Der Vergleich des Vor- und Endzustands zeigt den neuen Glanz, in dem das Gemälde erstrahlt (Fotos: Jens Hofmann)
Anzeige

Kalkar. Gemälde des Heiligen Antonius erstrahlt in Hanselaer in neuem Glanz

Es ist mehr als zwei Meter hoch und damit ein echter Blickfang in der St.-Antonius-Kirche in Hanselaer: Seit gut einem halben Jahr erstrahlt das Gemälde aus dem Jahr 1622, das die Versuchung des Heiligen Antonius zeigt, wieder in seinem ursprünglichen Glanz. Neben Spenden zweier Kalkarer Bruderschaften und der Hanselaerer war es vor allem die sogenannte Anschubfinanzierung der Geschwister-Fritz-Stiftung in Höhe von rund 2.000 Euro, die eine Restaurierung des wertvollen Gemäldes möglich gemacht hat.

„Man muss weit und breit suchen nach einem Antoniusbild, das so intensiv die Versuchungen des Antonius, den Besuch bei dem Einsiedler Paulus, das Sterben und das Begräbnis des großen Heiligen des Klever Grafenhauses präsentiert – und das vor der Kulisse des Monreberges“, zeigt sich Pastor Alois van Doornick auch ein halbes Jahr nach der Restaurierung begeistert. Restaurator Jens Hofmann aus Bonn, der schon das Kalkarer Gerichtsbild in neues Licht gerückt und in der St.-Nicolai-Kirche die restauratorische Betreuung übernommen hat, hatte kurz zuvor den Hochaltar und die Seitenaltäre in Hanselaer gereinigt. Die Kirche beeindruckt vor allem durch eben diese Ausstattungsstücke aus der Zeit der Spätgotik.

Van Doornick ist der Geschwister-Fritz-Stiftung des Bistums Münster dankbar, dass das Gemälde, das zuletzt 1973 restauriert wurde und zuletzt einige Schäden aufwies, nun in neuem Glanz erstrahlen kann. „Unter der Schmutzschicht kam ein eminent kostbares und differenziertes Gemälde hervor, das wir so nicht erwartet haben“, erklärt er.

Genau das ist das Anliegen der Geschwister Professor Dr. Johann Michael Fritz und Andrea Gabriele Fritz, die sich mit ihrer Stiftung für den Erhalt sakraler Kunst engagieren. Fritz, der viele Jahre als Museumskonservator und Professor für Kunstgeschichte gewirkt hat, weiß, wovon er spricht: „Wir möchten dazu beitragen, die Ornamenta Ecclesiae, zu denen auch dieses Gemälde des Heiligen Antonius zählt, zu erhalten.“ Gerade für spätere Generationen müssten Gemälde, Skulpturen und Paramente bewahrt bleiben. „Die Werke sind unsere Patienten, deren Wiederherstellung wir unterstützen“, betont er, „und es gibt noch viele Patienten, für deren Heilung wir Stifter und Spender brauchen.“

Wer die Geschwister-Fritz-Stiftung unterstützen möchte, erhält alle Informationen über die Abteilung Kunst und Kultur des Bistums, Martin Kasper, Telefon 0251 / 495 281.

Beitrag drucken
Anzeigen