(Foto: Polizei)
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Dinslaken. Ursprünglich von der Polizei als reines Logistikfahrzeug angeschafft, zeigte einer unserer e-ups am Freitag innere Größe.

Unter dem Motto “Mit Strom auf Streife” und mit dem deutlich sichtbaren Logo der Kreispolizei bedruckt, kann es der elektrobetriebene weiße VW up! zwar nicht ganz mit den regulären Streifenwagen aufnehmen, aber für Logistikfahrten hat sich der wendige City-Flitzer bewährt. Er zeigte nun in Dinslaken, dass er manchmal seinen großen “Brüdern” in nichts nachsteht.

Am Freitagnachmittag war ein Polizeibeamter in Dinslaken mit dem e-up! unterwegs, als ihm auf der Karl-Heinz-Klingen-Straße die rasante Fahrweise eines schwarzen Citroen C3 auffiel, der zügig und ohne gesetzten Blinker nach links in die Max-Eyth-Straße abbog. Im weiteren Verlauf überholte der Citroen, trotz durchgezogener Linie, ein Fahrschulauto auf der Otto-Lilienthalstraße.

An der Kreuzung Hanielstraße/Hünxer Straße zog der Fahrer vor einer roten Ampel auf die Linksabbiegerspur und bog dann trotz Rotlicht nach rechts auf die Hünxer Straße ab. Der Citroen erhöhte das Tempo, fuhr schließlich mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit durch eine 30er Zone (Krusenstraße) und überfuhr an der Kreuzung Ziegelstraße/Hanielstraße erneut eine rote Ampel.

Der Kollege ließ sich aufgrund der risikoreichen Fahrt weiter zurückfallen und beobachtete die Fahrweise des schwarzen Kleinwagens nur noch aus der Ferne. Dabei sah er, dass der Kleinwagen an der Ziegelstraße nach einem Überholmanöver ins Schleudern kam und der Fahrer den Wagen erst im letzten Moment abfangen konnte. Trotz des Beinah-Unfalls drosselte der Fahrer die Geschwindigkeit nicht, sondern fuhr über die Ziegelstraße weiter. An der Kreuzung Ziegelstraße/Oberhausener Straße/Karl-Heinz-Klingen-Straße fuhr er in der Mitte zwischen zwei Autos durch, die vor einer roten Ampel standen.

Dabei beschädigte er den Außenspiegel einer 38-jährigen Dinslakenerin, die mit ihrem Auto vor der Ampel wartete. Der Fahrer des Citroen hingegen setzte seine Fahrt in gleichem Tempo fort, ohne sich um den Unfall zu kümmern. Danach verlor sich die Spur des Citroen und seines Fahrers zunächst, bis Polizeibeamte den Kleinwagen, seine Halterin und ihren 16-jährigen Sohn an der Halteranschrift antrafen.

Als die Polizeibeamten die Halterin mit den Vorfällen konfrontierten, fiel diese aus allen Wolken. Ihr 16-jähriger Sohn gab anschließend zu, dass er sich das Auto seiner Mutter für einen “Ausflug” ausgeliehen hatte. Die Tatsache, dass er noch keinen Führerschein besaß, sondern gerade erst damit begonnen hatte, ließ ihn offensichtlich nicht an seinen Fahrkünsten zweifeln.

Polizeibeamte fanden unterdessen heraus, dass Sohnemann sich das Auto bereits am vergangenen Dienstag für einen nächtlichen Abstecher nach Düsseldorf “ausgeliehen” hatte. Natürlich auch ohne das Wissen seiner Mutter.

Dort waren seine “Fahrkünste” ebenfalls einer Streifenwagenbesatzung auf der Arnheimer Straße aufgefallen, der Führerscheinkontrolle entzog sich der 16-jährige dann allerdings auch durch Flucht. (ots)

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