Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin (3.v.r.), die städtische Mobilitätsbeauftragte Caprice Mathar (re.), Jurymitglied Peter London (4.v.r.) sowie ein Teil der Expertenkommission auf der Limitenstraße in Rheydt (Foto: © Stadt MG)
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Mönchengladbach. Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte prüft Situation vor Ort

Eine Expertenkommission der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.v. (AGFS NRW) hat in einer Fahrradtour durch Mönchengladbach und einem Stadtspaziergang durch Rheydt die Situation vor Ort geprüft und wird NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst eine Aufnahme in das kommunale Netzwerk empfehlen. Die Mitglieder der Kommission stellten auf ihrer Tour fest, dass das Fahrrad in Mönchengladbach ein elementarer Bestandteil der Mobilitätsstrategie ist und die Voraussetzungen für eine weitere Förderung des Rad- und Fußverkehrs sehr gut sind. „Wir haben viele pfiffige Ideen gesehen. Positiv bewertet werden unter anderem die Blaue Route, die Radstationen mit 24-Stunden-Dienst, die Radvorrangrouten, geschützte Zonen für Radfahrer in Kreuzungsbereichen und die vielen Markierungslösungen für den Radverkehr“, so Jurymitglied Peter London. Mit der stadteigenen Unfallkommission, die alle zwei Wochen tagt, habe die Stadt sogar ein Alleinstellungsmerkmal. Auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in Planungsprozessen wurde lobend erwähnt. „Dazu kommen Veranstaltungsformate wie zuletzt die Europäische Mobilitätswoche, die zeigen, dass die Stadt will und viel weiter ist als bei einem Besuch des Ministeriums vor fünf Jahren. Die Stadt hat den Schalter umgelegt“, so der Experte aus dem Verkehrsministerium. Stadtdirektor und Technischer Beigeordneter Dr. Gregor Bonin freut sich über das positive Votum der Jury und sieht die Mitgliedschaft als Ansporn und Verpflichtung zugleich: „Wir haben in den vergangenen Jahren viel erreicht und denken den Fußgänger- und Radverkehr immer mit. Wir freuen uns über diese Entscheidung, weil wir nun vom Wissenstransfer in dieser Arbeitsgemeinschaft profitieren können. Mit der Aufnahme in die AGFS werden die gesetzten Ziele der Stadtentwicklungsstrategie mg+ Wachsende Stadt unterstützt.“

Die Mitgliedschaft in der AGFS bietet viele Vorteile. Neben einem Erfahrungs- und Wissensaustausch sowie einer beratenden Funktion besteht über die Arbeitsgemeinschaft auch ein exklusiver Zugang zu Fördermitteln des Landes NRW. Darüber hinaus gibt es auch verschiedene Kampagnen, um Bürgerinnen und Bürger sowie Schülerinnen und Schüler über eine nachhaltige Mobilität zu informieren. Die Jury wies in ihrer Urteilsbegründung darauf hin, dass die Stadt auch Herausforderungen meistern müsse. Das Gehwegparken sei leider immer noch sehr weit verbreitet, die Radabstellanlagen an Schulen könnten besser sein. Auch die Querungen von Hauptstraßen sei in Mönchengladbach schwierig, so die Jury. „Es bleibt noch viel zu tun, das ist uns bewusst. Insofern ist es schön, wenn wir nun mit Unterstützung der AGFS rechnen dürfen. Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch“, betont die städtische Mobilitätsbeauftragte Caprice Mathar. In sieben Jahren wird die AGFS erneut die Stadt bereisen, um zu überprüfen, ob die Stadt Mönchengladbach auch weiterhin Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft bleiben kann.

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