesamt scheiterten sie aber zu oft an der eigenen Chancenverwertung und gaben den Hausherren so die Möglichkeit, sich bis zur Pause erneut auf ein 15:10 abzusetzen.

Die Druckphase des TUSEM hielt auch zu Anfang der zweiten Hälfte an. Die Gäste wirkten dagegen in der Abwehr überfordert und so stand es nach fünf gespielten Minuten im zweiten Durchgang schon 20:12. Doch statt sich mit der sicheren Führung zufrieden zu geben, versprühte der TUSEM weiter seine Spielfreude und wurde dafür von den zahlreichen Zuschauern gefeiert. Als stärkster Werfer der Essener stach Dennis Sczcesny mit sieben Treffern heraus, der wie alle anderen Mannschaftsteile eine deutlich verbesserte Leistung zeigte. Spätestens eine Viertelstunde vor Schluss war die Vorentscheidung beim Stand von 27:17 dann gefallen.

Trainer Jaron Siewert wechselte daraufhin etwas durch und Luca Lewandowski, der für den verletzten Tom Skroblien in den Kader gerückt war, durfte seinen Debüttreffer feiern. Keinen Grund zu wechseln gab es dagegen im Tor, denn Sebastian Bliß zeigte eine Parade nach der anderen und trieb mit einer Quote von 49% gehaltener Bälle den Gegner zur Verzweiflung. Am Ende stand ein klarer und verdienter 32:21-Heimsieg für den TUSEM Essen, der damit mindestens für eine Nacht auf den ersten Tabellenplatz klettert.

„Die Jungs haben heute ein Ausrufezeichen gesetzt und eine deutlich bessere Leistung und Einstellung gezeigt. Wir waren defensiv wie auch offensiv heute sechzig Minuten lang konzentriert. Bei dem Gegner konnte man nicht davon ausgehen, deswegen bin ich wirklich stolz auf die Leistung”, freute sich TUSEM-Trainer Jaron Siewert nach dem deutlichen Heimsieg gegen die HSG Konstanz.

Am nächsten Samstag ist der TUSEM dann beim ThSV Eisenach zu Gast. Dort dürften dann die nächsten Punkte für die Essener möglich sein. Der Anwurf ist zur gewohnten Zeit um 19:30 Uhr.

TUSEM Essen – HSG Konstanz 32:21 (15:10). TUSEM: Genz, Bliß; Beyer (5), J.Ellwanger (2), Urios Gonzales (1), Akakpo (2), Szczesny (7), Ridder (2), Müller (2), Firnhaber (4), Seidel, Klingler (1), Zechel (5). Konstanz: Tölke, Haßferter; Stotz, Schlaich (1), Czako (2), Hild, Wolf (2), Wiederstein (2), Kaletsch (5), Krüger (2), Maier-Hasselmann (1), Beckmann, Braun (2), Jud (1), Keupp (3), Wendel. Siebenmeter: 1/3 – 0/2. Strafminuten: 4 – 0. Schiedsrichter: Lier, Lier. Zuschauer: 1813

(Foto: TUSEM)

 

Personell gebeutelter ETB am Ende chancenlos

Der ETB Schwarz-Weiß Essen geht momentan personell auf dem Zahnfleisch. Bei der 0:4-Niederlage bei TuRU Düsseldorf musste ETB-Coach Ralf vom Dorp sechs Stammspieler ersetzen. Vier Ausfälle seines Stammpersonals waren im Vorfeld bekannt, aber kurzfristig mussten auch noch Torhüter Kai Gröger und Mittelfeldass Athanasios Tsourakis passen. Durch die fünfte Niederlage in Serie fielen die Schwarz-Weißen auf den zwölften Tabellenplatz zurück und müssen nächste Woche auf jeden Fall punkten, um nicht in die Abstiegszone zu rutschen.

Trotz Dauerregens präsentierte sich der Naturrasenplatz im „Stadion an der Feuerbachstraße“ in einem erstaunlich guten Zustand. Bis zur 17. Spielminute neutralisierten sich beide Teams, aber dann hatten die Gäste durch Torjäger Marvin Ellmann die erste gute Gelegenheit des Spiels. Nach einem Konter über Bünyamin Sahin versuchte er es mit einem Flachschuss aus zwölf Metern, der aber um Millimeter am rechten Pfosten vorbeistrich. Genauer machte es sechs Minuten später der hoch aufgewachsene TuRU-Verteidiger Daniel Rey Alonso, der nach einem Freistoß von Saban Ferati mit dem Kopf zur Stelle war und das runde Leder zur 1:0-Führung in den rechten Winkel bugsierte (23.). Der ETB ließ sich davon aber nicht einschüchtern und hätte fast mit dem Pausenpfiff den Ausgleich erzielt. Stürmer Malek Fakhro hatte aus dreizehn Metern abgezogen, aber seinen guten Schuss in die rechte Ecke konnte TuRU-Keeper Maksimilijan Milovanovic mit einer Klasseparade noch entschärfen (44.).

Nach dem Seitenwechsel wurde die Essener direkt kalt erwischt und mussten das 0:2 hinnehmen. Nach einem Konter zog Düsseldorfs Tim Galleski von rechts in den Strafraum und traf mit einem Flachschuss in die linke Ecke (48.). In der 71. Minute sah es fast nach dem Anschlusstreffer für die Uhlenkrugelf aus, als Marvin Ellmann einen guten Schuss aus sechszehn Metern losließ, aber Torhüter Maksimilijan Milovanovic konnte ihn gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken. Vier Zeigerumdrehungen später fiel dann die endgültige Entscheidung für die Gastgeber. Nach einem guten Konter über die linke Seite kam der Ball zu TuRU-Stürmer Sahin Ayas, der per Direktabnahme aus neun Metern zum 3:0 in die Maschen traf (75.). Fünf Minuten vor dem Spielschluss zeichnete er sich auch noch für den 4:0-Endstand verantwortlich. Aus kurzer Entfernung konnte er mit einem Seitfallzieher den Ball über die Essener Torlinie bugsieren (85.).

Trainerstimmen:
Francisco Carrasco Romero (TuRU Düsseldorf): „Das Spiel war am Anfang sehr ausgeglichen. Nach dem 1:0 haben wir den Ball länger gehalten und den Gegner mehr laufen lassen. Das haben die Jungs anständig gemacht. Wir konnten direkt nach der Halbzeitpause das 2:0 machen, das hat uns dann natürlich in die Karten gespielt. Nach dem 2:0 kam auch überhaupt keine Reaktion mehr vom ETB. Wir haben dann unseren Stiefel runtergespielt und konnten auch noch das dritte und vierte Tor erzielen. Unser Torwart hat heute richtig gute Dinger gehalten und uns im Spiel gehalten. Das Ergebnis ist in Ordnung und ich bin zufrieden damit.“

Ralf vom Dorp (ETB SW Essen): „Wir sind eigentlich ganz gut in die Partie reingekommen und hatten gute Situationen. Das 0:1 war mit Ansage und ich hatte meine Mannschaft eigentlich vor diesen Standards gewarnt. Bis zur Halbzeitpause war es dann ein verteiltes Spiel. Wir hatten uns eigentlich einiges für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen und müssen dann direkt durch einen individuellen Fehler im Mittelfeld das 0:2 hinnehmen. Wir haben uns dann noch mal etwas gefangen und hatten durch Marvin Ellmann noch eine sehr gute Tormöglichkeit. Wir haben heute viel zu viele individuelle Fehler gemacht, die dann auch zu den Toren geführt haben. So kann man in der Liga eigentlich kein Spiel gewinnen, zumal wir es wieder nicht geschafft haben ein Tor zu erzielen. TuRU hat das Spiel verdient gewonnen.“

TuRU Düsseldorf – ETB Schwarz-Weiß Essen 4:0 (1:0)

TuRU Düsseldorf: Milovanovic – Beric, Rey Alonso, Reitz, Erginer – Galleski, Bogdani (80. Kato), Ozan, Ferati (89. Wollert) – Ayas, Munoz-Bonilla (68. Yanagisawa)

ETB SW Essen: Haller – Haubus, Voß, Riebling, Sahin (69. Moukoko) – Fechner – Kray (77. Kryeziu), Walter (66. May), Wolters – Ellmann (82. Bel-Mustapha), Fakhro

Schiedsrichter: Daniel Hachtkemper

Tore: 1:0 Rey Alonso (23.), 2:0 Galleski (48.), 3:0 Ayas (75.), 4:0 Ayas (85.)

Zuschauer: 220
Gelb-Rote Karten: –
Rote Karten: –
Besondere Vorkommnisse: –

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