Dusan Dragic, Spieler des Tages (Foto: Tobias Becker)
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Krefeld. Die Wasserballer der SV Krefelder 72 mussten am Samstag, den 7.3. gegen Poseidon Hamburg antreten, und damit gegen einen Gastgeber, der bisher alle Spiele in der Pro B im heimischen Inselpark souverän gewonnen hatte.
Das erste Viertel war ein vorsichtigstes Abtasten beider Mannschaften, bei dem die Krefelder vor allem darauf achteten, nicht in die gefährlichen Konter der Hamburger zu laufen. Zunächst nahm das Spiel dennoch den erwarteten Verlauf, die Hamburger konnten sich mit 3:1 etwas absetzen, aber Timo Schwark und Dusan Dragic konnten kurz vor der Pause für die SVK ausgleichen.

Die SVK bekam nun das Spiel deutlich besser in den Griff und ließ aus einer sicheren Abwehr heraus nicht viel zu. Bis zur Mitte des Spielabschnitts konnten die Hamburger noch dagegen halten, dann drehte die SVK auf! Sehr souverän erspielten sich die Männer eine Torchance nach der anderen und zog bis auf 7:13 davon. Damit schien das Spiel bereits vorzeitig entschieden, die einzigen Wermutstropfen des dritten Viertels für die Krefelder waren dann zwei unnötige Gegentreffer in den der letzten halben Minute.

Diese beiden Treffer sollten dem Spiel die nächste Wende geben. Poseidon fasste wieder Mut, ging ins Risiko und hatte nun selbst einen Lauf. Die Krefelder, die ihren deutlichen Vorsprung verwalten wollten, verloren völlig den Faden und mussten die Hamburger bis auf 12:13 heranziehen lassen. Da fasste sich der Spieler des Tages, Dusan Dragic, ein Herz und setzte aus 15m den Ball zum 12:14 satt an den Innenpfosten des Hamburger Gehäuses. Das sollte zwar der einzige Treffer der SVK im letzten Viertel bleiben, reichte aber trotzdem, um den Sieg – sicher etwas glücklich – nach Hause zu bringen.

Dem Spielverlauf entsprechend hin und her gerissen war Trainer Werner Stratkemper nach dem Spiel: „Die Jungs haben zwei Viertel lang sehr guten Wasserball gespielt. Uns fehlt aber noch die Abgeklärtheit, einen deutlichen Vorsprung sicher über die Runden bringen. Die Saison hat gezeigt, dass wir psychologisch mit der Situation deutlich besser umgehen können, einem Rückstand hinterher zu laufen, als ihn zu verteidigen.“

Nun fehlt der SV Krefeld 72, aktuell Dritter in der Tabelle, nur noch ein Punkt aus den letzten drei Heimspielen, um unter die ersten Vier und damit in die Qualifikationsrunde für die obere Gruppe der DWL zu kommen.

Poseidon Hamburg : SV Krefeld 13 : 14 (3:3; 2:4; 4:6; 4:1)

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