(Foto: privat)
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Moers. Besichtigungstermine des neuen Kassenhäuschens des Schlosstheaters immer vor den Aufführungen von Illuminatics. Ein Mindfuck-Workout in 23 Stufen. Nur noch wenige Termine: 17. Oktober sowie 22. November und 14. Dezember, jeweils 19.30 Uhr

Neben der Kapelle ist ein UFO gelandet, durchsichtig, leuchtend und passend für die Inszenierung „Illuminatics“, in der jede Verschwörungstheorie ihren Raum findet. Dieses spektakuläre Luftobjekt ist der Ersatz für das in die Jahre gekommene Bauwagen-Kassenhäuschen, aus dem nun ein Hotel für Hühner entstanden ist, das am Stadtrand von Mönchengladbach „bewohnt“ wird. Die transparente sowie schnell aufblasbare Kunststoffkuppel wurde konstruiert von der Firma Airworxx, die für das Schlosstheater bereits für die Inszenierung „1984“ aus der Spielzeit 2014/2015 eine große aufblasbare Ratte entworfen hatte. Ab sofort beginnt Ihr Theatererlebnis schon mit dem Kauf der Eintrittskarte im spacigen Zwischenraum zwischen drinnen und draußen.

Die Inszenierung Iluminatics ist die vielleicht schrägste und witzigste Inszenierung des Schlosstheaters und ab jetzt wieder in der Kapelle zu sehen. In einer sehr freien Interpretation des Kultromans „Illuminatus!“ von Robert Shea und Robert Anton Wilson und weiteren (streng geheimen) Quellen legt das Ensemble des Schlosstheaters in der Inszenierung von Matthias Heße eine pop-artige Freakshow auf`s Parkett, die nicht nur Fantasy-Fans und IT-Nerds in ihren Bann zieht. Die Familie als Filmteam, das Wohnzimmer als Studio – unter deutschen Dächern wird gedreht, geschnitten, geleuchtet, gepegelt, moderiert und hochgeladen. Ein Highlight zwischen Astro-Esotherik und Katzenvideos ist der Netzkanal Illuminatics!, der über die verborgenen Machenschaften sinistrer Geheimbünde aufklärt. Die hochbegabte Celine Hagbard, IT-Profi Dorn, Alt-Hippie Neuss und Tierrechtsaktivistin Brute wissen von Ungeheuerlichkeiten, von denen im Lande niemand etwas ahnt… So garantieren die Moerser ExpertInnen für Verschwörungstheorie und Sci-Fi-Trash einen Abend, an dem bekannt geglaubte Realitäten bröckeln und nichts bleibt, wie es scheint.

Matthias Heße ist seit 2009 Schauspieler am STM. Nach „Das Mädchen, das die Streichhölzer zu sehr liebte“, „Fabelhafte Familie Baader“ und der Lesereihe “Eine Geschichte der Welt in 10 ½ Kapiteln“ arbeitet er jetzt erneut als Regisseur.

Text und Regie: Matthias Heße
Bühne und Kostüme: Steffi Dellmann
Mit: Patrick Dollas, Lena Entezami, Roman Mucha und Elisa Reining
Dramaturgie: Larissa Bischoff, Philipp Scholtysik
Regieassistenz: Kristina Zalesskaya
Animationen und Hospitanz: Valentin Linse

17.10., 19.30 Uhr, Kapelle
22.11., 19.30 Uhr, Kapelle
14.12., 19.30 Uhr, Kapelle
Karten sind noch erhältlich unter 02841/8834110 oder info@schlosstheater-moers.de
Eintritt: 19,50 € / ermäßigt 7 €

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