Bestseller-Autor Arne Dahl (Mitte) im Gespräch mit Schauspieler Frank Wickermann (l.) und Moderatorin Antje Deistler (r.) bei der Weltpremiere seines neuen Romans „Vier durch vier“. Die Eröffnungsveranstaltung des 7. Krimifestivals Moers fand in der Kundenhalle der Sparkasse am Niederrhein statt und war restlos ausverkauft (Foto: privat)
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Moers. Weltpremiere zur Eröffnung des Krimifestivals Moers in der Sparkassen-Hauptstelle. Arne Dahl war zur ersten Lesung seines neuen Romans „Vier durch vier“ aus Stockholm angereist. „Das Flugzeug war kaum besetzt“, sagte der Bestseller-Autor und freute sich umso mehr über eine proppenvolle Kundenhalle. Arne Dahl erwies sich als sympathischer Erzähler, der die Fragen von Moderatorin Antje Deistler geistreich und humorvoll auf Deutsch beantwortete. Den Lesepart überließ der in 32 Sprachen übersetzte Schriftsteller aber dem Theaterschauspieler Frank Wickermann, der das Publikum durch sein dramatisches Können tief in die Handlung hineinzog.

Mit dem vierten Teil der erfolgreichen Buchreihe um das Ermittlerpaar Berger und Bloom schärft Arne Dahl seinen Stil, der literarischen Anspruch mit psychologischer Tiefe und konzentrierter Spannung vereint. Dahl, der weltbekannt wurde mit Krimi-Plots, die sich durch zahlreiche Figuren, weit verstreute Schauplätze und globale Verbrechernetze auszeichneten, sagte: „Mit Berger und Blom versuche ich etwas für mich Neues. Ich verdichte die Szenerien und plane auch weniger als früher, sondern lasse mich beim Schreiben von den Charakteren führen.“

Welche Rolle das Krimi-Genre erfülle, wollte Antje Deistler von dem studierten Literaturwissenschaftler wissen. „Jede Kultur und jede Zeit hat ihre Tragödien“, sagte Arne Dahl und führte weiter aus: „Mir scheint, dass Krimis für das Hier und Heute immer wichtiger werden, denn in diesem Genre geht es um die Notwendigkeit, Wahrheiten zu finden in einer Welt voller Lügen, Grausamkeit und Falschheit.“ Den informativen und unterhaltsamen Abend beschloss Antje Deistler mit einem Statement, das die Zuhörer mit großem Vergnügen aufnahmen: „Es war schön, eineinhalb Stunden mal nicht über das Virus, sondern über den guten alten Mord und Totschlag zu sprechen.“

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