Die Bushäuschen waren auf den Dachrundungen und den Regenabläufen „grün“ verwildert und hierdurch völlig verdreckt (Foto: Ralf Klein)

Willich. Mit der Einbringung des Haushaltes hatte die CDU Willich beantragt, dass die Bushäuschen in der Stadt Willich begrünt werden sollen. 20.000 Euro sollen für diese Maßnahme eingesetzt werden. „Dass in der Realität und bei der Umsetzung solche Wünsche nicht immer machbar sind, hätte die CDU allerdings vorher prüfen sollen“, sagt FDP-Ratsfraktionsmitglied Ralf Klein.

Der Liberale verweist darauf, dass sich die Bushäuschen in der Stadt oftmals bauartbedingt gar nicht für eine Begrünung und damit für Bienenstopps eignen. „Wenn man sich mit dem Thema befasst, dann stellt man fest, dass sich vor allem großstädtische Gebiete mit der Begrünung von Bushäuschen auseinandersetzen. Allerdings haben diese Kommunen ein ganzes Konzept entwickelt, das auch die anschließende Pflege samt Folgekosten im Blick hat und genau hier hinkt der CDU-Antrag sehr stark, denn dieser Aspekt fehlt völlig.“, ergänzt Klein.

Wie schwierig eine Begrünung umzusetzen ist, zeigt ein Beispiel aus Anrath. Hier wurde Klein, der ursprünglich aus dem Stadtteil stammt, von Bürgern auf den katastrophalen Zustand der Bushäuschen am Lise-MeitnerGymnasium angesprochen. Die Bushäuschen waren auf den Dachrundungen und den Regenabläufen „grün“ verwildert und hierdurch völlig verdreckt. Klein bat die Stadtverwaltung um Abhilfe und diese wurde auch umgehend pflegerisch tätig.

Der Anrather Jungliberale Julian Greifeld äußerte sich zufrieden mit der Maßnahme: „Das sieht jetzt wieder vernünftig aus und es zeigt, dass gerade die Bauart dieser Bushäuschen für Beete durch die Rundungen ungeeignet sind. Wir jungen Menschen würden es allerdings eher begrüßen, wenn die Willicher Bushäuschen auch WLAN-Hot-Spots hätten.“ Greifeld macht deutlich, dass er nichts gegen eine Begrünung hat und fordert: „Das Konzept muss auf allen Ebenen nachhaltig und umsetzbar sein. Wenn wir das Thema schon anpacken, dann sollten wir auch die Digitalisierung mit WLAN-Hot-Spots in Angriff nehmen. Auch das gehört zu einer modernen und nachhaltigen Stadt, die zukünftig unbedingt die ÖPNV-Strukturen zur Entlastung des Verkehrs stärken muss.“

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