Oberbürgermeister Daniel Schranz (re.) und Niederlassungsleiter von Straßen.NRW-Regionalleiter Christoph Jansen (li.) unterzeichnen „unter der Aufsicht“ von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (Mitte) die Planungsvereinbarung, mit der sich beide auf den Weg machen, ein Gesamtkonzept für die Anschlussstelle Oberhausen-Zentrum zu erstellen, um Stau und Unfälle spürbar zu senken. (Foto: Tom Thöne/© Stadt Oberhausen)
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Oberhausen. Rückstaus aus Fahrtrichtung Duisburg, regelmäßige Unfälle beim Einfädeln aus Fahrtrichtung Dortmund: Die Verkehrssituation rund um die Anschlussstelle Oberhausen-Zentrum beschäftigt seit langer Zeit Verwaltung, den Landesbetrieb Straßen NRW und insbesondere Autofahrerinnen und Autofahrer.

Nach der drohenden Sperrung der AS Grafenbusch und einer daraufhin geänderten Verkehrsregelung kommt jetzt neuer und vor allem ganzheitlicher Schwung in die Sache. Die Stadt Oberhausen und der Landesbetrieb Straßen NRW unterzeichneten am Dienstag im Rathaus Oberhausen eine Planungsvereinbarung, die sowohl eine Bestandsanalyse als auch eine Machbarkeitsstudie zur langfristigen Verbesserung der Verkehrssituation beinhaltet.

Beim Termin im Rathaus Oberhausen war auch Verkehrsminister Hendrik Wüst anwesend, der in der Vereinbarung eine gute Chance sieht, die Verkehrssituation vor Ort zu entlasten: „Um die Leistungsfähigkeit unseres Straßen- und Autobahnnetzes zu steigern, wird in die nordrhein-westfälische Infrastruktur so viel investiert wie nie zuvor. Viele einzelne Projekte – wie das hier in Oberhausen – sind wichtige Bausteine, um die Verkehrssituation langfristig zu verbessern.“

Oberbürgermeister Daniel Schranz, der die Vereinbarung für die Stadt Oberhausen unterzeichnete, zeigte sich sichtlich erfreut über diesen Schritt: „Das ist ein guter Tag für unsere Stadt. Denn mit dieser Planungsvereinbarung machen wir uns auf den Weg, ein Gesamtkonzept für die Anschlussstelle Oberhausen-Zentrum zu erstellen, um Stau und Unfälle spürbar zu senken. Auch der mögliche Ausbau zu einem Kreuz mit weniger Ampeln wird mit in die Planungen einfließen. Ich danke dem Verkehrsministerium und dem Landesbetrieb Straßen NRW für ihre Unterstützung, ohne die wir dieses Projekt nicht stemmen könnten.“

„Wir als Straßenbauverwaltung freuen uns sehr über die Kooperation mit der Stadt Oberhausen. Die Anschlussstelle Oberhausen-Zentrum stellt einen verkehrlichen Engpass dar, der an die verkehrlichen Entwicklungen angepasst und zukunftsfähig gemacht werden muss. Aufgrund der komplexen und verdichteten Situation mit Autobahn und Bundesstraße ist eine ganzheitliche Analyse genau der richtige Weg, um die vielfältigen Ursachen für die Rückstauungen zu untersuchen und darauf aufbauend mögliche Lösungsalternativen zu entwickeln“, sagt Straßen.NRW-Regionalleiter Christoph Jansen.

Aufgrund der derzeit begrenzten Planungskapazitäten beim Landesbetrieb Straßenbau NRW übernimmt die Stadt Oberhausen die Federführung bei der Umsetzung der vereinbarten Inhalte. Die nächsten Schritte sind nun die Vorbereitung und Durchführung der Ausschreibung. Mit ersten Ergebnissen wird im Laufe des nächsten Jahres gerechnet.

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