v.l. Thomas Gäng (Vorstand SSK OB), Frank Mols (evo), Bernd Homberg (Vorstand evo), Wolfgang Schepers (SSK OB), Oliver Mebus (Vorstand SSK OB), Moritz Ebbers (Architekt), Christian Lambrecht (SSK OB), Christian Basler (evo) (Foto: Oliver T. Müller)

Oberhausen. Gemeinsam mit starken Partnern hat die evo ihre Hauptverwaltung umgebaut

Alle Fenster und Türen sind ausgetauscht, die energetische Erneuerung ist abgeschlossen und die Klinkerarbeiten neigen sich dem Ende entgegen: Auch wenn das Gebäude aktuell noch eingerüstet ist, ist der Baufortschritt unverkennbar und das neue Gesicht des Hauptverwaltungsgebäudes der Energieversorgung Oberhausen AG (evo) nimmt Konturen an.

„Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, sagt dementsprechend Bernd Homberg, technischer Vorstand der evo: „Die Fassadenbegrünung an der Stirnseite wird mit Rücksicht auf die Vegetationsphasen im kommenden Frühjahr erfolgen.“ Gleiches gilt für einige abschließende Stahlbauarbeiten, die erst dann erfolgen können, wenn die Temperaturen wieder ein gewisses Mindestmaß erreicht haben.

Grundlage der Umgestaltung der evo-Hauptverwaltung war ein Entwurf des Oberhausener Architektur- und Ingenieurbüros Meier-Ebbers. Dieser hatte sich im Rahmen eines Gestaltungswettbewerbs durchgesetzt.

Architekt Moritz Ebbers erläutert seine Idee: „Der Entwurf zeichnet sich durch die Verbindung von moderner Formensprache und der Verwendung von traditionalen Materialien aus. Das Farb- und Materialkonzept leitet sich aus dem historischen Elektrizitätswerk der evo von 1901 ab und greift damit das starke, identitätsstiftende und raumprägende Potenzial des Gebäudes auf. Durch die gezielte Kombination von traditionellen Materialien und einer modernen Formensprache ist ein Gebäude entstanden, dem es gelingt, das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne zu vereinen. Zugleich steht die Ziegelfassade stellvertretend für die Baukultur und Handwerkskunst des Ruhrgebietes und spiegelt so die Tradition und die unternehmerischen Werte wieder, denen gerade auch die evo sich verpflichtet fühlt.“

Kaum weniger wichtig als die architektonische Qualität der Planung war die wirtschaftliche Dimension des Projekts. „Hier haben wir in bewährter Weise auf die Expertise unserer Partner von der Stadtsparkasse Oberhausen zurückgreifen können“, zeigt Hartmut Gieske, kaufmännischer Vorstand der evo, sich auch in diesem Punkt sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Die Fachleute des örtlichen Geldinstituts haben für die evo eine passgenaue Finanzierungslösung entwickelt und dabei die zur Verfügung stehenden Optionen einer für Außenstehende immer komplexer werdenden Förderkulisse optimal ausgeschöpft: Christian Lambrecht, stv. Leiter des Bereichs Firmenkunden bei der Stadtsparkasse Oberhausen: „Für die Finanzierungssumme von rund 3,8 Mio. Euro haben wir ein passgenaues Maßnahmenpaket geschnürt, das unter anderem ein Bundesförderdarlehn für energieeffizientes Sanieren über die Kreditanstalt für Wiederaufbau – kurz KfW – inklusive gesonderter Tilgungszuschüsse des Bundes sowie einen klassischen Sparkassenkredit umfasst. Zusammengenommen ist es so gelungen, das anspruchsvolle Projekt nicht nur architektonisch, sondern auch finanzierungsseitig bestmöglich aufzustellen.

Für die Stadtsparkasse betonen die Vorstände Oliver Mebus und Thomas Gäng die besondere Verbundenheit der beiden, für die lokale Wirtschaft so bedeutenden Unternehmen: „Die evo wie auch die Sparkasse sind zentrale Akteure der Oberhausener Wirtschaft. Unsere Häuser sind traditionell stark am und für den Standort engagiert und daher freuen wir uns, dass wir unsere finanzwirtschaftliche Kompetenz in dieses für Oberhausen so bedeutende Bauprojekt einbringen konnten.“

Das sehen auch die evo-Vorstände Hartmut Gieske und Bernd Homberg ganz ähnlich: „Die Erneuerung der Hauptverwaltung war für uns nicht allein eine Frage energetischer Notwendigkeiten. Wichtig war uns aus Sicht der evo auch, dass dieses Gebäude an einem zentralen Einfahrtsweg zur Innenstadt stets auch eine Art architektonische Visitenkarte nicht nur der evo, sondern der Stadt Oberhausen insgesamt ist. Auch diesem städtebaulichen Aspekt trägt das Ergebnis aus unserer Sicht Rechnung und wir freuen uns, dass wir uns bei der Realisierung auf starke, lokale Partner verlassen konnten.“

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