Das neue Gradierwerk (Foto: Martin Gülpen, Stadt Essen)
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Essen. Der Grugapark Essen und mit ihm zahlreiche Besucherinnen und Besucher hatten sehnsüchtig gewartet – jetzt ist es soweit. Das beliebte Gradierwerk ist nach einer umfangreichen Sanierung wieder in Betrieb. Ab gestern (3.7.) rieselt wieder Sole über die Schwarzdornwände und zerstäubt zu feinstem Nebel. Die Folge: Das Einatmen dieser salzhaltigen Luft wirkt sich positiv auf die Atemwege aus und stärkt das Immunsystem.

“Ich freue mich außerordentlich, dass wir den Gästen des Grugaparks nun ihr Gradierwerk wieder übergeben können. Damit erhält unser Grugapark eine seiner beliebtesten Attraktionen zurück – und das gerade in einer Zeit, in der Gesundheitsförderung nicht hoch genug geschätzt werden kann”, sagt Simone Raskob, Umwelt-, Verkehr- und Sportdezernentin der Stadt Essen.

Gesundheit im Grugapark Essen

Das Gradierwerk ist eine der Säulen zum Thema Gesundheit im Grugapark. Mit Kur vor Ort, dem Gesundheitsparcours, der Walking- und Joggingstrecke und der Gelegenheit, in dem weitläufigen Park einfach Zeit an der frischen Luft zu verbringen bietet der Grugapark Freizeitangebote mit Mehrwert. „Park- und Grünanlagen leisten einen bedeutenden Beitrag für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger als Erlebnis-, Begegnungs-, Bewegungs- und Erholungsorte. Dass der Grugapark darüber hinaus über ein vielfältiges Angebot verfügt, das die aktive Gesundheitsförderung in den Mittelpunkt stellt, ist gerade in unserer Metropolregion von hohem Wert“, betont Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleiterin von Grün und Gruga.

Bei einem Gradierwerk, das vor allem in Kurparks zu finden ist, handelt es sich ursprünglich um eine Anlage, in der Salz gewonnen wird. In Wasser aufgelöst wird die so entstandene Sole von oben durch ein mit Schwarzdorn befülltes Holzbauwerk geleitet. Durch die herabrieselnde Sole wird die Luft in der Nähe des Gradierwerks mit Soletröpfchen angereichert.

Zu den Sanierungsarbeiten

Das Gradierwerk, das in 2004 in Betrieb ging, musste im Frühjahr 2018 aufgrund alterstypischer Schäden in der Holzkonstruktion gesperrt werden. So wies beispielsweise das Holz äußerliche Schäden auf, an den Verbindungen am Turm sowie am oberen Wartungsgang wurden Korrosionsschäden gefunden. Des Weiteren muss der Schwarzdorn aufgrund der normalen Haltbarkeit von etwa 15 Jahren erneuert werden. Im Herbst 2018 wurde der Entschluss gefasst, die Saline zu sanieren. Da der Schwarzdorn, der nur im Winter geerntet werden kann, in der Saison 2018/ 2019 nicht mehr verfügbar war, konnten die Arbeiten erst in diesem Jahr durchgeführt werden.

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