Einsatz in Jüchen (Foto: Lars Vocke)

Rhein-Ruhr. Während der zurückliegenden 15 Stunden (Montag 10.02.2020, 00.00 Uhr – 15.00 Uhr) hat die Essener Feuerwehr noch einmal 55 witterungsbedingte Einsätze gefahren. Wie erwartet, gingen mit einsetzendem Tageslicht erneute Hilfeersuchen in der Leitstelle ein. Es blieb bei wettertypischen Ereignissen wie umgestürzten Bäumen, zum Teil in Verbindung mit beschädigten Fahrzeugen, losen Dachziegeln oder abgeknickten Dachantennen. Mehrfach mussten Baugerüste gesichert werden, Gerüstplanen schlugen im Wind. Aber auch Kuriositäten wie plötzlich mobil gewordene Baustellentoiletten, ein Pavillon oder Trampoline nahm “Sabine” auf ihrem Weg mit. Gestern Mittag wurde eine 47 Jahre alte Frau in Essen-Heisingen von einer herabstürzenden Schieferplatte verletzt worden. Sie musste mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus transportiert werden. Von weiteren Verletzten ist nichts bekannt. Resümiert sind seit Sonntag (09.02.2020, 12.00 Uhr) bis heute (Montag 10.02.2020, 15.00 Uhr) 155 Einsätze mit dem Stichwort “Sturm” gefahren worden. Zum Vergleich: Pfingssturm Ela hat in Essen mehr als 4.000 Einsätze beschert, die Schäden waren deutlich heftiger. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt, die Prognosen des DWD zeigen weiterhin Unwetterszenarien auf.

Höhenretter im Einsatz (Symbolfoto: Mike Filzen)

 

Jüchens Bürgermeister dankt Helfern für 40 Einsätze

Orkantief „Sabine“ hat auch die Einsatzkräfte der Jüchener Feuerwehr stark beschäftigt. Insgesamt kam es im Stadtgebiet bisher zu 40 unwetterbedingten Einsätzen.

Mehrere Bäume im Stadtgebiet sind witterungsbedingt umgestürzt, so z. B. auf der Alleestraße, Hans-Diekmann-Straße, Odenkirchener Straße, Kelzenberger Straße, Schaan und der Grevenbroicher Straße. Auch mussten zahlreiche lose Dachziegel bzw. teilweise abgedeckte Dächer gesichert werden. Darüber hinaus wurde Hilfeleistung an einem umgekippten LKW auf der A 44 und an einem umgeknickten Strommast in Wey geleistet.

In Spitzenzeiten waren insgesamt ca. 80 Einsatzkräfte im gesamten Stadtgebiet unterwegs. „Der Sturm hat Gott sei Dank deutlich weniger große Schäden verursacht als aufgrund der Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes angenommen werden musste“, so Heinz-Dieter Abels, Leiter der Feuerwehr Jüchen.

„Glücklicherweise wurden keine Menschen verletzt oder größere Schäden gemeldet. Ich danke den Frauen und Männern unserer Freiwilligen Feuerwehr für ihre geleistete Arbeit“, so Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens.

 

Feuerwehr Dormagen fuhr bislang nur neun kleinere Einsätze

Während das Sturmtief Sabine in Teilen Nordrhein-Westfalens für Chaos gesorgt hat, blieb die Lage in Dormagen weitgehend ruhig. Die Feuerwehr fuhr seit Sonntagnachmittag insgesamt nur neun kleinere wetterveranlasste Einsätze.

Anlass dieser Einsätze waren abgebrochene bzw. umgekippte Bäume sowie lose Dachziegel. Auf der Hauptwache wurde ein Lagezentrum zur Koordinierung der Einsatzkräfte eingerichtet, die Dormagener Wehr hielt an acht Standorten rund 60 Einsatzkräfte bereit. Alle weiteren Einheiten waren in erhöhter Bereitschaft. Der Rettungsdienst wurde verstärkt und an zusätzlichen Standorten im Stadtgebiet positioniert.

Bürgermeister Erik Lierenfeld dankte den Einsatzkräften ausdrücklich: „Danke an alle Einsatzkräfte die draußen waren oder sich in Bereitschaft gehalten haben. Dank Euch fühlen wir Bürger uns in so einer Lage einfach sicherer.“

Wegen des Sturms ändern sich diese Woche die Termine für Sperrmüll und Restmüll in Dormagen

Aufgrund der Wetterlage kommt es in dieser Woche zu terminlichen Verschiebungen bei der Leerung der Mülltonnen. Der Sperrmüll, der am Montag, 10. Februar, abgeholt werden sollte, wird am Dienstag, 11. Februar, abgeholt. Der Sperrmüll, der am Dienstag, 11. Februar, eingesammelt werden sollte, wird am Mittwoch, 12. Februar, abgeholt.

Der Restmüll aus den Stadtteilen Straberg, Nievenheim und Delrath wird am Dienstag, 11. Februar, abgeholt.

Für weitere Fragen steht der Entsorgungsdienstleister der Stadt, die EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH, telefonisch unter 02133 6590 zur Verfügung.

 

31 sturmbedingte Einsätze in Neuss

Am gestrigen Sonntag und heutigen Montag, den 10.02.2020 zog das Sturmtief “Sabine” über die Stadt Neuss. Um kurz vor 14 Uhr begannen die sturmbedingten Einsätze am vergangenen Sonntag mit einer losen Plane auf einem Dach auf einer Baustelle in Neuss Grimlinghausen. Von 14:00 bis 0:00 Uhr folgten auf diesen ersten Einsatz insgesamt 15 weitere Sturmeinsätze und Schadenserkundungen. Gegen 0:00 Uhr gingen die Einsatzzahlen zurück, sodass die eingerichtete Wachbereitschaft für 181 Einsatzkräfte aufgelöst wurde. Auch der für das Sturmtief eingesetzte Stab stellte ab 0:00 Uhr seine koordinierende Tätigkeit ein und löste sich auf.

Wie erwartet stieg die Einsatzhäufigkeit in den frühen Morgenstunden an. Ab ca. 8:00 Uhr am heutigen Montag war die Feuerwehr mit insgesamt 45 zusätzlichen Einsatzkräften im Sturmeinsatz.

Von 0:00 Uhr bis 16:30 Uhr arbeiteten die Kräfte insgesamt 16 sturmbedingte Einsätze ab. Bedingt durch das normale Tagesgeschäft kamen zu diesen Sturmeinsätzen noch weitere sechs Einsätze im Grundschutz hinzu. Hier erstreckte sich das Einsatzspektrum von Brandmeldeanlagen bis hin zu einem vermeintlichen Zimmerbrand, der sich als Lagerfeuer herausstellt.

Von abgebrochenen Ästen bis hin zu entwurzelten Bäumen oder losen Dachziegeln sahen sich die Einsatzkräfte aller Neusser Löschzüge mit den klassischen sturmspezifischen Einsätzen konfrontiert. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Erwähnenswert sind hier drei Einsätze, auf die wir näher eingehen wollen. Der erste sturmbedingte Einsatz auf einer Baustelle in Grimlinghausen stellte die Wehrleute vor eine menschliche Herausforderung. Der Eigentümer der Baustelle auf der eine Plane auf dem Dach droht auf die Straße zu stürzen, verwehrte den Einsatzkräften den Zugang zur Baustelle. Durch Hinzunahme der Polizei wurde diese Situation geklärt und die Plane durch die Einsatzkräfte entfernt.

In Holzheim drohte am heutigen Montag eine ca. 10m hohe Fichte auf ein Haus zu stürzen, diese wurde mit Hilfe eines Hubrettungsfahrzeuges gesichert und abgetragen.

Ebenso in Holzheim stürzte ein Baum auf ein Wohnhaus, auch dieser Baum konnte mit einem Hubrettungsfahrzeug gesichert werden und wurde abgetragen um weitere Schäden am Gebäude zu verhindern.

Die im Vorfeld getroffenen organisatorischen und technischen Vorbereitungen zeigten Wirkung, alle anfallenden Einsätze konnten zügig und effizient abgearbeitet werden.

Bitte seien Sie trotz Durchzug des Sturmfeldes vorsichtig und meiden Sie von Sturm betroffene Bereiche wie Parks, Wälder und Grünanlagen. Wenn Ihr Haus oder Dach vom Sturm beschädigt wurde und z. B. Dachpfannen lose sind und drohen herabzustürzen, so halten Sie sich bitte aus dem Gefahrenbereich fern.

Alle zusätzlich eingesetzten Einsatzkräfte konnten den Einsatz um 15:00 Uhr beenden. Wir bedanken uns bei allen, die von Sonntag 17:00 Uhr bis heute 15:00 Uhr in Bereitschaft waren und alle angefallenen Sturmschäden beseitigt haben.

Einsatz nach Sabine (Foto: Feuerwehr Neuss)

 

Nur kleine Schäden in Krefeld – Einrichtungen öffnen wieder

Das Orkantief Sabine hat in Krefeld keine großen Schäden verursacht. Insgesamt meldete die Feuerwehr für die Abend- und Nachtstunden sowie den heutigen Vormittag 74 Einsätze, „zum Glück nichts schwerwiegendes“, wie FeuerwehrSprecher Christoph Manten sagte. Nach ersten Kontrollen sind an städtischen Gebäuden keine größeren Schäden festgestellt worden. Am Dienstag, 11. Februar, können alle städtischen Einrichtungen wieder öffnen.

Wegen der angekündigten Unwetterlage hatte die Stadt Krefeld vorsorglich entschieden, dass am Montag, 10. Februar, die städtischen Kindertageseinrichtungen geschlossen bleiben und in den Schulen kein Unterricht stattfindet. Schwimmbäder, Bezirkssportanlagen, Turnhallen, Eishallen, städtische Jugendzentren wie das Freizeitzentrum Süd oder der Offene Treff an der Herbertzstraße blieben ebenfalls zu.

Da nach den aktuellen Wetterprognosen für die kommenden Tage nicht mehr mit außergewöhnlichen Gefährdungen zu rechnen ist, werden die Einrichtungen ab morgen, Dienstag, 11. Februar, den normalen Betrieb wiederaufnehmen. Für Schüler steht den Erziehungsberechtigten bei auftretenden Wetterverschlechterungen weiterhin frei, selber zu entscheiden, ob sie den Schulweg für ihr Kind als zumutbar einschätzen. Soweit das Kind zu Hause bleibt, muss die Schule darüber informiert werden. Die Bezirkssportanlagen bleiben in Absprache mit dem Kommunalbetrieb Krefeld noch gesperrt, um dort mögliche Unfallgefahren wie zum Beispiel lose Äste festzustellen bzw. zu beseitigen. Eine Öffnung ist ab Mittwoch, 12. Februar, vorgesehen.

 

Städtische Schulen und Kitas sind in Düsseldorf ab dem 11. Februar wieder geöffnet

Die städtischen Schulen und Kindertagestätten sind ab Dienstag, 11. Februar, wieder geöffnet. Der Schulträger hatte am vergangenen Samstag wegen des Sturmtiefs “Sabine” vorsorglich entschieden, die Schulen am heutigen Montag nicht zu öffnen. Aufgrund der aktuellen herabgestuften Warnmeldung des Deutschen Wetterdienstes können Unterricht und die Betreuung in den Kitas wieder stattfinden.

Die Eltern beziehungsweise die Erziehungsberechtigten entscheiden jedoch weiterhin, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar und sicher ist. Bei extremen Wetterlagen liegt es im Ermessen der Eltern, ob sie ihr Kind in die Schule schicken wollen. Die Schule ist von den Erziehungsberechtigten umgehend zu informieren, wenn das Kind Zuhause bleibt. Zudem können die Schulleitungen – nach Rücksprache mit dem Schulträger und unabhängig von der Entscheidung des Krisenmanagements – weiterhin selbst entscheiden, den Unterricht ausfallen zu lassen oder früher zu beenden.

Die Düsseldorfer Schulen sind nach dem Durchzug des Sturmtiefs in der vergangenen Nacht glimpflich davon gekommen: Größere Schäden sind ausgeblieben. Lediglich an einigen wenigen Standorten gab es geringfügige Schäden, zum Beispiel einzelne lose Dachziegel und wenige lose Äste in den Baumkronen.

Auch die städtischen Kitas sind ab Dienstag, 11. Februar, wieder regulär geöffnet. Informationen zu Einrichtungen, die sich nicht in städtischer Trägerschaft befinden, müssen bei dem jeweiligen Träger eingeholt werden.

95 wetterbedingte Einsätze bei der Feuerwehr Düsseldorf – 52-jährige durch Bauzaun verletzt

Montag, 10. Februar 2020, 16 Uhr, Stadtgebiet Düsseldorf

Mit Anbruch des Tages rückten die Einheiten der Freiwilligen- und Berufsfeuerwehr immer wieder zu wetterbedingten Einsätzen im Stadtgebiet aus. So ist die Gesamtzahl der Einsatzstellen durch das Sturmtief “Sabine” in der Landeshauptstadt mit Stand von 16 Uhr auf insgesamt 95 angestiegen. In einem Fall wurde eine 52-jährige Frau von einem Bauzaun verletzt und musste nach einer medizinischen Erstversorgung in ein Krankenhaus transportiert werden.

Bei den meisten Einsätzen handelte es sich um lose Dachteile, ungesicherte Baumaterialien auf Baustellen sowie um lose Äste und umgestürzte Bäume. Auf der Rothenbergstraße in Unterbach waren bereits in der Nacht mehrere Bäume durch den Sturm umgefallen oder teilweise in Schieflage geraten. Da in der Nacht ein gefahrloses Arbeiten für die Feuerwehr nicht möglich war, musste der Bereich durch die Polizei abgesperrt werden. Im Laufe des Tages haben dann Mitarbeiter des städtischen Garten- und Friedhofsamtes in Zusammenarbeit mit Straßen.NRW alle Gefahrenstelle beseitigt, sodass seit 14.30 Uhr die Rothenbergstraße wieder befahrbar ist.

Weiterhin besteht eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen mit bis zu 100 Kilometern pro Stunden noch bis Dienstagabend 18 Uhr für Düsseldorf. Daher sollen die Menschen sich beim Verlassen des Hauses umsichtig verhalten. Es kann immer noch zu herabfallenden Ästen, Dachziegeln oder anderen Gegenständen kommen.

Im Weiteren einige Einsatzsituation des Tages in Kurzform:

8.11 Uhr Schorlemerstraße, Oberkassel Ein rund 10 Meter hoher Baum war umgestürzt und hatte dabei zwei Pkw sowie ein Mofa beschädigt. Die Besatzung des Löschfahrzeuges der Feuerwache Quirinstraße zerteilte den Baum mit einer Kettensäge. Nach rund einer Stunde war der Einsatz für die sechs Feuerwehrleute beendet.

8.27 Uhr Bernburger Straße, Eller Am Gebäude der Hauptschule in Eller hatten sich rund 30 Dachziegel gelöst und waren teilweise schon herabgefallen. Die Besatzung der Drehleiter der Feuerwache Werstener Feld entfernte die losen Ziegel. Nach rund 90 Minuten war der Einsatz hier beendet.

10.05 Uhr Schadowstraße, Stadtmitte Eine 52-jährige Frau wurde durch einem vom Wind umgestoßenen Bauzaun verletzt. Notfallsanitäter der Feuerwehr führten eine medizinische Erstversorgung durch und transportierten die Verletzte anschließend mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Der Bereich der Baustelle wurde durch die Feuerwehr gesichert und an die Baufirma übergeben.

11.24 Uhr Schadowstraße, Stadtmitte Von einer Leuchtreklame an einem Geschäftshaus hatten sich drei Buchstaben durch den Wind gelöst und waren auf den Gehweg gestürzt. Um eine Gefährdung für Menschen auszuschließen entfernte die Besatzungen der Drehleiter und eines Löschfahrzeuges der Feuerwache Münsterstraße die weiteren Buchstaben. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet.

12.21 Uhr Bachstraße, Bilk Die Plane an einem Baugerüst hatte sich gelöst und schlug durch den Wind um sich. Die Besatzung eines Löschfahrzeuges der Feuerwache Hüttenstraße entfernte die rund 150 Quadratmeter große Plane und konnte nach rund einer Stunde den Einsatz beenden.

 

Kaarster Bilanz zum Sturmtief Sabine

Das Sturmtief Sabine hat die Stadt Kaarst wie erwartet am Sonntagnachmittag erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h erreichte Sabine in Böen Windstärke 10 bis 11. Größere Schäden blieben dennoch aus. Die umfangreiche Vorbereitung von Feuerwehr und Verwaltung erleichterte zudem die Bewältigung der Einsätze.

Bis zum Montagnachmittag rückte die Feuerwehr in 20 Fällen wegen Sturmschäden aus. Insgesamt war die Feuerwehr mit 75 Einsatzkräften angetreten, konnte die Zahl aber noch in der Nacht auf 18 Personen reduzieren. Größere Einsätze gab es an der Alten Heerstraße (umgestürzter Baum, abgerissene Hochspannungsleitung), an der Schiefbahner Straße (abgerissene Hochspannungsleitung), an der Neersener Straße (umgestürzte Bäume) sowie auf der Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Neuss, wo umgestürzte Bäume den Güterverkehr behinderten. Zu diesem Zeitpunkt hatten sowohl die Deutsche Bahn, als auch die Regiobahn bereits ihren Fahrbetrieb eingestellt.

Mit der Absage der geplanten Kabarett-Veranstaltung in der Aula des Georg-Büchner-Gymnasiums reagierte die Stadt am Sonntagmorgen auf die aktualisierten Sturmprognosen. Alle Karteninhaber wurden über das Ticketsystem kontaktiert, es wird einen Ersatztermin am 5. Dezember geben. Die Tickets können kostenlos getauscht werden, auch der Tausch gegen eine andere KabarettVeranstaltung ist möglich. Alle Karteninhaber werden gebeten, Kontakt mit der Vorverkaufsstelle aufzunehmen.

Bereits am Freitag hatte die Stadt entschieden, die Kaarster Schulen am heutigen Montag zu schließen. „Wir konnten keine Sicherheit der Schulwege garantieren. Dies ist unsere Aufgabe als Schulträger. Zudem wollten wir frühzeitig Klarheit für die Eltern. Deshalb haben wir konsequent entschieden und haben dies mit den Schulleitungen bereits am Freitagvormittag abgestimmt“, sagt der zuständige Bereichsleiter Michael Wilms. Die städtischen Kindertagesstätten waren von der Schließung nicht betroffen. Allerdings hatte die Stadt die klare Empfehlung ausgesprochen, wenn möglich eine Betreuung zu Hause sicherzustellen.

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus lobt die Kräfte der Feuerwehr und die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs für ihren Einsatz: „Hier wurde professionell und effektiv gearbeitet. Auch in der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Feuerwehr hat es hervorragend funktioniert. Ich möchte mich bei allen ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr und bei allen Mitarbeitern des Bauhofs bedanken, die über viele Stunden einen erstklassigen Job gemacht haben.“

Feuerwehr-Chef Andreas Kalla mahnt derweil die Kaarster weiter zur Vorsicht: „Auch wenn der Wind sich langsam beruhigt, lauern in den Bäumen und auf den Dächern möglicherweise noch Gefahrenherde. Insbesondere von Besuchen des Vorster Waldes rate ich noch dringend ab.“

(Foto: Stadt Kaarst)

 

Keine Verletzten im Rhein-Kreis Neuss

Von Sonntag an hat Orkantief „Sabine“ auch im Rhein-Kreis Neuss für zahlreiche Einsätze gesorgt. Zu Verletzten kam es jedoch nicht. Bis Montagmittag wurden gut 100 Einsätze der acht Feuerwehren im Kreisgebiet von der Kreisleistelle sturmbedingt veranlasst. Die Polizei rückte ihrerseits über 75 Mal zu Einsätzen im Zusammenhang mit dem Orkantief aus.

Auch wenn der schwere Sturm bis jetzt weniger Einsätze verursacht hat als zuletzt 2018 „Friederike“ mit im Kreisgebiet 430 Feuerwehr- und 156 Polizeieinsätzen läuft die Kreisleitstelle weiter im Unwettermodus. „Wir haben engagierte Frauen und Männer in den Feuerwehren, der Kreisleitstelle sowie den Rettungs- und Hilfsorganisationen, auf die wir uns im Notfall verlassen können“, betont Landrat Hans-Jürgen Petrauschke die sehr gute Arbeit der Einsatzkräfte. „Dass sehr viele dabei ehrenamtlich tätig sind, können wir nicht hoch genug anerkennen. Ihnen allen und auch unserer Kreispolizei gilt mein besonderer Dank“, so der Landrat.

 

Feuerwehr Viersen musste zwei Bäume von der Straße räumen

Die Feuerwehr Viersen hat in der Nacht zum Montag, 10. Februar 2020, noch zwei sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. In Dülken und Alt-Viersen war jeweils ein Baum umgestürzt. Wehrleute der hauptamtlichen Wache beseitigten Äste, die die Fahrbahn blockierten. Beide Einsätze dauerten weniger als eine Viertelstunde.

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr Viersen am Sonntag und Montagmorgen knapp 20 Einsätze als Folge des Sturmes. Alle Alarmierungen konnten zügig bearbeitet werden. Das Konzept, die Gerätehäuser frühzeitig zu besetzen, hat zu der schnellen Erledigung beigetragen. Bewährt hat sich auch der Einsatz von Erkundern, die für ein zuverlässiges Lagebild sorgten. Rund

150 Kräfte der Feuerwehr Viersen waren aufgrund des Sturmes am Sonntag aktiv.

Die Feuerwehr Viersen beobachtet weiterhin die Entwicklung der Wetterlage. Der Deutsche Wetterdienst hat seine Warnung inzwischen von “Unwetter” auf “markantes Wetter” herabgestuft. Bis Mittwoch bleibt es danach stürmisch. Der Wind lässt aber allmählich nach.

 

“Sabine” lässt Rheurdter Feuerwehr zu acht Einsätzen ausrücken

Das Sturmtief “Sabine”, welches ab Sonntagmittag über Deutschland hinwegzog, bescherte der Freiwilligen Feuerwehr Rheurdt zwar einige Einsätze, verlief aber insgesamt glimpflich. Die Feuerwehr arbeitete in der Zeit zwischen Sonntag, 13 Uhr, und Montag, 13 Uhr, insgesamt acht wetterbedingte Einsätze ab, bei denen lediglich kleinere Sachschäden, aber zum Glück keine Personenschäden zu verzeichnen waren.

Die Feuerwehr Rheurdt entschied bereits am Sonntagvormittag, eine kommunale Führungsstelle einzurichten, die in der Lage ist, durch moderne Möglichkeiten der Funk-Kommunikation, Lagedarstellung und Einsatzdokumentation (viele parallele) Einsätze im Gemeindegebiet weitestgehend autark zu koordinieren. Dieses Vorgehen hatte sich bei vergleichbaren Stürmen in der Vergangenheit als sinnvoll erwiesen und wird in vielen Kommunen bei absehbaren Unwetterlagen angewendet. Die Leitung der Feuerwehr besetzte gemeinsam mit zwei Kameraden die kommunale Führungsstelle, fünf Schaephuysener und sechs Rheurdter Kameradinnen und Kameraden besetzten zudem präventiv je ein Fahrzeug an ihren Standorten. Die Bevölkerung wurde zudem über einen Facebook-Live-Ticker stets zum aktuellen Stand der Einsätze aufgeklärt, sodass auch Stromausfälle, Verkehrsbehinderungen oder etwaige Störungen schnell hätten kommuniziert werden können.

Von den Einsatzkräften in Alarmbereitschaft wurden im Verlauf des Sonntags fünf Einsatzstellen abgearbeitet. Nachdem die abendlichen Wettervorhersagen eine leichte Abmilderung prognostizierten und sich zunächst keine weiteren Schäden ereigneten, wurde die Bereitschaft sowie die kommunale Führungsstelle um 23 Uhr aufgelöst.

Am Montagmorgen rief der noch einmal auffrischende Wind die Feuerwehr Rheurdt allerdings drei weitere Male auf den Plan – hierbei wurden die Kräfte der Feuerwehr ganz regulär per Funkmeldeempfänger alarmiert.

Die Einsätze im Überblick:

Sonntag, 13.37 Uhr, Neufelder Straße, Neufeld: Droht Baum umzustürzen. Nach Beurteilung der Feuerwehr keine Gefahr. Im Einsatz: Bereitschaft.

Sonntag, 17.20 Uhr, In den Pannenkaulen, Schaephuysen: Drohen Gasflaschen vom Dach eines Neubaus zu wehen. Drei Gasflaschen gemeinsam mit Eigentümer vom Dach verbracht. Im Einsatz: Bereitschaft.

Sonntag, 17.45 Uhr, Lind, Lind: Baum auf Wirtschaftsweg. Baum von Landwirt eigenständig entfernt. Im Einsatz: Bereitschaft.

Sonntag, 20.00 Uhr, Hauptstraße, Schaephuysen: Zwei Bäume auf Radweg. Hindernisse mittels Kettensäge zerschnitten und beseitigt. Im Einsatz: Bereitschaft.

Sonntag, 20.30 Uhr, Vluyner Straße, Schaephuysen: Baum auf Radweg. Hindernis mittels Kettensäge zerschnitten und beseitigt. Im Einsatz: Bereitschaft.

Montag, 5.35 Uhr, Kengen, Kengen: Baum auf Straße. Hindernis mittels Kettensäge zerschnitten und beseitigt. Im Einsatz: Löscheinheit Rheurdt.

Montag, 6.39 Uhr, Bahnstraße, Rheurdt: Baum auf Oberleitung. Baum mit Kettensäge zerschnitten, Leitung bis zum Eintreffen des Energieversorgers gesichert. Im Einsatz: Löscheinheit Rheurdt.

Montag, 8.10 Uhr, In den Pannenkaulen, Schaephuysen: Baum auf Straße. Hindernis mittels Kettensäge zerschnitten und beseitigt. Im Einsatz: Löscheinheit Schaephuysen.

 

Kreis Wesel kommt nass, aber mit blauem Auge davon

In der vergangenen Nacht zog das Orkantief “Sabine” über den Kreis Wesel. Die bereits im Vorfeld weitläufig verbreiteten Warnmeldungen zeigten Wirkung: Die Bürgerinnen und Bürger verhielten sich vorbildlich! Sie sicherten schon im Vorfeld Gartenmöbel, hielten Fenster und Türen geschlossen und mieden Wälder, Gerüste und Hausfassaden.

Auch die Autofahrer stellten sich auf das Orkantief ein. Sie fuhren angepasst und informierten sich vor Fahrtantritt über mögliche Sperrungen. Glücklicherweise blieb die Niederrheinbrücke die ganze Nacht befahrbar.

Die Bilanz der Polizei: Insgesamt zählte die Polizei etwa 150 wetterbedingte Einsätze. Ein Großteil davon aufgrund von umgestürzten Bäumen, herabgefallenen Ästen und ausgefallenen Ampelanlagen.

So verursachte Orkantief “Sabine” zwar einige Sachschäden, aber keine Personenschäden.

 

Sturmtief Sabine hat Voerde weitestgehend verschont – Schulbetrieb findet am Dienstag wieder statt

Nach einer stürmischen Nacht zeigt sich glücklicherweise ein überschaubares Schadensbild für das Stadtgebiet Voerde.

Die Freiwillige Feuerwehr stand mit ihren 5 Löschzügen und insgesamt 120 Einsatzkräften in Alarmbereitschaft.

Insgesamt wurde die Feuerwehr zu 10 Einsätzen gerufen. Neben 3 umgestürzten bzw. beschädigten Bäumen blieben die Einsätze durchweg im kleineren Rahmen. Vereinzelt fielen lose Bauteile von Gebäuden, kleinere bis mittlere Äste lagen auf den Straßen. Im Ortsteil Spellen sind einige Dachbahnen einer Doppelgarage auf die Straße geweht und von der Feuerwehr beseitigt worden. Es gab keine Verletzten.

Bereits um 23:00 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft aufgrund der Wetterlage aufgelöst, die ehrenamtlichen Kräfte nach Hause entlassen.

An öffentlichen Gebäuden sind bisher keine Schäden zu verzeichnen. Die Kontrollen durch städtisches Personal dauern zurzeit noch an.

Ebenso werden die öffentlichen Wege und Waldflächen einschließlich der Friedhöfe kontrolliert. Auch hier waren keine nennenswerten Schäden zu verzeichnen. Eine für heute geplante Beerdigung konnte unbehindert stattfinden.

Der Schulbetrieb wird für alle Schulen morgen wieder planmäßig stattfinden. Im Falle einer sich wieder verschlechternden Wetterlage können die Eltern weiterhin eigenverantwortlich entscheiden, ob ihr Kind am Unterricht teilnimmt. In diesem Fall ist das Schulsekretariat umgehend zu unterrichten.

Die Kindertagesstätten in Voerde werden geöffnet sein.

 

Schulen und Kitas nach Sturmtief Sabine wieder geöffnet

Moers. Die städtischen Schulgebäude sind wieder freigegeben. Nach Entspannung der Sturmlage hat die Stadt Moers die Sperrungen am Montag, 10. Februar, aufgehoben. Auch der Betrieb in den städtischen Kindertageseinrichtungen kann wieder regulär aufgenommen werden.

„Sabine“ richtete bis Montagmittag nur wenige Schäden an
ENNI räumt nach dem Sturmtief in den Parkanlagen auf

Sturmtief „Sabine“ hat auch Moers kräftig durchgeschüttelt. Die Schäden, die die windige Dame dabei angerichtet hat, halten sich aber offensichtlich in Grenzen. Zwar gingen in der Leitstelle der ENNI am Wochenende zahlreiche Meldungen etwa zu umgestürzten Bauzäunen ein. Die für die Nacht zu Montag angekündigten Orkanböen konnten dem Stromnetz, dem Kanalnetz und auch den städtischen Bäumen jedoch wenig anhaben. „Wir sind mit einem blauen Augen davon gekommen“, zieht so auch Harry Schneider, bei der ENNI Stadt & Service für die Baumkontrolle und Baumpflege zuständig, eine glimpfliche Bilanz für das Wochenende. Die Baumkontrolleure der ENNI sind im ganzen Stadtgebiet unterwegs, um mögliche Schäden zu sichten. Bis Montagmittag hatten sie dabei rund 25 umgekippte Bäume und viele kleinere Astbrüche auf ihrer Liste. „Unser Ziel ist es, spätestens am Ende der Woche alles aufgeräumt zu haben“, betont Schneider, dass die bislang geringen Schäden auch auf die vorausschauende Baumpflege zurückzuführen seien. Bürger bittet er dennoch, in den nächsten Tagen gerade in den Parkanlagen und Wäldern wachsam zu sein, da noch gebrochene Äste in den Bäumen hängen können. Wer einen Sturmschaden an einem öffentlichen Baum feststellt, sollte die ENNI unter der kostenlosen Hotline 0800-2221040 informieren.

Auch im Bereich der Stromversorgung macht sich der Rückbau von Freileitungen, den die ENNI Energie & Umwelt seit Jahren vorantreibt, bezahlt. So waren auch hier keine größeren Versorgungsausfälle – etwa durch herabstürzende Äste – zu beklagen. Lediglich fünf Häuser im ländlichen Bereich von Niep und Moers-Meerbeck waren zeitweise ohne Strom. Ihre liebe Müh mit dem Wind hatten hingegen die Müllwerker der ENNI. So ließ „Sabine“ vor allem den Inhalt von gelben Säcken und Altpapier fliegen, die nun als „wilder Müll“ am Straßenrand liegen. Hier bittet Ulrich Kempken, ENNI-Abteilungsleiter für Entsorgung und Reinigung, Moerser, nicht erst auf die Kehrmaschine zu warten, sondern das eigene Umfeld von dem Abfall zu befreien. Gleiches gilt für größere Äste, die auf den Straßen liegen und die die Kehrmaschinen nicht aufsaugen können. „Wer Platz in seiner Biotonne hat, kann diese Äste gerne darüber entsorgen.“

 

Ausfall des Wochenmarkts in Kamp-Lintfort 

Der deutsche Wetterdienst hat auch für den morgigen Tag stürmisches Wetter vorhergesagt. Sicherheitsbedingt fällt der Wochenmarkt am Dienstag, den 11. Februar 2020, auf dem Prinzenplatz daher aus.

 

Innenministerium NRW: Bilanz nach Sturmnacht – Mehr als 7.000 Einsätze und 13 Verletzte

Das Ministerium des Innern teilt mit: Sturmtief “Sabine” zieht seit Sonntag, 9. Februar 2020, flächendeckend über ganz Nordrhein-Westfalen. 21.724 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Hilfsorganisationen sind seitdem zu 7.128 Einsätzen ausgerückt (Stand: 10.02.2020, 12 Uhr). Hinzu kommen 2.927 Einsätze der Polizei (Stand: 6 Uhr). “Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger unseres Landes danke ich den Frauen und Männern von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Polizei. Solche Situationen sind nicht nur extrem anstrengend, sondern auch gefährlich. Da braucht es Mut und ein besonderes Engagement, auch bei den vielen ehrenamtlichen Helfern. Das ist nicht selbstverständlich”, sagte Minister Herbert Reul am Montag (10. Februar). Insgesamt wurden 13 Menschen durch den Sturm verletzt. Ein 17-Jähriger in Paderborn wurde von einem herabfallenden Ast am Kopf ge-troffen und schwebte in Lebensgefahr. Sechs Menschen verletzten sich schwer, unter ihnen zwei Einsatzkräfte. Außerdem gab es noch sechs Leichtverletzte, darunter zwei Retter.

Wegen umgestürzter Bäume sind ein Teilstück der BAB 45 sowie einige Straßen noch immer gesperrt. Im Kreis Lippe musste deswegen ein Zug mit 150 Passagieren evakuiert werden. Teilweise wurden Autos, Häuser und Dächer durch umstürzende Bäume stark beschädigt. In einigen Ge-meinden kam es zu temporären Stromausfällen. Aus Sicherheitsgründen sind diverse Sportveranstaltungen in Nordrhein-Westfalen auch für Mon-tag abgesagt. Anlässlich des Europäischen Tag des Notrufs, der am Dienstag, 11. Februar (“11.2.”) begangen wird, würdigte Reul zudem die Bedeutung einer einheitlichen Notrufnummer. “Tage wie dieser machen deutlich, wie wichtig eine europaweit einheitliche Nummer für Menschen in Not ist. Rund um die Uhr in ganz Europa schnelle und kostenlose Hilfe von Profis zu bekommen, ist eine echte Errungenschaft und rettet Leben”, sagte Reul.

Derweil normalisiert sich die Lage in Nordrhein-Westfalen langsam. Die Bahn nimmt den Regionalverkehr allmählich wieder auf. Doch muss auch weiterhin mit Verspätungen und Zugausfällen gerechnet werden. Flughäfen und Deutsche Bahn AG informieren auf ihren Internetseiten über aktuelle Störungen sowie Ausfälle.

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